Fussball
0:2-Rückstand gedreht: Biel überrascht gegen Leader Wohlen

Zur Pause hätte beim 0:2-Rückstand wohl niemand mehr auf Punkte für den FC Biel gewettet. Weil der Challenge-League-Leader aus dem Aargau aber stark abbaute, witterten die Seeländer zu Hause ihre Chance - und hatten sogar den Sieg auf den Füssen.

Peter Renatus
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Nico Siegrist drehte mit Biel einen Rückstand.

Nico Siegrist drehte mit Biel einen Rückstand.

Juri Junkov (Juri Junkov)

Nachdem der FC Biel die letzten fünf Spiele gegen die Aargauer allesamt bei einem Torverhältnis von 22:5 für sich entschieden hatte, schien es diesmal zunächst andersherum zu laufen. Die ohnehin verunsicherten Bieler gerieten bereits nach neun Minuten auf stupide Weise in Rückstand, als jedermann einen harmlosen, flachen 25-Meter-Freistoss passieren und der überraschte Salvi das Leder ins Netz rollen liess.

Ohne viel Aufwand kam Wohlen auch noch zum 0:2, liess man doch Ramizi bei einem Vorstoss grosszügig gewähren und Salvi sicher bezwingen. Die bis anhin harmlosen Seeländer fanden nach vielen Missverständnissen und Fehlzuspielen erst nach einer halben Stunde ins Spiel und setzten mit einem herrlichen Schuss Sejmenovics ans Lattendreieck ein erstes Zeichen. Meist blieb man aber in der gut organisierten 4-2-Gästeabwehr hängen und erarbeitete sich keine reellen Torchancen.

Mit nunmehr zwei Angreifern erhöhte Biel nach der Pause den Druck und kam durch einen herrlichen 30-Meter-Freistoss Peyrettis zum Anschlusstreffer. Und plötzlich war alles anders. Die Seeländer, beflügelt durch das Erfolgserlebnis, drückten Wohlen zunehmend in die Abwehr. Die Selbstsicherheit der Gäste war weg, sie nahmen immer häufiger zu Befreiungsschlägen Zuflucht und mussten in der 67. Minute nach einem neuerlichen Gewaltsschuss Peyrettis aus 28 Metern den verdienten Ausgleich hinnehmen.