Skispringen

Simon Ammann überzeugt mit Platz 14 in Oberstdorf

Daumen hoch: Simon Ammann ist mit seinem Tournee-Auftakt zufrieden.

Daumen hoch: Simon Ammann ist mit seinem Tournee-Auftakt zufrieden.

Simon Ammann gelingt der Auftakt zur Vierschanzentournee nach Mass. Der Toggenburger fliegt in Oberstdorf in den 14. Rang - sein mit Abstand bestes Resultat in diesem Winter.

Die Tüftelei hat sich also doch ausbezahlt. Mit dem überarbeiteten Karbon-Schuh machte der 37-Jährige einen grossen Schritt nach vorne. Der Toggenburger setzte vor 26'000 Zuschauern nach 125 und 126 m auf. Im ersten Umgang hatte er dabei das Duell gegen den Finnen Antti Aalto gewonnen, der in diesem Jahr schon dreimal die Top Ten erreicht hatte.

"Es war noch nicht gerade eine Granate dabei", meinte Ammann durchaus selbstkritisch. Die Zufriedenheit war ihm dennoch ins Gesicht geschrieben: "Ich bin happy, dass ich einen Wettkampf zeigen konnte, der zur Stabilisierung beiträgt." Im zweiten Durchgang habe er ein wenig dem intensiven Programm Tribut gezollt. "Es ist dann schwieriger, beim Absprung gnadenlos durchzustossen. Beim zweiten Sprung habe ich ein wenig geschoben." Zu den Top Ten fehlten Ammann weniger als sieben Punkte oder rund vier Meter. Das Feuer brennt wieder in Simon Ammann. "Ich habe mich anspornen lassen von dieser fantastischen Atmosphäre", sagte er mit leuchtenden Augen.

Zufrieden war auch der Schweizer Skisprung-Chef Berni Schödler: "Das ist ein schöner Start in die Tournee." Ein besonderes Lob hatte er für Simon Ammann parat, von dem er im Continental Cup einen Top-Ten-Platz gefordert hatte, um an die Vierschanzentournee reisen zu dürfen. "Es ist ihm hoch anzurechnen, wie er damit umgegangen ist und wie viel Zeit er rund um die Festtage investiert hat."

Killian Peier - zumindest bis Oberstdorf die Nummer 1 im Schweizer Team - verlor zwar mit 123 m wie erwartet das Duell gegen Kamil Stoch, zog aber als Lucky Loser sicher in den zweiten Durchgang ein. Dort liess er 119 m folgen. In der Endabrechnung resultierte Platz 19 .

Stochs Siegesserie beim Klassiker über den Jahreswechsel riss. Der dreifache Olympiasieger aus Polen liess nicht den 6. Sieg in Serie an der Tournee folgen. Der letztjährige Dominator lag nach Halbzeit im 9. Rang, zum Schluss wurde er Achter.

Der Weltcup-Leader Ryoyu Kobayashi aus Japan hingegen hielt dem Druck stand. Der Asiate sicherte sich mit Flügen auf 138,5 und 126,5 m den bereits fünften Saisonsieg. Die Abstände an der Spitze waren gering. Der Deutsche Markus Eisenbichler und der Österreicher Stefan Kraft auf den weiteren Podestplätzen büssten nicht viel ein. Auch Stochs Rückstand von rund 15 Punkten (umgerechnet 8,5 m) ist noch kein Drama.

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