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Sandro Marini in Goldau entlassen, Assistent Ivo Bürgi übernimmt für ein Spiel

Sandro Marini ist nicht mehr Trainer des SC Goldau. Der 33-jährige, ehemalige Profifussballer wurde am Sonntagabend entlassen.

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Sandro Marini

Sandro Marini

Bild: Archiv LZ

«Ein unschönes Ende nach fast zwölf wunderbaren Jahren als Spieler und Trainer beim SC Goldau»: So umschreibt Sandro Marini seine Entlassung als Trainer vom Sonntagabend. Die im Oktober neu zusammengesetzte Sportkommission mit Sportchef Bruno Spiess sowie den ehemaligen Vereinsgrössen Othmar Schuler, Oliver Blank und Mario Schuler kamen zum Schluss, mit Marini die gesteckten Ziele in der 2. Liga inter nicht mehr erreichen zu können.

Goldau steht auf dem vorletzten Platz, stellt aber die beste Offensive mit 30 Treffern aus 12 Spielen. Aber das Spektakel (40 Gegentore) findet eben viel zu oft auch vor dem eigenen Gehäuse statt. «Das wurde mir zum Verhängnis. Zuletzt musste ich viele Junge einsetzen, aber am Ende fehlte es auch an Qualität», sagt Marini.

Sein grösster Erfolg als Trainer der Schwyzer war der Aufstieg in die 1. Liga 2018 und dem anschliessend geschafften Ligaerhalt. Der 33-jährige Luzerner strebt zurzeit die Uefa-A-Lizenz an. Der ehemalige Profifussballer (Kriens, St. Gallen, Vaduz) dürfte also weiterhin im Trainergeschäft bleiben.

Der SC Goldau hat inzwischen eine Pressemitteilung veröffentlicht. Darin wird mitgeteilt, die Entlassung sei erfolgt, weil das zwischenzeitlich ausgerufene Mindestziel von 15 Punkten bis Saisonhälfte nicht erreicht werden kann. «Sandro hat als Spieler und Trainer sehr viel spielerisches und taktisches Verständnis auf den Sportplatz Tierpark gebracht und wir sind ihm sehr dankbar, was er für unseren Verein in den letzten elf Jahren geleistet hat. Umso mehr fiel dem Vorstand die Entscheidung alles andere als einfach», sagt SCG-Präsident Reto Bisang. «Verein, Staff und Sportkommission haben in den letzten Wochen viel unternommen, um gemeinsam die Wende herbeizuführen. Leider ohne die gewünschte sportliche Entwicklung auf dem Platz. Uns fehlte schliesslich die Überzeugung, dass wir mit Sandro als Trainer aus dem Tabellenkeller kommen.»

Für die verbleibenden zwei Spiele in der Hinrunde übernehmen Assistent Ivo Bürgi und Beat Appert, Trainer der zweiten Mannschaft, die Trainingsleitung. Die Suche nach einem neuen Trainer wird nun angegangen. (reb)

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