Sportler und Social Media
Schalke führt Twitter- und Facebook-Regeln für Spieler ein

Immer wieder sorgen unüberlegte Äusserungen von Profi-Sportlern in den sozialen Medien für Aufruhr. Zahlreiche Skandale wurden so schon losgetreten. Nun versucht der Fussball-Bundesligist Schalke 04 dem mit neuen Regeln einen Riegel zu schieben.

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Michel Morganella hätte an Olympia 2012 Social-Media-Regeln brauchen können

Michel Morganella hätte an Olympia 2012 Social-Media-Regeln brauchen können

Keystone

Der Fussball-Bundesligist Schalke 04 führt Social-Media-Regeln für seine Profis ein. «Da wird sich etwas ändern. Wir werden Verhaltensregeln für alle Beteiligten einführen», sagte Trainer Roberto Di Matteo bei einem Medientermin zum Auftakt des neuen Jahres. In der Hinrunde hatten Einträge von Spieler auf Facebook und auch Twitter beim Champions-League-Achtelfinalisten mehrmals für Unruhen gesorgt.

Daraus will man bei den «Knappen» nun lernen und dem Ganzen einen Riegel schieben. Auch in der Schweiz gab es in den vergangenen Jahren den einen oder anderen Misstritt eines Profis in den sozialen Medien.

Morganellas Misstritt 2012

Den krassesten Ausrutscher leistete sich Michel Morganella während des Fussballturniers an den Olympischen Sommerspielen im Jahr 2012. «Ich könnte alle Südkoreaner verprügeln. Geht euch alle abfackeln», postete Morganella nach der 1:2-Niederlage mit der Schweiz gegen Südkorea 1:2 auf Twitter.

Die Konsequenz: Morganella musste kurz darauf auf Anweisung von Swiss Olympic vorzeitig aus London abreisen. Er war nach seinem Tweet für die Schweizer Delegation nicht mehr tragbar. Zumindest scheint Morganella aus den Vorfällen von Olympia 2012 gelernt zu haben, auf Twitter ist jedenfalls kein Account auf den Namen des heutigen Spielers der US Palermo mehr zu finden.

Auch beim Schweizerischen Fussballverband reagierte man auf den Eklat und schuf dafür gar eine 50-Prozent-Stelle. Vor der WM in Brasilien erhielt jeder Spieler ein fünfseitiges Dokument mit Weisungen zum Umgang mit Social Media.

Granit Xhaka und das Skandalspiel Serbien - Albanien

Noch etwas präsenter dürfte die Verfehlung des Schweizer Nationalspielers Granit Xhaka sein. Im Nachgang der Ausschreitungen in der EM-Qualifikation zwischen Albanien und Serbien, wo sein Bruder Taulant als albanischer Nationalspieler mittendrinn war, goss Granit Xhaka noch Öl ins Feuer.

Auf Instagram veröffentlichte er folgenden Eintrag: «Das zeigt die albanische Stärke. Wir gedenken des Kampfs von Adem Jashari.» Das und weitere Facebook-Einträge auf Granit Xhakas Namen, die allerdings nicht von seinem offiziellen Profil stammten und deshalb als Fake-Einträge zu betrachten sind, sorgten im Herbst für heftige Diskussionen.

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