Biathlon

Schweizer Frauen treffen nicht

Lena Häcki hatet am Dienstag keinen Grund zum Lachen.

Lena Häcki hatet am Dienstag keinen Grund zum Lachen.

Die Schweizer Frauen müssen im Einzel über 15 km an den Weltmeisterschaften in Antholz eine Niederlage einstecken. Das Quartett verpasste einen Top-25-Platz.

Insbesondere für die Team-Leaderin Lena Häcki ist der 59. Rang eine weitere Enttäuschung, nachdem sie nach einem schwachen Sprint sogar die Verfolgung verpasst hatte. 7 der 20 Scheiben liess die Frau aus Engelberg stehen. Auch Selina Gasparin, in dieser Disziplin 2014 Olympia-Zweite, traf siebenmal nicht (57. Rang). Sogar Aita Gasparin liess die Treffsicherheit vermissen. Nach je einem 10. Rang im Sprint und in der Verfolgung resultierte Platz 27 . Elisa Gasparin musste sogar mit Position 74 Vorlieb nehmen.

Im Einzel drehen die Athletinnen keine Strafrunden, sondern pro Fehlschuss wird eine Minute auf die Laufzeit addiert. Eine ruhige Hand ist deshalb besonders wichtig, denn eine Extraschlaufe wie im Sprint, der Verfolgung und im Massenstart kostet weniger als 30 Sekunden.

Die bisherigen Resultate der Schweizer Frauen - mit Ausnahme von Aita Gasparin - verheissen nichts Gutes im Hinblick auf das eigentliche Schweizer Highlight an dieser WM. Die Frauenstaffel erreichte in diesem Winter dreimal einen Podestplatz. Aber mit den bisherigen Leistungen von Antholz liegt am Samstag eine Medaille nicht drin. "Antholz ist bisher nicht mein Ort. Die Enttäuschung sitzt tief", sagte Häcki. "Aber in der Staffel ist alles möglich, und wir werden kämpfen." Selina Gasparin fügte an: "Irgendwie steckt der Wurm drin. Aber wenn nun die Staffel klappt, werden diese schwachen Leistungen vergessen gehen."

Die Verhältnisse im Schiessstand entsprachen nicht Laborbedingungen, nur eine einzige Läuferin blieb makellos. Von den Top-Läuferinnen kam keine ohne Fehler durch. So liess sich die Lokalmatadorin Dorothea Wierer trotz zwei Strafminuten vor dem tosenden Publikum erneut als Weltmeisterin feiern. Das Poster-Girl der Titelkämpfe hatte bereits am Sonntag in der Verfolgung triumphiert. Wierer hielt die vor ihr gestartete Deutsche Vanessa Hinz um zwei Sekunden in Schach. Marte Olsbu Röiseland aus Norwegen stand auf Platz 3 mit 15 Sekunden Rückstand auch bei ihrem vierten Einsatz auf dem Podest.

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