Ski alpin
Silbermedaille für Lara Gut – Vonn schwer gestürzt

Im Super-G der Damen an der Ski-WM in Schladming fährt Lara Gut hinter Tina Maze auf den 2. Platz und holt die erste Schweizer Medaille. Fabienne Suter landet auf dem 5. Rang. Titelfavoritin Lindsey Vonn stürzte schwer.

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Lara Gut im Super-G in Schladming

Lara Gut im Super-G in Schladming

Keystone

Die Amerikanerin musste mit dem Helikopter von der Piste geborgen werden. Ihre Teamkollegin Julia Mancso verdrängte dann allerdings Fabienne Suter noch vom Podest.

Schladming (Ö). WM-Super-G der Frauen: 1. Tina Maze (Sln) 1:35,39. 2. Lara Gut (Sz) 0,38 zurück. 3. Julia Mancuso (USA) 0,52. 4. Sofia Goggia (It) 0,57. 5. Fabienne Suter (Sz) 0,86. 6. Ilka Stuhec (Sln) 0,89. 7. Daniela Merighetti (It) 0,93. 8. Viktoria Rebensburg (De) 0,94. 9. Andrea Fischbacher (Ö) 1,01. 10. Dominique Gisin (Sz) 1,18. 11. Nicole Schmidhofer (Ö), Elisabeth Görgl (Ö) 1,25. 13. Lotte Smiseth Sejersted (No) 1,46. 14. Marie Marchand-Arvier (Fr) 1,63. 15. Jessica Lindell-Vikarby (Sd) 1,68. Ferner: 19. Fränzi Aufdenblatten (Sz) 1,97. - Ausgeschieden: 1. Lauf: Tina Weirather (Lie), Lindsey Vonn (USA), Maria Höfl-Riesch (De), Anna Fenninger (Ö).

Der Start zum Super-G der Frauen erfolgte erst um 14.30 Uhr. Die Verzögerung von dreieinhalb Stunden zur ursprünglichen Startzeit ergab sich wegen des anhaltenden Nebels.

Lesen Sie hier, wie sich das Rennen entwickelte:

Sofia Goggia fährt als neue Viertplatzierte ins Ziel.

Nadia Fanchini war vor ihrer Doppelknieverletzung eine der besten Super-G-Skifahrerinnen. Heute reicht es nur für Rang 20.

Lena Dürr ist weit zurück bei der zweiten Zwischenzeit und bleibt darum chancenlos.

Nun kommen zwei deutsche Skifahrerinnen: Veronique Horonek startet stark, scheidet dann aber wegen einem unnötigen Fehler aus.

Regina Sterz - die letzte Chance für Österreich, den Super-G zu gewinnen. Sie fährt als beste Österreicherin auf Rang 8.

Die Favoritinnen sind unten beziehungsweise ausgeschieden. Lara Gut noch immer auf Rang 2.

Daniela Merighetti, die Italienerin mit der Startnummer 27 fährt auf rang 6. Das ist ihr bestes WM-Ergebnis bis jetzt.

Die Spanierin Carolina Ruiz Castillo kann bis zur ersten Zwischenzeit mithalten, verliert aber bei der zweiten zu viel Zeit. Sie kommt mit +2.19 ins Ziel.

Marion Rolland ebenfalls keine Konkurrenz für die drei Erstplatzierten: +2.51

Tessa Woley aus Frankreich fährt mit grossem Abstand ins Ziel. Sie hat den Zwischenrang 18.

Auch Ragnhild Mowinkel fährt am gleichen Tor vorbei und scheidet aus. Die Traverse scheint es in sich zu haben.

Julia Mancuso, die US-Amerikanerin ist jetzt auf der Piste. Sie zeigt ein starkes Rennen und fährt auf Rang 3. Fabienne Suter kippt vom Podest, Lara Gut bleibt weiterhin auf Platz 2.

Die Österreicherin Anna Fenninger hat schwierige Sichtverhältnisse und kämpft mit dem Gleichgewicht. Sie fährt aussen an einem Tor durch und scheidet damit aus.

Höfl-Riesch rutscht in einer Kurve und bricht ihr Rennen ab. Der Nebel hat sich wieder verdichtet.

Vonn ist bereits im Spital, während die Deutsche Maria Höfl-Riesch, eine der Favoritinnen mit der Startnummer 20, am Start wartet.

Die Temperatur ist kälter geworden, die Unterlage feuchter. Vielleicht war der Sprung von Vonn deshalb schwieriger.

Vonn wird von einem Rettungs-Helikopter abgeholt. Die Führende Tina Maze zeigt sich derweil betroffen. Auch sie sei von der Höhe des Sprunges überrascht gewesen, sagt sie im live Interview mit dem SRF.

15:16 Uhr: Lindsley Vonn stürzt nach dem Sprung, kurz nach der zweiten Zwischenzeit. Sie verletzt sich vermutlich schwer. Es ist ein Schock für alle. Betroffenes Warten auf den Arzt.

Tina Maze startet mit exakt der gleichen Zwischenzeit wie Lara Gut. Sie baut den Vorsprung aus und fährt auf Rang 1 mit 1:35.39. Die Schweizerinnen Gut und Suter sind jetzt auf Platz 2 und 3.

Fabienne Suter startet mit grossem Rückstand holt aber schnell auf. Die Schweizerin holt sich den zweiten Zwischenrang mit +0.48 auf Lara Gut. Schweizer Doppelführung.

Die Deutsche Viktoria Rebensburg startet mit Nebel, die Bedingungen sind jetzt schwieriger. Mit +56 fährt Rebensburg auf den dritten Zwischenrang.

Nun startet Fränzi Aufdenblatten. Nach Problemen im oberen Pistenabschnitt sucht sie den rechten Kantendruck und verliert weiterhin Zeit. Es fehlt ihr an Dynamik. Sie schliesst mit +1.39 auf dem 12. Zwischenrang.

Leanne Smith aus den USA fährt auf Rang 10.

Lara Gut startet schnell und sicher, sie kommt mit einer halben Sekunde Vorsprung als erste ins Ziel.

Als nächste fährt Tina Weirather aussen am Tor vorbei.

Andrea Fischbacher, Olympiasiegerin fährt schlechter als erwartet ins Schladming-S, endet aber trotzdem auf Platz zwei. Sie verdrängt Dominique Gisin auf Rang 3.

Görgl fährt vor allem im unteren Streckenabschnitt stark und kommt als neue Dritte ins Ziel.

Elisabeth Görgl, die Doppelweltmeisterin ist jetzt auf der Piste.

Curtoni scheint eine gute Linie zu fahren. Sie fährt zweimal über die blaue Linie und kommt mit +00:84 ins Ziel.

Elena Curtoni startet in einer Minute. Bald geht das Rennen weiter.

Dominique Gisin: "Es war nicht so, wie ich mir vorgenommen habe", sagt sie im Interview mit SRF. Die Sicht sei gut gewesen, aber die Unterlage schwierig.

Ein Streckenposten stürzt und muss mit dem Helikopter abgeholt werden. Das Rennen ist nach 8 Fahrerinnen unterbrochen.

Die Bewölkung reisst auf, wird es nun kälter?

Der Schweizerin Favoritin Dominique Gisin fehlen 29 Hundertstelsekunden auf die Führende Ilka Stuhec. Diese lacht übers ganze Gesicht: „Das hätte ich nicht gedacht". Die Sicht auf der Piste sei gut gewesen, der Nebel habe sich gelichtet, sagt sie im Interview mit SRF.

Nun ist Ilka Stuhec gestartet, sie ist schneller als Schmidhofer und übernimmt die Führung mit 1:36:28.

Auch die dritte Fahrerin Marie Marchand-Arvier hat Rückstand auf die Österreicherin: +00:38.

Jessica Lindell-Vikarby folgt, sie verliert im technischen Abschnitt viel Zeit und fährt mit + 00:43 ins Ziel

Schmidhofer ist im Ziel - ihre Zeit: 1:36:64

Die Piste verlangt ein "aktives Skifahren" bis zum Schladminger-S, danach ist feines Fahren nötig.

Die 42. Ski-Weltmeisterschaft geht jetzt los. Nicole Schmidhofer ist gestartet.

Auf 1340 Meter über Meer wartet die Österreicherin Nicole Schmidhofer als erste auf der Startliste auf den Abschluss der Kamerafahrten.

Die Schneeverhältnisse haben sich durch die wärmeren Temperaturen und die höhere Feuchtigkeit verändert.

Das erste der elf Rennen der Ski-Weltmeisterschaft, der Super-G der Frauen, wird in wenigen Minuten starten. Nach viereinhalb Stunden Startverschiebung wird es nun endlich losgehen.

Das Warten hat sich gelohnt: Der Nebel hat sich fast verzogen. Die Renn-Jury bestätigt den Startbeginn um 14:30.

Letzte Chance: Weiter verschieben geht nicht. Können die Skifahrerinnen nicht wie jetzt geplant um 14:30 starten, wird der Super-G der Frauen wohl morgen stattfinden.

Es sieht schlecht aus für die Skifahrerinnen in Schladming. Eine Wetter-Besserung ist noch nicht in Sicht. Die Jury verschiebt die Startzeit ein weiteres Mal um 15 Minuten auf 14:15. Die Wahrscheinlichkeit, dass das erste WM-Rennen heute noch stattfindet sinkt mit jedem Augenblick.

Der Super-G der Frauen hätte um 11:00 Uhr beginnen sollen, doch der Nebel über dem oberen Teil der Piste hat sich noch nicht gelichtet. Nach etlichen Verschiebungen der Startzeit ist das Rennen nun um 14:00 Uhr angesagt. Laut Meteorologen soll es zur gleichen Zeit in Schladming zu regnen beginnen. Wird es später als 14:30, schickt man die Athletinnen für heute zurück ins Hotel.

Die Wetterbedingungen sind immer noch nicht besser. Die ersten Fahrerinnen werden frühstens um 14:00 starten. Wenn das Rennen bis um 14:30 nicht starten kann, wird es vertagt.

Nochmals verschoben: Das Abfahrtsrennen soll nun erst um 13:45 beginnen. Meteorologen sagen, um 14:00 Uhr soll es in Schladming zu regnen beginnen.

Der Nebel hat sich noch immer nicht gelichtet. So verschiebt sich der Start um eine weitere Viertelstunde auf 13:30.

Erneut muss der Start verschoben werden. Neue Startzeit: 13:15

Die Piste ist immernoch im Nebel. Nun soll das Rennen um 13:00 starten. Die letztmögliche Startzeit wäre um 14:30 Uhr.

Erneute Verschiebung der Startzeit: Die erste Athletin wird bis um 12:45 warten müssen.

Jetzt heisst es nochmals warten: Der Start ist erneut verschoben. Um 12:30 soll es los gehen. Die ersten Athleten warten bereits seit einer Stunde oben am Start. Seit kurzem ist auch die Schweizerin Dominique Gisin an der frischen Luft.

Die Strecke ist immer noch sehr neblig.

Der Start wird erneut verschoben. Nun sollen die ersten Skifahrerinnen um 12:15 starten. Auf den Nachmittag ist Regen angesagt.

Die Jury bestätigt den Start. Um 12 Uhr geht das Rennen los. Die erste Fahrerin ist die Österreicherin Nicole Schmidhofer. Erste Schweizerin ist Dominique Gisin mit der Startnummer 8, Lara Gut folgt mit der 13, Fränzi Aufdenblatten mit der 15 und Fabienne Suter kurz darauf mit der Nummer 17.

Der Nebel im oberen und mittleren Teil der Piste verzögert den Start um weitere 15 Minuten auf 11:45 Uhr.

Der Start des Super-Gs wurde wegen Nebel von 11 Uhr auf 11.30 Uhr verschoben.

Die Schweizer Super-G-Fahrerinnen haben heute einen Trumpf im Ärmel. Fabienne Suter. Ein guter Start in die WM wäre aus Schweizer Sicht sehr wichtig. Ein positiver Auftakt hat sich meist fördernd auf den Verlauf von Titelkämpfen ausgewirkt.

Daniele Petrini lächelt und sagt: «Es wird sehr ähnlich, wie im Training.» Der Trainer der Schweizer Speedfahrerinnen wird heute den WM-Super-G der Frauen in Schladming ausflaggen. Das heisst, er bestimmt, wie der Kurs aussieht. Heimvorteil in Österreich also. «Es wird technisch anspruchsvoll, das kommt unseren Athletinnen entgegen.»

Die Fahrerinnen wollen aber nichts wissen von einem Vorteil. Fabienne Suter sagt: «Auf der Piste bin ich ganz alleine, Daniele fährt nicht mit.» Und Dominique Gisin ergänzt: «Im Speedbereich ist vieles ja schon anhand der Streckentopografie vorgegeben. Im Slalom oder Riesenslalom kann ein Trainer speziell stecken und seinen Athletinnen einen wesentlichen Vorteil verschaffen, im Super-G geht das nicht.»

Trotzdem: Zum Nachteil wird es für die Schweizerinnen sicher nicht. «Ich sehe es als psychologischen Vorteil», sagt Frauen-Cheftrainer Hans Flatscher, «die Athletinnen wissen, was sie ungefähr erwarten wird, weil sie im Training schon viele Läufe von Daniele gefahren sind.» Dieser Einschätzung stimmt Fabienne Suter zu. «In der Vorbereitung ist es bestimmt ein Vorteil für uns, wir müssen uns über nichts Gedanken machen, das entlastet.»

Das Wetter als Spielverderber?

Einen weit grösseren Einfluss als die Streckenführung wird heute aber das Wetter haben. Am Montag fielen zuerst grosse Mengen Neuschnee, am Nachmittag begann es zu regnen. Das weichte die Strecke stark auf, und da auch für heute zwar besseres, aber eher warmes Wetter vorausgesagt wurde, muss mit matschigem Untergrund gerechnet werden. Das kommt den Schweizerinnen nicht entgegen.

Lara Gut mag das nicht, ihr kommen harte Pisten entgegen. «Ich darf nicht an den Start stehen und mir sagen, ich wäre lieber wo anders. Das wäre nicht professionell», sagt sie. Ähnlich sehen es ihre Team-Kolleginnen, die in den letzten Tagen bei ähnlichen Verhältnissen die Rennbedingungen simulierten.

Ein guter Start in die WM wäre aus Schweizer Sicht sehr wichtig. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich ein positiver Auftakt oft fördernd auf den Verlauf von Titelkämpfen auswirkte - ein schlechter Beginn aber auch das Gegenteil bewirken konnte. Kombiniert mit den bisherigen Resultaten des Winters - die Frauen waren der Lichtblick in der tristen Bilanz von Swiss-Ski - erzeugt das eine enorme Erwartungslast. «Das muss man ausblenden», sagt Lara Gut. Und auch Fabienne Suter weist den Druck von sich: «In der Vergangenheit waren es auch schon oft die Männer, die es aus Schweizer Sicht richten mussten. Wir geben unser Bestes, mehr können wir nicht tun.»

Cheftrainer Flatscher sieht das etwas anders. «Ein guter Start würde Druck vom Team nehmen. Aber man muss sehen: Jede Athletin fährt für sich selbst und hat eigene Ziele und Träume.» Trotzdem ist der Chef vorsichtig optimistisch, obwohl in dieser Saison erst ein Podestplatz im Super-G zu Buche steht. In St. Anton wurde Fabienne Suter Dritte. «Das macht mich jetzt aber nicht zur Favoritin», wehrt die 28-Jährige ab, «wir haben ein starkes Team.» Auch Flatscher verweist auf die Teamstärke. «Wir sind gut aufgestellt. Doch eine gute Fahrt wird nicht reichen, es braucht einen fehlerfreien Auftritt, dann liegt die Medaille drin.» Ähnliche Töne schlägt auch Fränzi Aufdenblatten, die vierte Schweizerin am Start, an: «Eine Tina Maze kann einfach mal runterfahren und es wird schon zu einer Medaille reichen. Ich brauche kein Wunder, aber eine der besten Fahrten meines Lebens.»

Vonn oder Maze?

Die Favoritinnen sind heute sowieso andere. Lindsey Vonn, die sich von ihren Problemen erholt hat, oder die von Aufdenblatten genannte Slowenin Tina Maze, die grosse Dominatorin des Winters. Oder Anna Fenninger, die Hoffnungsträgerin der Gastgeber. «Der Druck liegt nicht bei uns, das ist ein Vorteil», sagt Lara Gut. «Wenn wir das ausnützen, dann könnte es gut kommen.»

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