American Football
Das Fernziel der Luzern Lions ist die Rückkehr in die NLA

Die Footballer der Luzern Lions starten mit Ambitionen in die Saison der Liga B.

Michael Wyss
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Ambitioniert: Sascha Gaveau.

Ambitioniert: Sascha Gaveau.

«Wir sind heiss und brennen auf den Saisonstart. Meine Spieler können den Kick-off kaum erwarten», sagte Headcoach Sascha Gaveau (Bild) kürzlich beim Training auf der Allmend Süd. Die Footballer der Luzern Lions, mit Vergangenheit in der Nationalliga A, starten mit einem Kader von rund 40 bis 50 Spielern in die neue Meisterschaft, die am Samstag mit dem Auswärtsspiel bei den Argovia Pirates (18 Uhr, Sportanlage Suhrenmatte, Buchs) beginnt.

«Einen Sieg im Startspiel streben wir an. Der Auftakt ist sehr wichtig», weiss der aus Deutschland stammende und in Horw wohnhafte Gaveau. «Wir haben nur sechs Spiele in der Qualifikation, da ist ein frühes Erfolgserlebnis sehr wichtig für das Selbstvertrauen. Wir wollen die Gruppe Ost als Erster abschliessen, so würden wir im Halbfinal auf den Viertplatzierten der Gruppe West treffen.» Die Luzern Lions spielen in einer Hin- und Rückrunde gegen die Argovia Pirates, St.Gallen Bears und Lugano Rebels. Absteiger gibt es diese Saison keine, aufstiegsberechtigt ist der Liga-B-Meister.

Fokus liegt auf Juniorenförderung

«Den Zusammenhalt und den Mix aus jungen und routinierten Spielern sehe ich als Vorteil für unser Team. Ich bin zuversichtlich und spüre eine positive Energie», sagt der 41-jährige Gaveau. Neu im Team der Luzern Lions figurieren auch Spieler der Midland Bouncers Zug, die einst in der Liga C spielten. «Wir haben vor einem Jahr die Kräfte gebündelt und profitieren nun gegenseitig voneinander, unter anderem aus personeller Sicht im Bereich Spieler und Coaching. Es ist eine Win-win-Situation entstanden für beide Vereine», sagt Lions-Geschäftsführer Michel Beljean (35). Das Gros der Spieler stammt aus der Zentralschweiz, sie bringen Erfahrung aus der Nationalliga A, Liga B und Liga C mit. Gaveau: «Wir haben den Kader auch mit Spielern aus dem eigenen Lions-Nachwuchs ergänzt.» Und Beljean ergänzt: «Das Augenmerk gilt auch der Juniorenförderung, die wir in den Bereichen U16 und U19 ausbauen werden. Mit der U19 möchten wir in die höchste Juniorenliga aufsteigen. Stimmt die Breite im Nachwuchs, wird auch das Fanionteam eines Tages davon profitieren. Die Rückkehr in die Nationalliga A bleibt unser Fernziel.»

Mit Gaveau haben die Luzern Lions vor etwas mehr als anderthalb Jahren einen erfahrenen Mann verpflichtet. Er spielte 20 Jahre als Quarterback in europäischen Spitzenligen und war auch einige Jahre Headcoach. Zuletzt in Österreich bei den Wienerwald Amstetten Thunder in der höchsten Liga amtete er als Offensiv-Koordinator. Mit den Luzern Lions will der Deutsche wieder ins Oberhaus zurück. «Wir planen längerfristig. Die Lions gehören sicher in die NLA. Es stimmt alles hier.»

Auch der Publikumsaufmarsch zuletzt hat gezeigt, dass Football in Luzern beliebt ist. In der Liga B kamen bis zu 300 Fans, in der NLA hatten die Lions durchschnittlich 400 bis 500 Fans. Die Heimstätte der Lions ist das Leichtathletikstadion Allmend auf der Hubelmatt und die Allmend Süd (Platz 31). In der Zentralschweiz sind die Lions das Aushängeschild im American Football. Der im Jahr 2020 gegründete AFC Dragons mit Sitz in Emmen spielt in der Liga C.

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