Australian Open
Roger Federer bezwingt Tomas Berdych und steht im Halbfinal

Roger Federer bezwingt den Tschechen Tomas Berdych im Viertelfinal der Australian Open souverän in drei Sätzen 7:6, 6:3, 6:4 und trifft im Halbfinal auf den 21-jährigen Südkoreaner Hyeon Chung.

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Federer besiegt Berdych in drei Sätzen und zieht ins Halbfinal ein.
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Federer gewinnt souverän, im Halbfinal trifft er auf den 21-jährigen Südkoreaner Hyeon Chung.
Australian Open 2018, Viertelfinale, Federer vs. Berdych
Im Viertelfinale der Australian Open trifft Roger Federer auf Tomáš Berdych.
Der 32-jährige Tscheche fordert den Maestro im ersten Satz ausserordentlich stark.
Doch dank einer beispiellosen Aufholjagd sichert sich Federer den ersten Satz mit 7:6.
Berdych kann es nicht glauben: Der Tscheche verliert den ersten Satz gegen Federer trotz seines erst riesigen Vorsprungs.
Nach dem etwas holprigen Start hat Federer sein Rezept gegen Berdych gefunden. Er holt auch den zweiten Satz mit 6:3 ins Trockene.
Der Tscheche kämpft wie ein Löwe, findet aber kein Mittel gegen Federer.
Auch im dritten Satz spielt der Schweizer souverän ...
... und zieht mit 7:6, 6:3 und 6:4 ins Halbfinale ein.
Dort trifft er am Freitag auf den 21-jährigen Südkoreaner Chung Hyeon (ATP 58). Es wird das erste Duell zwischen den beiden sein.

Federer besiegt Berdych in drei Sätzen und zieht ins Halbfinal ein.

Vincent Thian

Am Ende war es wie immer in Melbourne, wenn sich Federer und Berdych gegenüberstanden: Der Schweizer siegte auch im fünften Vergleich der beiden in Down Under. Nicht so klar wie im Vorjahr, als er Berdych in der 3. Runde nur zehn Games überlassen hatte, aber letztlich doch souverän.

Das Rebreak zum 2:2 im dritten Satz konterte der 36-jährige Baselbieter mit einem weiteren Servicedurchbruch und brach damit den Widerstand des 32-jährigen Tschechen endgültig. Nach 2:14 Stunden verwertete er den ersten Matchball mit einem Aufschlagwinner.

Knapp zwei Stunden zuvor hatte nur wenig auf den klaren Sieg Federers hingedeutet. Dem Weltranglisten-Zweiten missglückte für einmal der Start in eine Partie komplett. Sein erstes Aufschlagspiel musste Federer gleich abgegeben, nach gut zehn Minuten lag er 0:3 zurück. Zwar fand der Titelverteidiger den Rhythmus bei eigenem Service schnell und reduzierte die Fehlerzahl in seinem Spiel, als wegweisend erwiesen sich aber die Geschehnisse im neunten Game.

Federer erspielte sich bei Aufschlag Berdychs zwei Breakchancen und nahm bei der ersten eine Challenge. Das Hawk-Eye gab ihm laut Schiedsrichter nicht recht, die Anzeige im Stadion funktionierte allerdings nicht. Dass ihm deswegen die letzte Chance im Satz genommen wurde, auf das elektronische Hilfsmittel zurückzugreifen, nervte den Schweizer, der sich für einmal auf eine Diskussion mit dem Schiedsrichter einliess. "Ich war frustriert und etwas wütend", gab Federer danach zu.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt war der Schweizer allerdings endgültig im Spiel angekommen. Zwar musste er im besagten neunten Game einen Satzball Berdychs abwehren, bevor er das Break schaffte, doch sein Spiel erreichte nun wieder das gewohnte Niveau – auch wenn sich dem Tschechen bei 6:5 als Rückschläger noch einmal eine Chance zum Satzgewinn bot. Doch Federer verhinderte erneut seinen ersten Satzverlust in diesem Turnier und schaltete im Tiebreak noch einmal einen Gang höher. Er entschied die Kurzentscheidung mit 7:1 für sich.

"Der erste Satz war der Schlüssel zum Sieg", sagte Federer. Danach folgte seine nächste Gala an diesem Turnier. Was Berdych auch probierte, sein Widersacher hatte fast immer die bessere Antwort. Ob mit der Vorhand, der Rückhand, am Netz oder mit einem Stopp, Federer packte einige Zauberschläge aus und begeisterte die Zuschauer in der Rod Laver Arena einmal mehr.

Noch immer ist er in diesem Jahr im Melbourne Park ohne Satzverlust, nachdem er im Vorjahr bei seinem Weg zum Titel mehrmals über fünf Sätze gehen musste. "Ich bevorzuge den diesjährigen Weg", sagte Federer mit einem Lachen. Er stehe am Morgen besser auf.

Im Halbfinal trifft er auf den Südkoreaner Chung Hyeon (ATP 58), gegen den er noch nie gespielt hat. Er habe den 21-Jährigen noch nicht allzu oft spielen gesehen, sagte Federer. "Aber es ist gut, dass es neue Gesichter gibt."

Federer ist der Einzige der alten Garde, der den Einzug in die Halbfinals geschafft hat. Spätestens nach dem Ausscheiden von Rafael Nadal ist der Titelverteidiger auch der ganz grosse Favorit auf den Titel in diesem Jahr.

Lesen Sie das Spiel hier im Liveticker nach:

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