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0:2 gegen Ajoie: EHC Olten verliert das fünfte Spiel in Serie

Der Mission Ruhnke/Rötheli droht beim EHC Olten der Schiffbruch. Das neue Trainerduo kassierte in Pruntrut bei Ajoie die sechste Niederlage im siebten Spiel. Das 0:2 gegen Ajoie ist die fünfte Pleite in Serie.

Jürg Salvisberg
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Thomas Kropf: Zwei Gegentore und zwölf Strafminuten

Thomas Kropf: Zwei Gegentore und zwölf Strafminuten

Marcel Bieri

Die Partie in der Ajoie war nur angesichts der milden Wintertemperaturen einigermassen auszuhalten. Denn die zwei Teams boten dem Publikum wenig Erwärmendes. Fehlpassfestivals wechselten sich häufig ab mit chaotischen Kombinationen, an die Stelle eines koordinierten Aufbaus traten oft Sololäufe. Der Faktor Zufall dominierte das Zusammenspiel hüben wie drüben.

Der EHC Olten lancierte die Partie beim Tabellenachten zwar mit viel Elan, aber eben auch einer Prise Konfusion in der Angriffsauslösung. So prallten die im Minutentakt erfolgenden Abschlussversuche bei Ajoie-Goalie Matthias Mischler erfolglos ab. Die weiterhin fehlenden vier verletzten Spieler und der zusätzliche Ausfall von Patric Della Rossa machten die Aufgabe der Gäste nicht leichter. Für den wegen eines Todesfalls in der Familie fehlenden Stürmer übernahm Remo Hirt das Captainamt.

Dank Oltner Ausschlüssen gelang es Ajoie allmählich, ebenfalls ins Spiel zu finden. Lionel D'Urso eröffnete das Skore in der 16. Minute. Einzelaktionen prägten im zweiten Drittel weiterhin das Angriffsspiel der Oltner, bei denen bald nur noch Kropf aus dem Kollektiv herausragte. In der 32. Minute stoppte der Goalie den durchgebrochenen Kanadier James Desmarais. Daneben liess er die Jurassier bei den aussichtsreichsten Schüssen von Topscorer Stéphane Roy und Steven Barras ebenfalls abblitzen.

Die Oltner schafften es auch im Schlussdrittel nicht, jenen Zusammenhang in ihr Spiel zurückzubringen, der ihnen noch die Wende gebracht hätte. Ajoie brachte die drei Punkte durch den Treffer von Desmarais in der 51. Minute ins Trockene, gegen dessen Vorstoss Kropf diesmal keine Chance hatte. Zudem spielten die Gastgeber besser mit den Emotionen als die Oltner, was ihnen in einer dadurch in die Länge gezogenen Partie den Sieg endgültig sicherte.

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