"Natürlich war die Piste sehr weich, aber es ging doch ganz gut mit Fahren. An einigen Stellen habe ich die Linie schon gut erwischt, an anderen war ich weit im Neuschnee. Ich habe sicher noch Reserven", sagte Défago, der nach dem im September 2010 erlittenen Kreuzbandriss vor seinem Speed-Comeback im Weltcup steht.

Unmittelbar hinter dem Abfahrts-Olympiasieger, der mit 0,69 Sekunden Rückstand auf Baumann Zehnter wurde, reihten sich gleich drei weitere Schweizer ein. Die letztjährigen Swiss-Ski-Abfahrtssieger Didier Cuche, Silvan Zurbriggen und Beat Feuz verloren wie Défago ebenfalls weniger als eine Sekunde auf Baumanns Bestzeit.

Ambrosi Hoffmann durfte als 15. ebenfalls zufrieden sein (1,19 zurück). Knapp anderthalb Sekunden büsste Carlo Janka ein (21.). Der Bündner hatte seine Rückenschmerzen dank intensiver Therapie in den letzten Tagen im Griff.

Weil die Strecke in den Rocky Mountains der kanadischen Provinz Alberta nach den heftigen Schneefällen vom Vortag nicht ganz perfekt hergerichtet war, sind die Ergebnisse eher mit Vorsicht zu geniessen. Auf gewissen Teilen der Piste lag am Mittwochabend bis zu einem Meter Neuschnee.

Lake Louise, Alberta (Ka). Erstes Training zur Weltcup-Abfahrt der Männer vom Samstag: 1. Romed Baumann (Ö) 1:49,12. 2. Adrien Théaux (Fr) 0,03 zurück. 3. Klaus Kröll (Ö) 0,16. 4. Peter Fill (It) 0,21. 5. Erik Guay (Ka) 0,23. 6. Joachim Puchner (Ö) 0,37. 7. Jan Hudec (Ka) 0,46. 8. Yannick Bertrand (Fr) 0,56. 9. Aksel Svindal (No) 0,66. 10. Didier Défago (Sz) 0,69. 11. Didier Cuche (Sz) 0,72. 12. Silvan Zurbriggen (Sz) 0,81. 13. Beat Feuz (Sz) 0,84.

Ferner: 15. Ambrosi Hoffmann (Sz) 1,19. 21. Carlo Janka (Sz) 1,49. 27. Patrick Küng (Sz) 1,76. 31. Tobias Grünenfelder (Sz) 2,14. 34. Daniel Albrecht (Sz) 2,20. 46. Vitus Lüönd (Sz) 2,84. 50. Sandro Viletta (Sz) 3,12. 64. Marc Gisin (Sz) 4,07. - 85 Fahrer am Start und klassiert