Müller, die ihr Potenzial mit bislang zwei Saisonsiegen demonstriert hat, gehört in Sotschi zusammen mit Fanny Smith zum engsten Kreis der Medaillenkandidatinnen. In Frankreich scheiterte die Weltmeisterin aus der Westschweiz allerdings bereits im Viertelfinal.

Unerfreulich verlief das Rennen der Männer. Nur der in Sotschi ohnehin gesetzte Armin Niederer (10.) überstand die Achtelfinals. Alex Fiva, der sich als Nummer 1 der Schweizer Equipe ebenfalls bereits für die kommenden Winterspiele qualifiziert hat, schirmte in seinem Achtelfinal-"Heat" Conradign Netzer gut ab, bis dem führenden Bündner in der drittletzten Kurve ein entscheidender Fehler unterlief.

Den angestrebten dritten Quotenplatz erreichten die Schweizer nicht - im massgeblichen Ranking der FIS genügen die Positionen 37 und 39 nicht. Nur die Top 32 sind in Sotschi startberechtigt. Nach aktuellem Stand wird Mike Schmid den wichtigsten Wettkampf seit seinen Goldfahrten bei der olympischen Premiere vor vier Jahren verpassen.

Gemäss Nationalcoach Ralph Pfäffli sind aber noch nicht alle Würfel gefallen: "Es könnte sein, dass wir noch nach vorne rücken, weil die Amerikaner und Kanadier nicht alles ausschöpfen im Skicross. Dazu muss womöglich noch ein Australier wegen einer Verletzung passen." Die bereinigten Tabellen liegen erst Anfang nächster Woche vor - erst dann ist Schmids Out amtlich.