Unhockey
Ad Astra Sarnen hofft auf ruhigere Zeiten

Vor der WM-Pause steht für Sarnen noch ein Spiel auf dem Programm: am Samstag gegen NLA-Schlusslicht Thun. Bald soll der neue Trainer feststehen.

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Philippe Giesser (Mitte) war bei Ad Astra Sarnen in den letzten Wochen der Hansdampf in allen Gassen. Gegen Thun soll endlich wieder ein Vollerfolg her.

Philippe Giesser (Mitte) war bei Ad Astra Sarnen in den letzten Wochen der Hansdampf in allen Gassen. Gegen Thun soll endlich wieder ein Vollerfolg her.

Bild: Hans Mischler (Thun, 18. September 2021)

Ad Astra Sarnen hat turbulente Wochen hinter sich. Anfang November vermeldeten die Obwaldner, dass der Vertrag mit Headcoach Mikael Öhman per sofort aufgelöst wurde. Die Verantwortlichen waren somit gefordert, der Mannschaft rasch eine Nachfolgelösung zu präsentieren. Dank der (Re-)Aktivierung von dem Verein nahe stehenden Fachpersonen gelang es, innert Kürze eine Übergangslösung zu installieren, die den bestehenden Staff um Philippe Giesser unterstützt. Das Ziel der Sportkommission war jedoch klar: Bis spätestens zur Nationalmannschaftspause soll klar sein, wer das Team als Headcoach bis zum Ende der Saison übernimmt.

Nun steht die WM-Pause vor der Tür. Zuerst spielt Ad Astra aber noch gegen Thun. Das Brünig-Derby ist gleichzeitig das letzte Heimspiel der Sarner in diesem Jahr.

Aufsteigende Tendenz ist erkennbar

Besonders gefordert in den letzten Wochen war Philippe Giesser. «Ich kam mir teilweise vor wie der Hansdampf in allen Gassen», sagt der 41-Jährige. Der gebürtige Langenthaler ist seit 2012 bei Ad Astra ehrenamtlich tätig und hat derzeit verschiedenste Aufgaben. «Einerseits bin ich im Vorstand und habe in dieser Rolle die Sportkommission unterstützt, um für unser Fanionteam eine möglichst gute Lösung im Coaching und der Betreuung neben dem Feld organisieren zu können. Daneben bin ich vom Athletik-fast ungeplant zum Assistenztrainer geworden. Gegipfelt hat diese Entwicklung mit der Ernennung zum Headcoach im letzten Spiel gegen Winterthur», erzählt Giesser. «Dank der grossen Unterstützung von Unihockey-Experten aus vereinsnahen Kreisen konnten wir gemeinsam ein positives Resultat realisieren. Ich mag zwar zuletzt gegen Winterthur formell der Headcoach gewesen sein, dieses Ergebnis war aber vielmehr ein Gemeinschaftswerk als das Verdienst von mir.» So konnte Ad Astra nach acht punktelosen Spielen in Folge endlich wieder mal etwas Zählbares einfahren. «Den einen Punkt konnten wir mitnehmen, darüber kann ich mich mit etwas Distanz zum Spiel durchaus freuen. Aber die Enttäuschung über die zwei vergebenen Punkte ist trotzdem da. Es hat extrem wenig gefehlt zum Vollerfolg in Winterthur», so Giesser. Betrachtet man die letzten Resultate von Ad Astra, ist eine leichte Aufwärtstendenz erkennbar. Giesser: «Unsere Leistungen zuletzt waren grundsätzlich in Ordnung. Defensiv haben wir unsere Sache ganz ordentlich gemacht. Aber wir schiessen derzeit zu wenig Tore, darum war unsere Punkteausbeute in den letzten engen Spielen sehr mager.»

Nach der struben Zeit ist Giesser nicht unglücklich darüber, dass fast ein Monat ohne Ernstkampf bevorsteht. An Ferien denkt der Gastronom trotzdem nicht: «Zunächst gilt es, gegen Thun einen Vollerfolg einzufahren.» Und danach freut sich Giesser darauf, mit dem Team und dem neuen Chef an der Bande, der bald bekannt sein soll, in Ruhe und konzentriert arbeiten zu können. Dann wieder in seiner Rolle als Athletik- und Assistentrainer. Er sagt: «Wir hatten zuletzt viele unerwünschte Nebenschauplätze. Es wäre schön, wenn wir uns endlich wieder vollends auf den Sport konzentrieren könnten. In diesem Team schlummert noch einiges an Potenzial, das wir bislang nicht wirklich ausschöpfen konnten.»

Im Hinspiel gegen Thun gelang es Ad Astra, dieses Potenzial abzurufen. 8:3 besiegten die Sarner damals ihre Kontrahenten von der anderen Seite des Brünigs. «Das Resultat war am Ende etwas klarer als der Spielverlauf», gibt Giesser zu. «Nichtsdestotrotz sollte uns die Erinnerung an dieses Spiel ein gutes Gefühl für den Samstag geben.» Etwas, das die Sarner gerne mitnehmen würden in die nächsten Wochen. (JH)

Unihockey, NLA. Samstag, 17 Uhr: Sarnen – Thun (Dreifachhalle). Im Anschluss findet ab 19.30 Uhr das Ad-Astra-Jassturnier statt. Alle Infos: adastra.ch/jassturnier

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