Ski alpin
Lindsey Vonn nach Horrorsturz: «Ich werde 2014 in Sotschi dabei sein»

Kreuzbandriss, Bänderriss, Fraktur am Schienbeinkopf: Der schwere Sturz von Lindsey Vonn im WM-Super-G in Schladming schockiert ihre Kolleginnen. Die Anteilnahme ist gross. Das rückt anderes in den Hintergrund.

Martin Probst, Schladming
Merken
Drucken
Teilen
Der Moment des Schreckens: Lindsey Vonn stürzt im Super-G.

Der Moment des Schreckens: Lindsey Vonn stürzt im Super-G.

Die Liechtensteinerin Tina Weirather hätte am Dienstag Geschichte schreiben können. Mit einem Sieg im Super-G wäre sie die erste Athletin in der Geschichte gewesen, die am gleichen Ort WM-Gold holt wie ein Elternteil. Papa Harti Weirather hatte 1982 in Schladming die WM-Abfahrt gewonnen. Doch die 23-Jährige verpasst auf der Piste ein Tor – aus der Traum. «Freud und Leid liegen eng beieinander. Vor allem über 100km/h. Ich bin enttäuscht – aber es gibt Tage, da ist gesund zu bleiben auch etwas Wert. Gute Besserung Lindsey.»

Der schwere Sturz von Lindsey Vonn schockiert die Ski-Welt: Kreuzbandriss, Bänderriss, Fraktur am Schienbeinkopf. Die Saison für die 28-jährige Amerikanerin ist zu Ende. Eventuell droht sogar das Karrierenende. Sie selbst will daran aber noch nicht denken: «Ich werde 2014 in Sotschi an den Olympischen Spielen dabei sein.»

Vonn soll Anfang der kommenden Woche in Vail, Colorado (USA) operiert werden. Dies teilte US-Teamarzt William Sterett mit, der den Eingriff selber vornehmen wird. Vonn kehrte nach ihrem schweren Sturz am Dienstagabend aus dem Schladminger Spital ins Teamhotel zurück.

Anna Fenninger, die grosse österreichische Medaillenhoffnung, fuhr wie Tina Weirather an einem Tor vorbei. Die Falschfahrerin stürzte Österreich ins Tal der Tränen. Fehlstart an der WM. Die 23-Jährige war zwar enttäuscht, sagt aber auch: «Wieder einmal ist an Tagen wie diesen alles relativ.» Hauptsache, gesund.