Ski-WM

Fan-Empfang am Flughafen: «King-Küng» kommen fast die Tränen

Empfang am Flughafen: Gold-Küng zurück in der Schweiz.

Empfang am Flughafen: Gold-Küng zurück in der Schweiz.

Patrick Küng ist wieder da! Rund 300 Fans empfingen den frischgebackenen Glarner Abfahrts-Weltmeister am Dienstagnachmittag in Zürich-Kloten. Dieser war sichtlich gerührt.

Der Triumph in der Abfahrt am vergangen Samstag von Patrick Küng ist uns allen noch in bester Erinnerung. Küng zeigte auf der anspruchsvollen «Birds of Prey» eine fehlerfreie Fahrt und setzte sich verdient gegen die Crème de la Crème des Skisports durch. Mit diesem Weltmeistertitel beendete er eine 18-jährige Schweizer Durststrecke in dieser Disziplin. 1997 war Bruno Kernen der letzte Schweizer, der die WM-Abfahrt für sich entscheiden konnte.

Die Ankunft des bodenständigen Glarners war für 13:25 Uhr geplant. Eine grosse Menschenmenge sorgte bereits am Mittag für eine ausgelassene Stimmung am Flughafen Zürich-Kloten. Fanclub, Familien, Geschäftsleute und Familienangehörige erwiesen dem frischgebackenen Weltmeister die Ehre.

Viele sind mit einem «Weltmeister Patrick Küng»-Shirt angereist. Remo, Cousin von Küng, hat mit der ganzen Familie vor dem Fernseher mitgefiebert. «Als Päde mit Bestzeit ins Ziel kam bin ich aufgesprungen. Nach dem Triumph haben wir im Sportzentrum in Filzbach gefeiert.»

«Unbeschreiblicher» Empfang

Um 13:41 Uhr ist es dann soweit. «King Küng» betritt die Ankunftshalle 1. Die Menschenmenge jubelt, schwenkt Fahnen und Kuhglocken. Der Weltmeister zeigt seine Goldmedaille in die Kameras. Überwältigt vom Empfang sagt er: «Unglaublich, ich weiss das ich super Fans habe, aber so viele Anhänger hatte ich nicht erwartet».

Rosen, Fahnen, Kuhglocken: Die Fans am Flughafen Zürich waren ausser sich, als Ski-Star in die Empfangshalle trat. Sie hoben Patrick Küng gar auf einen Ski-Thron. Der Glarner bekam ob all diesen Jubels feuchte Augen. «Ich bin nahe am Wasser gebaut», sagte der Abfahrts-Weltmeister dazu. «Unbeschreiblich», fand er den lautstarken Empfang in der Schweiz. 

Auf einem Ski Thron wird Küng durch die Menschenmenge getragen. Ciril, Mitglied im Fanclub von Küng, ist begeistert: «Ich habe immer an Päde geglaubt, er hat es allen gezeigt.» Auch Paul, der wie Küng aus Filzbach kommt, ist überwältigt. «Eine sensationelle Leistung. Nach einem guten Start in die Saison war er nach einigen Ausfällen verunsichert. Aber an der WM hat es geklappt, einfach fantastisch.»

Zweiter Empfang in Glarus

Küng ist mittlerweile im Kamera-Meer verschwunden. Angesprochen auf den weiteren Verlauf im Weltcup sagt er angriffslustig: «Nach dem WM-Titel bin ich noch motivierter, jetzt will ich erst recht Gas geben. Aber jetzt muss ich das Ganze erst einmal realisieren, das wird noch eine Weile dauern.» Der Glarner wirkte gelöst, strahlte in die Kameras. Nach dem Interview-Marathon nahm sich Küng viel Zeit für seine Fans. Autograme schreiben, für Fotos posieren oder ein kurzes Gespräch, der 31-Jährige war sich für nichts zu schade.

Unter «Päde, Päde»-Rufen verliess der erschöpfte Weltmeister schliesslich den Flughafen. Lächelnd winkte er noch ein letztes Mal seinen Fans zu. Einige Stunden später ging es in seiner Heimat Glarus Nord/Näfels gleich weiter. Auch die Kinder von Glarus Nord waren dabei, als das Glarnerland Küng euphorisch empfing. Sie erhielten einen freien Nachmittag um die Hausaufgaben zu erledigen, damit sie am Abend ihren Päde gebührend feiern konnten.

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