Tennis
Nach Sieg im Traumfinal: Roger Federer träumt vom Thron

Andy Murray und Novak Djokovic sind verletzt und ausser Form. Kein Wunder, dass sich Roger Federer nach dem Turniersieg in Indian Wells neue Ziele setzt und leise von der Nummer 1 träumt

Drucken
Teilen
Roger Federer brilliert in den ersten Monaten des neuen Jahres. Das eröffnet ungeahnte Möglichkeiten.

Roger Federer brilliert in den ersten Monaten des neuen Jahres. Das eröffnet ungeahnte Möglichkeiten.

KEYSTONE/EPA/PAUL BUCK

Seine beiden siebenjährigen Töchter Charlene Riva und Myla Rose halten die kostbaren Augenblicke nach dem Turniersieg in Indian Wells mit den Kameras ihrer Mobiltelefone fürs Familienalbum fest. Noch bevor Roger Federer (35) den Pokal aus den Händen seines Freundes und heutigen Turnierdirektors Tommy Haas in Empfang nimmt, winkt er seiner Familie zu. «Grossartig! Es war wieder eine märchenhafte Woche», sagt der Baselbieter nach seinem 90. Titel, dem 25. bei einem Masters-1000-Turnier und dem bereits zweiten in diesem Jahr.

ATP-Weltrangliste

- Andy Murray 12 005

- Novak Djokovic 8915

- Stan Wawrinka 5705

- Kei Nishikori 4730

- Milos Raonic 4480

- Roger Federer 4305

- Rafael Nadal 4145

- Dominic Thiem 3465

- Marin Cilic 3420

- Jo-Wilfried Tsonga 3310

Jahresweltrangliste

- Roger Federer 3045

- Rafael Nadal 1635

- Stan Wawrinka 1410

- Grigor Dimitrov 1355

- Jo-Wilfried Tsonga 1255

- Dominic Thiem 1130

- Pablo Carreno Busta 975

- David Goffin 965

- Jack Sock 950

- Andy Murray 840

- Novak Djokovic 475

Selbst in seinen kühnsten Träumen hätte er nach halbjähriger Pause nicht mit einer solchen Rückkehr gerechnet. Im letzten Jahr hatte er keinen Titel gewinnen können, deswegen spricht er von einem «dramatischen Wandel», der sich grossartig anfühle. «Ich bin überrascht, aber nicht mehr so sehr wie in Australien», sagt Federer. Vor der Saison hatte er sich zum Ziel gesetzt, nach Wimbledon, im Juli, wieder zu den acht Besten der Welt zu gehören. Nun wird er nach Indian Wells bereits wieder im sechsten Rang geführt.

Das Alter spielt keine Rolle

Mit 35 Jahren und 7 Monaten ist er der älteste Spieler, der in der Profi-Ära (seit 1968) ein Turnier dieser Stufe gewonnen hat. Für Federer, das stellt der Baselbieter einmal mehr eindrücklich unter Beweis, ist das Alter nur eine Zahl. Vor dem Turnier hatte er einer Horde von Kindern im Scherz verraten, dass er am liebsten bis 40 spielen würde. «Du bist wie ein Rotwein. Je älter, desto besser wirst du!», urteilt Boris Becker. Und sein Spielerkollege John Isner wirft die Frage in den Raum, ob es als gesichert gelte, dass Federer vom Planeten Erde stammt.

Roger Federers Weg in den Final (Indian Wells 2017):

Der Gegner im ersten Spiel hiess Stephane Robert.
6 Bilder
Federer bezwang den Franzosen mühelos mit 6:2 und 6:1.
In der dritten Runde musste Federer gegen den Amerikaner Steve Johnson spielen.
Roger Federer gewann, anders als im ersten Spiel, mit etwas Mühe mit 7:6 und 7:6.
Der Final des Australian Open war nichts Vergleichbares mit dem Spiel beim Indian Wells. Federer bezwang Nadal, verhältnissmaässig klar, mit 6:2 und 6:3.
Da der Australier Nick Kyrgios im Viertelfinal wegen einer Lebensmittelvergiftung nicht spielen konnte, kam Federer kampflos in den Halbfinal. Dort bezwang er den Amerikaner Jack Sock mit 6:1 und 7:6.

Der Gegner im ersten Spiel hiess Stephane Robert.

Keystone

«Ich muss meine Ziele definitiv anpassen», sagt Federer selber. Was das genau bedeutet, führte er nicht aus. Fakt ist: Die Jahreswertung führt er überlegen an. Sein erster Verfolger, Rafael Nadal, der einstige Angstgegner, den er in Indian Wells deutlich bezwungen hatte, hat bisher nur etwas mehr als halb so viele Punkte gesammelt. Andy Murray (29) führt die Weltrangliste derzeit zwar noch deutlich an, ihm folgt Novak Djokovic (29). Aber sowohl der Schotte als auch der Serbe sind schlecht aus den Startlöchern gekommen. Sie kommen nicht einmal auf ein Drittel der Punkte Federers. Und beide fehlen in Miami wegen Verletzungen am Ellbogen.

Das verleiht der Frage, ob Federer noch einmal die Nummer 1 der Welt werden kann, zusätzliche Würze. Selber hatte er das Turnier in Florida, bei dem Stan Wawrinka an erster Stelle gesetzt ist, in der Vergangenheit mehrfach ausgelassen. Nun fühlt er sich körperlich und mental derart frisch, dass er auch dort antritt. «Ich habe mir geschworen, dass ich ein Turnier nur spiele, wenn ich ein Kribbeln spüre.»

Roger Federer

«Alles andere als die Nummer 1 ist für mich nicht interessant. Es ist sicher nicht unmöglich.»

Ihm sei wichtig, dass die Menschen den «wahren Federer» sehen. Jenen, der um den Pokal spielt. Und um die Nummer 1? «Klar, in einer Traumwelt wäre ich gerne wieder die Nummer 1. Und weil ich ein Grand-Slam-Turnier gewonnen habe, ist es sicher möglich.» Aber er brauche wohl mindestens noch einen Erfolg bei einem Major-Turnier, vielleicht sogar zwei. Gleichzeitig gibt er zu bedenken, dass er wohl weniger spielen werde als seine Konkurrenten. Wie viele Turniere er im Frühling auf Sand bestreitet, entscheidet Federer erst Anfang April.

Faszination Momentum

«Ich möchte es geniessen. Und ich möchte die Turniere gewinnen, die ich spiele. Alles andere als die Nummer 1 ist für mich nicht interessant.» Bis Ende Jahr fallen ihm «nur» noch 1260 Punkte aus der Wertung. Federer wird Murray und Djokovic zwangsläufig näher kommen. Ab Wimbledon hat er gar keine Punkte mehr zu verteidigen, seine Turnierplanung möchte er in Anbetracht dieser Aussichten trotzdem nicht anpassen: «Ich möchte nicht zu viel spielen und müde werden.»

In Miami hat Federer 2005 und 2006 den Titel gewonnen. Beide Male hatte er zuvor auch in Indian Wells triumphiert. Gelingt ihm das erneut, kommt er dem Thron ein grosses Stück näher. Noch vor einem Monat hatte Federer gesagt, wohl nie mehr die Nummer 1 zu werden. Das klingt nun ganz anders: «Es ist faszinierend, wie schnell sich die Dinge zu deinen Gunsten drehen können, wenn du daran glaubst und es geniesst.» Beides tut Federer. Vielleicht mehr als je zuvor.

Wawrinka: «Roger lacht, er ist ein Arschloch!»

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Wie Stan Wawrinka nach der 20. Niederlage im 24. Duell mit Federer. «Er lacht, er ist ein Arschloch, aber er ist in Ordnung», sagt der Romand bei der Siegerzeremonie. Zuvor hatte er ein paar Tränen der Enttäuschung verdrückt. «Ich versuchte, ihn aufzuheitern. Er weiss das. Ich wollte ihm kein trauriges Gesicht zeigen, als er mich ansah. Ich wollte ihm zeigen, dass alles in Ordnung kommt. Ich schätze, das erreichte ich auch», sagte Federer amüsiert. «Jeder, der Tennis liebt, liebt dich. Ich bin dein grösster Fan und hoffe, dass du uns noch lange erhalten bleibst», fand Wawrinka dann auch noch salbungsvolle Worte für seinen Freund. Der nahm den Steilpass mit Humor auf: «Ich wurde schon oft als Arschloch bezeichnet. Normalerweise sind einfach keine Kameras dabei. Ich betrachte das als Kompliment. Auf dem Platz war es das erste Mal, aber es fühlte sich gut an.»

Alle Turniersiege von Roger Federer auf der ATP-Tour:

103. Titel, Basel 2019 Alex de Minaur, 6:2, 6:2
103 Bilder
102. Titel, Halle 2019 David Goffin 7:6, 6:1
101. Titel, Miami 2019 John Isner, 6:1, 6:4
100. Titel, Dubai 2019 Stefanos Tsitsipas, 6:4, 6:4
99. Titel, Basel 2018 Marius Copil, 7:6, 6:4
98. Titel, Stuttgart 2018, Milos Raonic, 6:4, 7:6
97. Titel, Rotterdam 2018, Grigor Dimotrov, 6:2, 6:2
96. Titel, Melbourne 2018 Marin Cilic, 6:2, 6:7, 6:3, 3:6, 6:1
95. Titel, Basel 2017 Juan Martin del Potro, 6:7,6:4,6:3
94. Titel, Shanghai 2017 Rafael Nadal, 6:4, 6:3.
93. Titel, Wimbledon 2017 Marin Cilic, 6:3, 6:1, 6:4
92. Titel, Halle 2017 Alexander Zverev, 6:1, 6:3
91. Titel, Miami 2017 Rafael Nadal, 6:3, 6:4
90. Titel, Indian Wells 2017 Stan Wawrinka, 6:4, 7:5.
89. Titel, Australian Open 2017 Rafael Nadal, 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3.
88. Titel, Basel 2015 Rafael Nadal, 6:3, 5:7, 6:3.
87. Titel, Cincinnati 2015 Novak Djokovic, 7:6 (7:1), 6:3.
86. Titel, Halle 2015 Andreas Seppi, 7:6 (7:1), 6:4
85. Titel, Istanbul 2015 Pablo Cuevas, 6:3, 7:6 (13:11)
84. Titel, Dubai 2015 Novak Djokovic, 6:3, 7:5.
83. Titel, Brisbane 2015 Milos Raonic, 6:4, 7:6, 6:4. - Es war Federers 1000. ATP-Karriere-Sieg.
82. Titel, Basel 2014 David Goffin, 6:2, 6:2.
81. Titel, Schanghai 2014 Gilles Simon, 7:6 (8:6), 7:6 (7:2)
80. Titel, Cincinnati 2014 David Ferrer, 6:3, 1:6, 6:2.
79. Titel, Halle 2014 Alejandro Falla, 7:6, 7:6
78. Titel, Dubai 2014 Tomas Berdych, 3:6, 6:4, 6:3.
77. Titel, Halle 2013 Michail Juschni, 6:7 (5:7), 6:3, 6:4.
76. Titel, Cincinnati 2012 Novak Djokovic, 6:0, 7:6 (9:7)
75. Titel, Wimbledon 2012 Andy Murray 4:6, 7:5, 6:3, 6:4
74. Titel, Madrid 2012 Tomas Berdych 3:6, 7:5, 7:5.
73. Titel, Indian Wells 2012 John Isner, 7:6, 6:3.
72. Titel, Dubai 2012 Andy Murray, 7:5 6:4.
71. Titel, Rotterdam 2012 Juan Martin Del Potro, 6:1, 6:4.
Federer feiert 2011 an den ATP World Tour Finals in London den 70. Titel im 100. Final Jo-Wilfried Tsonga, 6:3, 6:7, 6:3
69. Titel in Paris-Bercy Jo-Wilfried Tsonga, 6:1, 7:6
68. Titel in Basel 2011 Kei Nishikori, 6:1, 6:3
67. Titel in Doha 2011 Nikolay Davydenko, 6:3, 6:4
66. Titel an den World Tour Finals in London 2010 Rafael Nadal, 6:3, 3:6, 6:1
65. Titel in Basel 2010 Novak Djokovic, 6:4, 3:6, 6:1
64. Titel in Stockholm 2010 Florian Mayer, 6:4, 6:3
63. Titel in Cincinnati 2010 Mardy Fish, 6:7, 7:6, 6:4
62. Titel: Federer gewinnt die Australian Open 2010 Andy Murray, 6:3, 6:4, 7:6
61. Titel in Cincinnati 2009 Novak Djokovic, 6:1, 7:5
60. Titel: Wimbledon 2010 Andy Roddick, 5:7, 7:6, 7:6, 3:6, 16:14
59. Titel: Ein emotionaler Titel! Federer gewinnt 2009 endlich die French Open in Paris Robin Söderling, 6:1, 7:6, 6:4
58. Final in Madrid 2009 Rafael Nadal, 6:4, 6:4
57. Final in Basel 2008 David Nalbandian, 6:3, 6:4
56. Titel: Federer gewinnt die US Open 2008 Andy Murray, 6:2, 7:5, 6:2
55. Titel in Halle 2008 Halle. Philipp Kohlschreiber, 6:3, 6:4
54. Titel in Estoril 2008 Nikolay Davydenk0, 7:6, 1:2 (w.o.)
53. Titel in Schanghai 2007 David Ferrer, 6:2, 6:3, 6:2
52. Titel in Basel 2007 Jarkko Nieminen, 6:3, 6:4
51. Titel: US Open-Sieg 2007 Novak Djokovic, 7:6, 7:6, 6:4
50. Titel in Cincinnati 2007 James Blake, 6:1, 6:4
49. Titel: Skpektakulärer Wimbledon-Triumph 2007 Rafael Nadal, 7:6, 4:6, 7:6, 2:6, 6:2
48. Titel in Hamburg 2007 Rafael Nadal, 2:6, 6:2, 6:0
47. Titel in Dubai 2007 Mikhail Juschni, 6:4, 6:3
46. Titel: Federers Sieg an den Australian Open 2007 Fernando Gonzalez, 7:6, 6:4, 6:4
45. Titel in Schanghai 2006 James Blake, 6:0, 6:3, 6:4
44. Titel in Basel 2006 Fernando Gonzalez, 6:3, 6:2, 7:6.
43. Titel in Madrid 2006 Fernando Gonzalez, 7:5, 6:1, 6:0
42. Titel in Tokio 2006 Tim Henman, 6:3, 6:3
41. Titel: Federer gewinnt 2006 auch die US Open Andy Roddick, 6:2, 4:6, 7:5, 6:1
40. Titel in Toronto 2006 Richard Gasquet, 2:6, 6:3, 6:2
39. Titel, Federer gewinnt 2006 Wimbledon Rafael Nadal, 6:0, 7:6, 6:7, 6:3
38. Titel in Hamburg 2006 Tomas Berdych, 6:0, 6:7, 6:2
37. Titel in Miami 2006 Ivan Ljubicic, 7:6, 7:6, 7:6
36. Titel in Indian Wells 2006 James Blake, 7:5, 6:3, 6:0
35. Titel: Ein emotionaler Titel: Federer gewinnt 2006 die Australian Open Marcos Baghdatis, 5:7, 7:5, 6:0, 6:2
34. Titel in Doha 2006 Gaël Monfils, 6:3, 7:5
33. Titel in Bangkok 2005 Andy Murray, 6:3, 7:5
32. Titel: Federer gewinnt 2005 die US Open Andre Agassi, 6:3, 2:6, 7:6, 6:1
31. Titel in Cincinnati 2005 Andy Roddick, 6:3, 7:5
Federer gewinnt Wimbledon 2005, sein 30. Titel Andy Roddick, 6:2, 7:6, 6:4
29. Titel in Halle 2005 Marat Safin, 6:4, 6:7, 6:4
28. Titel in Hamburg 2005 Richard Gasquet, 6:3, 7:5, 7:6
27. Titel in Miami 2005 Rafael Nadal, 2:6, 6:7, 7:6, 6:3, 6:1
26. Titel in Indian Wells 2005 Lleyton Hewitt, 6:2, 6:4, 6:4
25. Titel in Dubai 2005 Ivan Ljubicic, 6:1, 6:7, 6:3
24. Titel in Rotterdam 2005 Ivan Ljubicic, 5:7, 7:5, 7:6
23. Titel in Doha 2005 Ivan Ljubicic, 6:3, 6:1
22. Titel in Houston 2004 Lleyton Hewitt, 6:3, 6:2
21. Titel in Bangkok 2004 Andy Roddick, 6:4, 6:0
Federer gewinnt zum ersten Mal die US Open, sein insgesamt 20. Titel Lleyton Hewitt, 6:0, 7:6, 6:0
19. Titel in Toronto 2004 Andy Roddick, 7:5, 6:3
18. Titel in Gstaad 2004 Igor Andrejev, 6:2, 6:3, 5:7, 6:3
Der zweite Wimbledon-Titel 2004: Sein insgesamt 17. Titel Andy Roddick, 4:6, 7:5, 7:6, 6:4
16. Titel in Halle 2004 Mardy Fish, 6:0, 6:3
15. Titel in Hamburg 2004 Guillermo Coria, 4:6, 6:4, 6:2, 6:3
14. Titel in Indian Wells 2004 Tim Henman, 6:3, 6:3
13. Titel in Dubai 2004 Feliciano Lopez, 4:6, 6:1, 6:2
Der erste Autralian Open-Sieg: Jahr 2004, sein 12. Titel Marat Safin, 7:6, 6:4, 6:2
11. Titel in Houston 2003 Andre Agassi, 6:3, 6:0, 6:4
10. Titel in Wien 2003 Carlos Moya, 6:3, 6:3, 6:3
Federers erster Grand Slam-Sieg: Wimbledon 2003 Mark Philippoussis, 7:6, 6:2, 7:6
8. Titel in Halle 2003 Nicolas Kiefer, 6:1, 6:3
7. Titel in München 2003 Jarkko Nieminen, 6:1, 6:4
6. Titel in Dubai 2003 Jiri Novak, 6:1, 7:6
5. Titel in Marseille 2003 Jonas Bjorkman, 6:2, 7:6
4. Titel in Wien 2002 Jiri Novak, 6:4, 6:1, 3:6, 6:4
3. Titel in Hamburg 2002 Marat Safin, 6:1, 6:3, 6:4
2. Titel in Sydney 2002 Juan Ignacio Chela, 6:3, 6:3
Roger Federers erster Titel auf der ATP-Tour, Mailand 2001 Julien Boutter, 6:4, 6:7, 6:4

103. Titel, Basel 2019 Alex de Minaur, 6:2, 6:2

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Aktuelle Nachrichten