Unihockey
Zwei weitere Niederlagen: Ad Astra Sarnens Playoff-Chancen schwinden

Ad Astra Sarnen gibt ein Lebenszeichen von sich, verpasst es aber zweimal, sich mit Punkten zu belohnen.

Melk von Flüe
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Der Sarner Jens Sommerhalder (rechts) im Zweikampf mit dem St.Galler Markus Wellauer.

Der Sarner Jens Sommerhalder (rechts) im Zweikampf mit dem St.Galler Markus Wellauer.

Bild: Dominik Wunderli (Sarnen, 7. November 2021)

Die Spieler von Ad Astra Sarnen mussten sich spät am Sonntagabend vorkommen wie im falschen Film. Soeben hatten sie die Partie gegen Waldkirch-St. Gallen mit 3:4 verloren – ein Déjà-vu der bitteren Sorte. Denn bereits das Auswärtsspiel tags zuvor in Uster endete auf die gleiche, unglückliche Art und Weise. In Uster kassierten die Sarner in der 43. Minute das entscheidende 3:4 (und dann noch zwei Gegentore ins verlassene Gehäuse), im Heimspiel gegen St. Gallen fiel das 3:4 in der 45. Minute. Darauf fand Ad Astra beide Male keine Antwort mehr.

«Wir waren einfach zu blöd, um uns selbst zu belohnen»,

fasste Jens Sommerhalder das Wochenende zusammen.

Während der Sarner Angreifer am Samstag noch ein schläfriges Spiel gesehen hatte, sei im Heimspiel mehr Energie vorhanden gewesen. Indes: Punktezuwachs gab es trotzdem nicht. «Wir müssen nun einfach dranbleiben. Dann fallen auch bei uns mal die 50:50-Chancen rein, die bei Waldkirch-St. Gallen diesmal reingegangen sind», übte sich Sommerhalder trotz des Null-Punkte-Weekends in Optimismus. Und dies nicht ohne Grund: Die Leistungen der Sarner stimmten, sie hielten die Partien jeweils lange offen, die Chancen für etwas Zählbares waren da. Aber eben, die Belohnung für die guten Leistungen fehlte.

Achte Niederlage in Serie

Dabei war es ein wegweisendes Wochenende für Ad Astra Sarnen: Die zwei Direktbegegnungen im Strichkampf standen wenige Tage nach der überraschenden Freistellung von Trainer Mikael Öhman auf dem Programm. Das Team zeigte denn auch eine Reaktion auf die Kanterniederlagen, die es zuletzt abgesetzt hatte. Dennoch resultierten die Niederlagen 7 und 8 in Folge in der Meisterschaft. Ad Astras Rückstand auf die Playoffplätze beträgt nun bereits sieben Punkte und mehr. Die Chancen auf die Playoffs schwinden zunehmend. Wahrscheinlicher ist, dass Sarnen im Frühling gegen den Abstieg kämpfen muss.

Mit ein Grund für die Niederlagen gegen Uster und Waldkirch-St. Gallen war einmal mehr das erfolglose Powerplay. In Uster resultierte aus drei Überzahlsituationen kein Tor, gegen St. Gallen sogar aus vier. Die Ostschweizer hingegen münzten ihr einziges Powerplay in ein Tor um.

«Das Powerplay ist definitiv eine Baustelle»,

gab Jens Sommerhalder zu. Es wies aber darauf hin, dass es durch den Trainerwechsel zu Umstellungen kam und dass am Sonntag mit Erik Oweling ein wichtiger Spieler im Powerplay krankheitshalber fehlte.

Noch nicht geklärt ist, wer in Zukunft die Geschicke des Sarner NLA-Teams leitet. Eine Option ist gemäss Ad-Astra-Präsident André Küchler, dass Interimscoach Magnus Hedlund das Zepter definitiv übernimmt. Der zweite Interimscoach, Michal Rybka, wird sich wohl wieder auf seine Rolle im Nachwuchs Ad Astras konzentrieren.

Die schwedischen Spieler kämpfen vorbildlich

Voll zum Club steht die schwedische Spieler-Fraktion der Obwaldner – auch nach der Freistellung ihres Landsmanns Öhman, der mitverantwortlich war, dass das Quartett nach Sarnen gekommen ist. Dies war auch in den Partien vom Wochenende zu sehen: Ad Astras Schweden setzten nicht nur offensiv viele Akzente, sondern kämpften auch vor dem eigenen Tor vorbildlich. Ausländer in Bestform wird Ad Astra auch brauchen, um bald aus dem Negativstrudel herauszukommen.

Sarnen – Waldkirch-St. Gallen 3:4 (1:0, 2:3, 0:1)
Dreifachhalle. – 223 Zuschauer. – Tore: 8. Rudd (Hagert) 1:0. 23. Forslind (Hagert) 2:0. 30. Chiplunkar (M. Schiess/Ausschluss Odermatt) 2:1. 33. C. von Wyl (Rudd) 3:1. 39. Moser (Mittelholzer) 3:2. 40. Veteläinen (M. Schiess) 3:3. 45. Anghern (Zahner) 3:4. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Sarnen, 4-mal 2 Minuten gegen St. Gallen.
Ad Astra: Britschgi; Cornel von Wyl, Hagert; Höltschi, Läubli; Burri, Ming; Rudd, Sommerhalder, Forslind; Odermatt, Basil von Wyl, Furrer; Durrer, Dubacher, Bitterli; Boschung.
Bemerkungen: Ad Astra ohne Oweling (krank), Schöni (verletzt), Amrein, Durot, Kramelhofer und Rüegger (alle Ersatz).

Uster – Sarnen 6:3 (1:1, 2:1, 3:1)
Buchholz. – 239 Zuschauer. – Tore: 3. Läubli (Dubacher) 0:1. 11. Homberger (Klöti) 1:1. 32. (31:48) Schmid (Doza) 2:1. 32. (31:55) Kulmala (Bolliger) 3:1. 33. Rudd (Oweling) 3:2. 41. Forslind (Oweling) 3:3. 43. Prazan (Schmid) 4:3. 60. Zimmermann (ins leere Tor) 5:3. 60. Doza (Bolliger/ins leere Tor) 6:3. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Uster; 2-mal 2 Minuten gegen Sarnen.

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