Sturzfestival
Saisonende für Svindal – Kritik nach Kitzbühel-Abfahrt: «Wollen wir wirklich solche Stürze sehen?»

2. Feuz, 3. Janka! Aber das fantastische Schweizer Resultat und Peter Fills Sieg werden von mehreren spektakulären Stürzen überschattet. Hätte die Hahnenkamm-Abfahrt schon früher abgebrochen werden sollen? Für mehrere Fahrer ist die Saison vorbei.

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Stürze in Kitzbühel
9 Bilder
Einsatzkräfte helfen Georg Streitberger
Stand nach seinem Sturz noch auf: Superstar Aksel Svindal – Die Hiobsbotschaft kommt am Abend: Kreuzbandriss und Saisonende!
Unschöne Bilder: Abtransport von Georg Streitberger
Steven Nyman stürzt
Hannes Reichelt
Spektakulär ist die Abfahrt allemal: Beat Feuz auf seiner schnellen Fahrt
Aksel Lund Svindal
Arnold Schwarzenegger hat trotz Stürze ein Gaudi

Stürze in Kitzbühel

Keystone

Aksel Lund Svindal, Hannes Reichelt und Georg Streitberger: Sie alle stürzen nach der Hausbergkante an der genau gleichen Stelle. Während Reichelt vergleichsweise glimpflich davonkommen, reisst sich Streitberger das vordere Kreuzband, das Seitenband und das Innenband. Der Österreicher wird noch am Samstag operiert.

Und am Samstagabend kommt auch für Speeddominator Aksel Lund Svindal die Hiobsbotschaft: Auch für den Norweger ist die Saison vorbei. Gemäss dem norwegischen Newsportal «VG» zieht er sich wie Streitberger einen Kreuzbandriss zu.

Alle drei Fahrer stürzen an der gleichen Stelle

Alle drei Fahrer stürzen an der gleichen Stelle

ho

Weil sich das Wetter immer weiter verschlechtert, wird das Rennen nach dreissig Fahrern schliesslich abgebrochen. Veranlasst wurde der Abbruch von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. «Ich habe den Renndirektor angerufen und einen Abbruch verlangt», gibt er zu Protokoll.

Schröcksnadel kritisiert: «Wenn Topfahrer wie Reichelt oder Svindal so stürzen, dann ist das nicht normal. Ich bin schon dafür, dass man die Piste im Vorfeld unruhig macht. Gleichzeitig müsste aber das Tempo reduziert werden, sonst wird es bei so schlechter Sicht wie diesmal sehr, sehr gefährlich. Da muss man sich etwas überlegen.»

Auch für die Fahrer, die das Ziel erreicht haben, verkommt das Rennen zur Nebensache: Der Österreicher Vincent Kriechmayer meint: «In Anbetracht der Umstände kann ich mit meinem siebten Platz ganz zufrieden sein. Unten habe ich nicht mehr ganz riskiert. Es ist natürlich schwer, wenn du Teamkollegen stürzen siehst.»

Auch Beat Feuz zeigt sich erleichtert, dass er das Ziel gesund erreicht hat: «Kitzbühel ist so brutal. Ich war heilfroh, als ich im Ziel war. Solche Stürze sind nicht schön. Das trübt das Ganze sicherlich, es sind drei Topleute gestürzt», meint der Schangnauer.

Feuz wird Zweiter und mit Carlo Janka auf Rang 3 flankiert noch ein Schweizer den Südtiroler Peter Fill auf dem Siegerpodest.

«Iceman» Janka kommentiert die Bedingungen gewohnt kurz: «Es gibt schwierig und extrem. Heute war es extrem.»

Wenn man sich die drei Stürze ansieht, muss man trotz allem froh sein, dass es nicht zu schlimmeren Verletzungen gekommen ist.

Twitter-Reaktionen

Nicht nur die Fahrer äussern sich zu den vielen Unfällen. Auch auf Twitter ist eine hitzige Diskussion über die Bedingungen und den Zeitpunkt des Abbruchs entbrannt.

Die Stürze

Aksel Svindal

Hannes Reichelt

Georg Streitberger

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