Zwei Spiele, 3:20-Tore: Ad Astra Sarnen kommt nach dem Meisterschafts-Neustart überhaupt nicht auf Touren

Das NLA-Team verliert die beiden Auswärtsspiele gegen den UHC Thun den HC Rychenberg Winterthur deutlich. Vor allem in der Offensive sind die Sarner viel zu harmlos.

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Jan Danis und Ad Astra Sarnen sind gegen Rychenberg auf verlorenem Posten.

Jan Danis und Ad Astra Sarnen sind gegen Rychenberg auf verlorenem Posten.

Bild: Markus Aeschimann/swiss unihockey (Winterthur, 10. Januar 2021)

(JH) Nach fast drei Monaten ohne Ernstkampf reisten die Obwaldner am Freitagabend mit durchaus berechtigten Hoffnungen auf den ersten Punktgewinn in dieser Saison über den Brünig zum Erzrivalen UHC Thun. Und die Obwaldner fanden gut in die Partie: Nach der frühen Führung durch Jens-Jörn Sommerhalder drehten die Thuner bis zur ersten Pause zwar mit zwei Treffern das Spiel. Im Mittelabschnitt waren es aber die Sarner, welche früh das nächste Tor bejubeln konnten. Mit Luca Rizzi trug sich der Neuzuzug aus Davos bereits im ersten Spiel für Ad Astra in die Torschützenliste ein.

Und es kam noch besser: In Überzahl traf Jan Danis in 36. Minute zur 3:2-Führung für die Obwaldner traf. «Bis zu diesem Zeitpunkt spielten wir wirklich gut. Ich hatte das Gefühl, dass wir das Spiel im Griff haben», kommentierte der Torschütze das Spielgeschehen. Dann folgte ein komplettes Blackout: Innert etwas mehr als einer Minute musste der Sarner Goalie Mario Britschgi gleich drei Mal einen Ball aus dem Netz fischen. «Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wie es so weit kommen konnte. Wir standen komplett neben den Schuhen und gaben unsere Führung sehr leichtfertig aus der Hand», haderte Danis.

Die Hoffnung ruht auf zwei Finnen

Wer die Hoffnung hatte, dass Ad Astra im Schlussdrittel nochmals herankommen würde, musste diese früh begraben. Statt zur Aufholjagd anzusetzen, ging der Schuss komplett nach hinten los. Spätestens nach dem 3:7 etwas mehr als zehn Minuten vor Schluss, riss der Faden bei Ad Astra komplett. Noch ganze sechs Mal musste der bedauernswerte Britschgi, von seinen Vorderleuten wiederholt im Stich gelassen, in den letzten zehn Minuten hinter sich greifen, obwohl er sich mit Händen und Füssen wehrte. 3:13 lautete darum das brutale Verdikt.

Gestern Abend war Ad Astra auswärts gegen HC Rychenberg Winterthur auf Wiedergutmachung aus. 20 Minuten waren absolviert, als das Heimteam bereits 4:0 führte. Die Partie schien nicht nur entschieden, die Gäste drohten nach der mehr als dürftigen Darstellung am Freitagabend in die nächste Kanterniederlage zu schlittern. Immerhin: Die Sarner konnten sich zumindest in der Defensive fangen und liessen in den folgenden beiden Dritteln nur noch drei weitere Gegentore zu. Dazu benötigte Ad Astra jedoch auch einen starken Torwart: Pascal Amrein konnte sich zwischen den Pfosten mehrfach auszeichnen und wurde darum zu Recht zum besten Spieler der Gäste ausgezeichnet. «Um unser Selbstvertrauen steht es derzeit nicht zum Besten, das hat man besonders gestern gut gesehen. Ein Torerfolg hätte zumindest ein wenig Abhilfe geschaffen», meinte Ad Astra-Stürmer Cornel von Wyl nach Spielschluss. Hilfe, um die Torflaute zu beheben, erwarten die Sarner von ihren beiden Finnen, welche die Doppelrunde des Wochenendes Corona-bedingt verpassten.

Wirft man einen Blick auf die teaminterne Skorerliste der Sarner, zeigt sich ein trübes Bild. Lediglich acht Spieler konnten sich bislang als Torschütze feiern lassen, einzig Kaapo Savinainen traf in den bisher sieben absolvierten Spielen doppelt. Die logische Folge: Ad Astra Sarnen dümpelt weiterhin ganz am Ende der Tabelle der NLA. Am nächsten Wochenende bieten sich den Sarnern zwei weitere Gelegenheiten auf den ersten Punktgewinn: Am Samstag reist der UHC Uster nach Sarnen, am Sonntag folgt das nächste Auswärtsspiel gegen die Tigers Langnau.

Rychenberg – Sarnen 7:0 (4:0, 1:0, 2:0).
Tore: 2. Lutz 1:0. 8. Oesch 2:0. 18. Aeschimann 3:0. 19. Gutknecht 4:0. 28.Conrad 5:0. 43. Kern 6:0. 44. Lutz 7:0.

Thun – Sarnen 13:3 (2:1, 3:2, 8:0)
Tore: 2. Sommerhalder 0:1. 10. Graber 1:1. 17. Pluhar 2:1. 22. Rizzi 2:2. 36. Danis 2:3. 39. Baumann 3:3. 40. Ammann 4:3. 40. Simek 5:3. 42. Baumann 6:3. 49. Bach 7:3. 50. Simek 8:3. 55. Pluhar 9:3. 57. Simek 10:3. 57. Ammann 11:3. 59. Simek 12:3. 60. Ruch 13:3.