Fussball
0:3 gegen Zofingen: FC Solothurn nach zwei Platzverweisen ohne Chance

Eine von zwei Roten Karten nach nur drei Minuten und drei Zofinger Gegentreffer in 90 Minuten – für den FC Solothurn war der letzte Einsatz vor der Winterpause ein Spiel zum Vergessen.

Pius Rüegger
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Nikos Rippstein (rechts) erzielte gegen Solothurn sein erstes 1.-Liga-Tor für den SC Zofingen. ZT/O.L.

Nikos Rippstein (rechts) erzielte gegen Solothurn sein erstes 1.-Liga-Tor für den SC Zofingen. ZT/O.L.

OTTO LUESCHER AARAU

Nicht einmal drei Minuten dauerte der Einsatz für den 16-jährigen Solothurner Osaj in Zofingen. Dann sah er die Rote Karte wegen eines groben Foulspiels. 35 Minuten später folgte ihm der zwei Jahre ältere Sasso wegen Platzverweises unter die Dusche. Es ging zu und her beinahe wie beim Kinderlied «Zehn kleine Negerlein».

Diese Schicksalsschläge für den FC Solothurn, der sich für diesen Abstiegskampf viel vorgenommen hatte, wogen zu schwer. Mit diesen beiden Entscheiden sorgte Schiedsrichter Dennis Masset für Gesprächsstoff auf der Trinermatten. «Der Schiedsrichter war der Regisseur, nicht parteiisch, aber mit seinem Einfluss matchentscheidend», fasste FCS-Trainer Patrik Grolimund zusammen.

«Respektloser Entscheid»

Beim ersten Foul der Partie – hohes Bein gegen tiefen Kopf im Mittelkreis – traf Osaj nach 165 Sekunden Skopljak an der rechten Schulter. Gelb wäre angebracht gewesen. «Dieser Entscheid war völlig respektlos», sagte Grolimund. Bei der zweiten Dezimierung der Gästetruppe ahndete Masset eine Notbremse von Sasso gegen Majic an der Strafraumgrenze. «Es war eine katastrophale Schiedsrichter-Leistung», so der FCS-Trainer.

Zofingen konnte lange nichts mit diesen Vorteilen anfangen. Dem Spiel der Aargauer fehlten Ideen, System, Plan und Ordnung. Dass Leidenschaft und Kampfbereitschaft der Solothurner nicht belohnt wurden, musste aber befürchtet werden. Bis zur 56. Minute konnte aufopfernd das 0:0 gehalten werden. Ein Fallrückzieher von Stallone im Nachgang zu einem Simic-Freistoss bedeutete den Untergang.

Die Einzelleistung Rippsteins (83.) und Skopljaks schnell abgeschlossener Konter (86.) zum Schlussstand waren lediglich Zugaben.