Tennis
Lido Luzerns Frauen verzichten erneut auf den Aufstieg

Die Beweggründe für diesen Entscheid sind dieselben wie 2020.

Albert Krütli
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Chiara Volejnicek, Captain Lido Luzern.

Chiara Volejnicek, Captain Lido Luzern.

Dominik Wunderli

Im letzten Jahr holten sich die Frauen des TC Luzern Lido im NLB-Interclub überlegen den Schweizer-Meister-Titel und hatten damit Anspruch auf einen Platz in der Nationalliga A. Die Luzernerinnen verzichteten aber auf den Aufstieg und verteidigten in der diesjährigen Saison ihre Vormachtstellung in der zweithöchsten Liga souverän. Trotzdem entschieden das Team mit Captain Chiara Volejnicek und der Vereinsvorstand, auch 2022 den NLA-Platz einer anderen Equipe zu überlassen und den Interclub erneut in der NLB zu bestreiten.

Auch die Beweggründe für diesen Entscheid sind dieselben wie 2020. Der Aufstieg würde bedeuten, dass die 22-jährige Zürcherin Jenny Dürst (N2.16), Lidos Nummer 1, nicht mehr mittun könnte, weil sie bereits in der NLA unter Vertrag steht, in der abgelaufenen Saison bei Weihermatt (ZH).

Spielerinnen müssten Ferien beziehen

Somit müssten auf den Positionen 1 und 2 neue, auswärtige Spielerinnen eingekauft werden. Zudem würden Chiara Volejnicek (R1) und Jessica Crivelletto (R1), die beiden Einheimischen, wohl nicht mehr zum Einsatz kommen, die bisher so gute Chemie im Team könnte verloren gehen. In der NLB können die Luzernerinnen dagegen Nachwuchskräfte aus der NLC einbauen, was sich wiederum positiv auf die Juniorenförderung auswirkt. Und schliesslich würden die NLA-Daten in den beiden ersten Augustwochen dafür sorgen, dass die Spielerinnen einige Tage Ferien beziehen müssten, was in der NLB nicht der Fall ist, weil alle Partien an den Wochenenden ausgetragen werden.

Somit wird in der NLB-Interclubsaison 2022 die Zentralschweiz bei den Frauen nach wie vor mit Luzern Lido, Allmend Luzern und Zug vertreten sein, während bei den Männern neben Allmend Luzern neu auch Aufsteiger Horw dazugehört.

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