"Ohne den Beitrag von IAM wird es für uns schwierig sein, das Abenteuer fortzusetzen", erklärte Alexandre Debons, einer der Teamchefs, in einer Medienmitteilung.

Das Continental-Team, das vom Excelsior Martigny Bike Club gegründet wurde, bot vor allem jungen Schweizer Fahrern die Perspektive, sich dem Profisport anzunähern. Mit Simon Pellaud und Fabian Lienhard stehen bei IAM derzeit zwei Fahrer unter Vertrag, die kürzlich mit dem Schweizer Nationalteam an der Tour de Suisse teilgenommen haben.

Wie es mit IAM Excelsior weitergeht, ist offen. Um das jährliche Budget zu stemmen, werden 500'000 Franken benötigt. "Wir werden alle Möglichkeiten prüfen, um unserem Projekt eine Zukunft zu geben und die Brücke zwischen dem Amateur- und Profisport aufrechtzuerhalten", zeigte sich Teamchef Debons kämpferisch.

Ein Jahr vor den Heim-Weltmeisterschaften in Aigle/Martigny sind das keine erfreulichen Nachrichten für den Schweizer Radsport. Mit Akros-Thömus fährt derzeit zwar noch eine zweite Schweizer Mannschaft auf Continental-Stufe, doch mit dem Rückzug der World-Tour-Equipe IAM und dem Pro-Continental-Team Roth per Ende 2016 ist die Schweiz nicht mehr auf den höchsten zwei Stufen vertreten.

Auch das in Russland verwurzelte World-Tour-Team Katjuscha-Alpecin, das seit 2017 mit einer Schweizer Lizenz antritt, kämpft ums Überleben. Weil die Sponsoren Alpecin und Canyon nach der laufenden Saison aussteigen wollen, soll das Ende von Katjuscha, bei dem der Schweizer Reto Hollenstein bis 2020 unter Vertrag steht, bereits besiegelt sein. Das sickerte in den letzten Tagen an der Tour de France durch.