Die Langläuferin Selina Haas meldet sich mit guten Resultaten zurück

Die Marbacherin Selina Haas dominiert beim Schrattenlauf in Sörenberg das Frauenfeld der U18/U20.

Roland Bösch
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Die Marbacherin Selina Haas läuft wie immer beim Heimrennen auf dem Salwideli auf das Podest.

Die Marbacherin Selina Haas läuft wie immer beim Heimrennen auf dem Salwideli auf das Podest.

Bild: Urs Steger (Campra, 5. Januar 2020)

Die 17-jährige Selina Haas setzte ihre Serie beim Schrattenlauf fort. Seit Selina Haas 2011 zum ersten Mal an den Start des vom Skiclub Marbach organisierten Rennens ging, stand sie immer auf dem Podest. In diesem Jahr ging sie als Siegerin der U18/U20-Kategorie hervor und war somit hinter der Tagessiegerin Maria Christen aus Hospental die zweitschnellste Frau des Tages. Der Bauerntochter spielt es dabei keine Rolle, ob der Anlass in Marbach oder wie in diesem Jahr am Ersatzort Salwideli stattfand. Das Langlaufgebiet oberhalb von Sörenberg kennt sie von den zahlreichen Trainings in dieser Saison bestens. «Es ist ein aussergewöhnlicher Winter. Wir haben gut Mitte Januar und die Loipen in Marbach konnten noch nie gespurt werden», erklärt Selina Haas.

Die laufende Saison ist für die Schülerin des Gymnasiums Plus in Schüpfheim etwas Aussergewöhnliches, da sie die ganze letzte Saison auslassen musste. Haas war eine der beiden Schwerverletzten beim tragischen Postautounfall im Oktober 2018 in Escholzmatt. Ein offener Oberarmbruch liess keine Rennen zu. Das erste Jahr bei der U18 fiel ins Wasser.

Erster Sieg in der Kategorie U18/20

Der 30. November 2019 stellte für Selina Haas deshalb eine Art Meilenstein in ihrer Karriere dar. Im Rahmen des ersten Swiss-Cup Rennens der Saison bestritt die Athletin aus dem Amt Entlebuch ihr erstes FIS-Rennen. «Die Ausgangslage im Wallis war für mich nicht so einfach. Ich lief nach anderthalb Jahren das erste Rennen.» Es resultierte der 53. Rang im Sprint und der 40. Platz im klassischen Rennen über 7,5 Kilometer. Dennoch blickt Selina Haas versöhnlich auf dieses erste FIS-Wochenende zurück: «Es war streng. Doch nach den ständigen Trainings habe ich gespürt, wie viel Spass mir das Laufen von Rennen macht.»

Für Selina Haas folgten im Dezember zwei weitere Rennen im Rahmen des ZSSV-Concordia-Langlaufcup, wobei sie beim Weihnachtslanglauf erstmals in dieser Saison die U18/U20 Kategorie für sich entscheiden konnte. Von Rennen zu Rennen lief es Selina Haas besser. Anfang Januar in Campra folgten die nächsten beiden Premieren für die Athletin des Zentralschweizer Schneesportverbandes. Selina Haas trat bei einem Continentalcup-Rennen an und bestritt erstmals ein Rennen über die Distanz von 10 Kilometer. Auf den ersten Blick ist bei Selina Haas als 44. im Sprint und 38. im Distanzrennen keine grosse Veränderung gegenüber den Rennen im Goms auszumachen. Der Teufel liegt im Detail oder wie Selina Haas es auf den Punkt bringt: «Gegenüber Anfang Saison konnte ich mich bereits klar steigern. Dies zeigt auch der Vergleich mit zahlreichen gleichaltrigen Schweizerinnen.» Solche Erfolgserlebnis tun gut und geben Sicherheit. Die Marbacherin will sich in Absprache mit ihrem Trainer Christian Stebler Zeit lassen mit dem Aufbau.

Vitamin-D-Mangel im Spitzensport

Eine klare Zielvorgabe hingegen hat Selina Haas seit kurzem am Gymnasium, das sie im Sommer 2021 abschliessen will. Die 17-Jährige musste den Projektplan für die im Oktober 2020 zu Ende gehende Maturarbeit abgeben. Es warten nun neun spannende Monate in welcher Selina Haas der Thematik «Vitamin-D-Mangel im Leistungssport» auf den Grund geht. Haas hofft, selber davon profitieren zu können: «Obwohl ich regelmässig an der Sonne bin, weise ich einen entsprechenden Mangel auf.»