Alpine Kombination

Mit dem Helikopter pünktlich an den Start – die alpine Kombination in Wengen einmal anders

Mauro Caviezel muss einen starken Auftritt im Slalom hinlegen, will er eine Chance haben.

Wegen Neuschnees wurde das Programm der heutigen alpinen Kombination in Wengen umgestellt. Damit der straffe Zeitplan eingehalten werden kann, kommen einige der Starter in den Genuss eines Helikopterfluges. Wieso sich vor allem Niels Hintermann darüber freuen kann und wie es um die Chancen von Caviezel, Janka und Co. steht.

Bei Niels Hintermann dürfte die Nachricht, dass das Programm der alpinen Kombination heute in Wengen aufgrund von Neuschnee umgestellt wurde und der Slalom vor der Abfahrt gefahren wird, ganz besondere Erinnerungen wecken.

Als dies vor zwei Jahren ebenfalls so gemacht wurde, siegte der Zürcher sensationell. Eine Wiederholung des Coups wäre dennoch eine grosse Überraschung. Für die Organisatoren ist die Umstellung eine logistische Herausforderung. Damit für die Abfahrt am Nachmittag ab 14 Uhr genügend Licht für alle Starter vorhanden ist, muss das Programm zwischen den Läufen straff sein. So werden die ersten 30 Starter zur Abfahrt nach der Besichtigung mit dem Helikopter zurück zum Start geflogen.

Eine Schweizer Erfolgsgeschichte

Die Kombination ist eine Schweizer Erfolgsgeschichte. 2017 an der Heim-WM in St. Moritz wurde Luca Aerni Weltmeister und Mauro Caviezel gewann Bronze. Beide stehen heute am Start. Allerdings muss sich Aerni in der Abfahrt steigern, um eine Chance zu besitzen. Caviezel hingegen braucht einen starken Auftritt im Slalom am Morgen (10 Uhr). Gleiches gilt für
Carlo Janka, der die Kombination in Wengen schon zweimal gewonnen hat (2009 und 2015) und zusätzlich dreimal auf dem Podest stand. «Ich habe ein paar Tage Slalom trainiert. Allerdings nicht allzu intensiv», sagt er.

Zurück zu Hintermann. Nachdem der 23-Jährige im vergangenen Winter aufgrund von Schulterproblemen keine Rennen bestreiten konnte, belegte er in diesem Winter bereits dreimal den 14. Platz in der Abfahrt. Damit ist er auf dem Papier nach Beat Feuz und Mauro Caviezel der beste Schweizer Abfahrer, und er hat die Selektionskriterien für die WM im Februar in Schweden bereits erfüllt. «Mein Fokus liegt auf den kommenden Aufgaben mit den Abfahrten in Wengen und Kitzbühel. Aber wenn mich die Trainer nach Are mitnehmen wollen, dann gehe ich sehr gerne», sagt er. 

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