Rad
Devitori und Mazzotta siegen an den Hauptrennen der Aargauer Challenge

Der unverwüstliche Roger Devitori (Emmenbrücke) bei den Amateuren und Riccarda Mazzotta (Biel) bei den Frauen setzten sich bei der Zweitaustragung der Aargauer Challenge in Rüfenach bei Brugg durch.

August Widmer
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Aargauer Challenge Rüfenach, Sonntag, 13.03.2016

Aargauer Challenge Rüfenach, Sonntag, 13.03.2016

Zur Verfügung gestellt
Riccarda Mazzotta (Mitte) gewinnt vor Linda Indergand (links) und Teamkollegin Martina Weiss das Frauenrennen von Rüfenach, mit dem in der Schweiz der Auftakt zur Rad-Saison 2016 gegeben wurde.

Riccarda Mazzotta (Mitte) gewinnt vor Linda Indergand (links) und Teamkollegin Martina Weiss das Frauenrennen von Rüfenach, mit dem in der Schweiz der Auftakt zur Rad-Saison 2016 gegeben wurde.

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Bei zwar trockenen Strassen, jedoch wegen der starken Bise kalten Temperaturen verlief der erste Renntag der unteren Kategorien auf Schweizer Strassen animiert. Bei den Amateuren und U-23-Fahrern dominierte eine Spitze mit Vorjahressieger Florian Widmer (Beinwil am See) während sieben von elf Runden das Rennen. «Die Gruppe harmonierte am Anfang gut. Aber gegen Ende merkte ich dann doch, dass wir nicht durchkommen würden. Auf den Schlussrunden wurden wir von den Gegnern gestellt», kommentierte der Vorjahressieger den Rennausgang.

Uhlmann bester Aargauer

Aus der Wiederholung des Vorjahressiegs wurde damit nichts und Widmer kam als Elfter ins Ziel. Er war damit zweitbester Aargauer. Sven Uhlmann (Safenwil), der wegen eines Defektes die Fluchtgruppe des Tages angehört ziehen lassen musste, vermochte sich im Feld zu behalten und landete als bester Rüebliländer auf dem achten Rang.

Die meisten Rüebli – für die Bestplatzierten gab es keine Blumen, sondern ein Rüebli-Kistchen – im wahrsten Sinne des Worts holte am Schluss der mittlerweile 46-jährige Senior Roger Devitori. Der frühere Elite-Fahrer aus Emmenbrücke griff bei der letzten Passage der Steigung hinauf nach Hinterrain an und kam mit vier Sekunden Vorsprung alleine ins Ziel. «Ich konnte auf den letzten Kilometern meine Routine ausspielen. Ich wusste, dass sich bei diesen Windverhältnissen eine frühe Vorausfahrt nicht auszahlen würde. Zudem funktionierte das Team des VC Mendrisio ausgezeichnet. Auch davon konnte ich profitieren.» Da mit Nicholas Rinaldi ein zweiter Fahrer des VC Mendrisio als Zweiter ins Ziel kam, gab es für die Tessiner, für die Devitori seit vielen Jahren fährt, einen Doppelsieg. Dritter wurde Matthias Studer (Elgg). Er war vor Jahresfrist auf den zweiten Rang gefahren.

Mazzotta setzt sich im Spurt gegen Weltmeisterin durch

Das Rennen der Frauen wurde im Spurt einer Fahrerinnen umfassenden Spitzengruppe entschieden. Hier setzte sich die neu für das Aargauer «BH»-Team fahrende Riccardo Mazzotta durch. Die in Biel lebende St. Galler Oberländerin aus Sargans schwang vor der Urnerin Linda Indergand (Silenen) und der Fricktalerin Martina Weiss (Sulz) obenaus. Mit Sandra Weiss, Sulz (6.), und Kathrin Stirnemann, Gränichen (7.) gehörten zwei weitere Aargauerinnen der entscheidenden Spitzengruppe an. Mit den Weiss-Zwillingsschwestern und mit Mazzotta war das «BH»-Team in der Spitze zu dritt vertreten gewesen. «Uns kam diese Üeberlegenheit zu gute, konnten wird doch taktieren», zeigten sich die auf dem Podest landenden Mazzotta und Weiss zufrieden.

Eliminator-Weltmeisterin Indergand anerkannte die Überlegenheit ihrer «BH»-Strassen-Konkurrentinnen: «Sie konnten angreifen und ich musste kontern. Dies kostete mich diejenige Kraft, die mir am Schluss fehlte». Indergand, die nun nur noch ein Strassenrennen bestreitet, bevor es mit den Bike-Rennen losgeht, hätte in Rüfenach nur allzu gerne gewonnen: «Letztes Jahr war ich an der Aargauer Challenge Dritte. Das diesjährige Resultat ist zwar etwas besser. Aber der Sieg wäre mir doch lieber gewesen als der zweite Rang». Wer weiss: Vielleicht klappt es für die Urnerin in Rüfenach in einem Jahr beim dritten Anlauf.

Aargauer Sieg beim Nachwuchs

Den Auftakt zum Renntag, bei dem möglichst allen Nachwuchs- und der Frauenkategorie Startgelegenheit geboten wurde, hatte am Sonntagmorgen mit dem Rennen der U-19/Junioren und U-17/Anfängern begonnen. In beiden Rennen gab es Solosiege. Bei den Junioren erreichte Joab Schneiter (Solothurn) mit einem Vorsprung von mehr als vier Minuten als klarer Sieger das Ziel. Bei den Anfängern kam der Aargauer Robin Ender (Sulz) ebenfalls als klarer Solosieger ins Ziel. Mit zwölf Sekunden Vorsprung fiel sein Sieg zwar auch klar, jedoch nicht ganz so überlegen wie der erste Platz bei den Junioren aus.

Mit der Aargauer Challenge ist die Radsaison auch in den unteren Kategorien richtig lanciert worden.

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