Giro d'Italia

Weltmeister Ganna im Zeitfahren nicht zu schlagen

Weltmeister Filippo Ganna ist im Zeitfahren derzeit ein eindrückliches Phänomen

Weltmeister Filippo Ganna ist im Zeitfahren derzeit ein eindrückliches Phänomen

Das Einzelzeitfahren der 14. Etappe des Giro d'Italia ist eine Ineos-Machtdemonstration. Weltmeister Filippo Ganna feiert einen eindrücklichen Sieg, Teamkollege Rohan Dennis wird Zweiter.

Eine Ineos-Show im Zeitfahren war schon vor Rennstart vermutet worden. Als sich der Italiener Filippo Ganna kurz vor 14:30 Uhr auf den 34,1 Kilometer langen Parcours von Conegliano nach Valdobbiadene begab, bestanden kaum mehr Zweifel, dass die 14. Etappe zum Duell zweier Teamkollegen und Zeitfahr-Spezialisten werden würde. Der Australier Rohan Dennis - Weltmeister von 2018 und 2019 auf dem Zeitfahrrad - hatte in 43:06 Minuten stark vorgelegt, blieb gegen Gannas 42:40 letztlich aber dennoch chancenlos. Für den amtierenden Weltmeister war es nach dem Sieg im Auftaktzeitfahren und in der 5. Etappe der dritte Tagessieg am diesjährigen Giro.

Im Kampf um das rosa Leadertrikot hinterliess allen voran der portugiesische Leader Joao Almeida einen starken Eindruck. In 44:11 Minuten absolvierte der 22-Jährige die 34,1 Kilometer von Conegliano nach Valdobbiadene von den Top Ten des Gesamtklassements am schnellsten. Einzig gegenüber dem vom 11. Gesamt-Rang gestarteten Amerikaner Brandon McNulty, der überraschender Dritter wurde und im Klassement einen Sprung auf den 4. Platz machte, verlor Almeida einige Sekunden.

Zwischen Freude und Frust wird sich derweil die Gefühlslage des Niederländers Wilco Kelderman bewegt haben. Der 29-jährige Profi des deutschen Team Sunweb machte als Neunter im Vergleich mit den meisten Gesamtklassements-Fahrern Zeit gut, verlor aber ausgerechnet auf den vor ihm klassierten Almeida weitere 16 Sekunden. Der Portugiese führt neu 56 Sekunden vor Kelderman.

Bereits innerhalb von 24 Stundne könnten die im Einzelzeitfahren herausgearbeiteten Sekunden wieder Makulatur werden. Am Sonntag stehen 185 harte Kilometer von Base Aerea Rivolto nach Piancavallo auf dem Programm. Am Ende der Etappe erwartet das Feld ein 14,3 Kilometer langer Anstieg hoch zum Wintersportort im Friaul. Angesichts der angespannten Corona-Lage könnte die Kletterpartie zusätzlich an Bedeutung gewinnen. Nach dem ersten Ruhetag zogen sich zwei Teams aufgrund positiver Corona-Tests zurück. Fallen diesmal noch mehr Tests positiv aus, könnte der Rundfahrt der vorzeitige Abbruch drohen.

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