Tour de Suisse

Viviani Sprintsieger in Arlesheim - Sagan bleibt Leader

Nicht Peter Sagan (links), sonder der Italiener Elia Viviani erwies sich in der Sprintankunft in Arlesheim als stärkster Fahrer

Nicht Peter Sagan (links), sonder der Italiener Elia Viviani erwies sich in der Sprintankunft in Arlesheim als stärkster Fahrer

Der Italiener Elia Viviani gewinnt die 4. Etappe der Tour de Suisse über 164 km von Murten nach Arlesheim. Das Leadertrikot bleibt auf den Schultern von Peter Sagan.

Viviani hat in seiner Profikarriere schon über 70 Etappensiege errungen, ein Erfolg an der Tour de Suisse fehlte aber bislang im Palmarès des 30-jährigen Norditalieners. Damit ist nun Schluss.

Dabei sah es auch am Dienstag danach aus, als könnte Sagan nach seinem Sprintsieg von tags zuvor seinen Rekord an Etappensiegen an der Schweizer Landesrundfahrt weiter ausbauen. Der Slowake brauste von hinten heran, konnte, als er sich auf gleicher Höhe mit Viviani befand, die hohe Pace aber nicht halten. So setzte sich Viviani schliesslich vor Michael Matthews und Sagan durch.

Matthews ist in der Gesamtwertung nun erster Verfolger von Sagan, der vor der 5. Etappe von Münchenstein nach Einsiedeln eine Reserve von zehn Sekunden auf den Australier aufweist.

Küng, Frank und Friesecke versuchten ihr Glück

Auch die Schweizer Fahrer versuchten am Dienstag ihr Glück, wurden für ihre Bemühungen aber nicht belohnt. Stefan Küng, im Gesamtklassement als Sechster (0:25 hinter Sagan) weiterhin der bestklassierte Einheimische, ging in der Schlussphase ebenso in die Offensive, wie Mathias Frank. Der Thurgauer und der Luzerner konnten sich aber nicht entscheidend absetzen.

Zuvor hatte dem Rennen eine vier Fahrer grosse Fluchtgruppe den Stempel aufgedrückt. Dieser gehörte auch der Zürcher Gian Friesecke an. Der Fahrer des Schweizer Nationalteams wurde 11 km vor dem Ziel als letzter Ausreisser gestellt. Damit war der Weg für die Sprinter frei.

Das Teilstück vom Dienstag wurde überschattet von einem folgenschweren Sturz von Geraint Thomas. Der Sieger der letztjährigen Tour de France kam rund 32 km vor dem Ziel zu Fall und musste die Rundfahrt mit Verdacht auf eine Schlüsselbein-/Schulterverletzung aufgeben.

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