Marcel Hirscher verwies den Franzosen Victor Muffat-Jeandet und den Norweger Henrik Kristoffersen auf die Plätze 2 und 3 und feierte seinen 33. Weltcupsieg, den 15. im Riesenslalom. Damit ist er schon jetzt, als erst 26-Jähriger, vor Hermann Maier und Benjamin Raich Österreichs erfolgreichster Riesenslalom-Fahrer. Und er steht nun auf einer Höhe mit Alberto Tomba, der es ebenfalls auf 15 Siege im Riesenslalom gebracht hatte.

Hirscher hatte schon im ersten Lauf seine gefährlichsten Gegner eingebüsst. Denn der Amerikaner Ted Ligety, der in Beaver Creek letzten Winter Weltmeister geworden war und hier fünf der letzten sechs Weltcup-Riesenslaloms gewonnen hatte, schied erstmals seit Januar 2014 in seiner stärksten Disziplin wieder aus. Neben Ligety kamen aber auch die Franzosen Thomas Fanara, beim Saisonstart in Sölden hinter Ligety und vor Hirscher noch Zweiter, und Alexis Pinturault nicht ins Ziel. Mit dem zweitplatzierten Muffat-Jeandet schaffte es aber dennoch ein Franzose aufs Podium. Der 26-jährige aus Aix-les-Bains stand bisher im Riesenslalom mit 5. Plätzen als Bestmarke zu Buch.

Gino Caviezel konnte sich nach einem enttäuschenden ersten Lauf, der ihm als 29. nur knapp die Qualifikation für den zweiten Durchgang eingetragen hatte, markant steigern. Der 23-jährige Bündner verbesserte sich dank zweitbester Laufzeit um 18 Positionen und wurde Elfter. Den umgekehrten Weg ging dagegen Justin Murisier. Der Walliser, der sich erst Ende Oktober nach einem Meniskus-Abriss im rechten Knie einer Arthroskopie unterzogen hatte, war im ersten Lauf auf den überraschenden 13. Platz gefahren. Danach aber fiel Murisier noch auf Rang 24 zurück. Der Prättigauer Manuel Pleisch, der dritte Schweizer im zweiten Lauf, belegte den 26. Schlussrang.