Am 23. Februar 2017 wird Claudio Ranieri aus dem Amt des Cheftrainers bei Leicester City entlassen. Einen Tag nach der 1:2-Niederlage im Champions League-Achtelfinal gegen den FC Sevilla. In der Liga steht Leicester nach dem 25. Spieltag nur auf Platz 17 mit nur einem Punkt Abstand auf einen Abstiegsplatz.

Im Sommer 2016 wurde Ranieri mit Leicester Meister – im Februar 2017 wurde er entlassen.

Im Sommer 2016 wurde Ranieri mit Leicester Meister – im Februar 2017 wurde er entlassen.

Die Führung des Klubs um Präsident Vichai Srivaddhanaprabha sieht sich gezwungen zu reagieren. Die «Foxes» entlassen ihren Meistercoach und Ligahelden Claudio Ranieri nach 81 Spielen als Cheftrainer. Experten und Fans rund um den Globus reagieren geschockt auf die Entlassung des Italieners beim Überraschungsmeister.

Rio Ferdinand (81 Länderspiele für England):

«Gerade die Nachricht zu Ranieri gesehen. Ich bin geschockt. Gewinnt die Liga, verdient aber keine Zeit um gegen den Abstieg zu kämpfen.»

Gary Lineker (80 Länderspiele für England):

«Nach allem was Ranieri für Leicester getan hat ist diese Entlassung unerklärlich, unverzeihlich und einfach nur traurig.»

Jamie Carragher (508 Spiele für Liverpool und 38 Länderspiele für England):

«Was für ein Witz.»

Zurück zur alten Stärke

Die «Foxes» haben nach der Entlassung Ranieris Craig Shakespeare als Interimscoach verpflichtet. Dieser konnte bei seinem ersten Spiel gegen Liverpool mit 3:1 gewinnen. Was für eine Wende. Im zweiten Spiel gegen Hull City siegte Leicester City wieder mit 3:1. Leicester hat nun wieder einen Abstand von 3 Punkten auf einen Abstiegsplatz.

Der neue starke Mann an der Seitenlinie: Craig Shakespeare.

Der neue starke Mann an der Seitenlinie: Craig Shakespeare.

Shakespeare spielt mit Leicester den einfachen Konterfussball, der sie zum Meistertitel geführt hat. Die Mannschaft wirkt nach der Entlassung von Ranieri wie neu geboren, die Offensive um Jamie Vardy und Riyad Mahrez (Afrikas Fußballer des Jahres 2016) fabriziert wieder Tore. Mittelfeld-Dirigent Danny Drinkwater erklärt die Verwandlung so: «Wir machen die einfachen Dinge sehr gut. Es gibt keinen Grund, Komplikationen zu schaffen. Shakes vereinfacht das Spiel, das hilft uns.»

Doch wie geht es in der Champions League weiter? Nach der 1:2-Niederlage in Sevilla ist für Leicester noch alles möglich, vor allem da Sevilla momentan in einer kleinen Formkrise steckt. In der Liga gab es zuletzt ein enttäuschendes 1:1-Unentschieden gegen Aufsteiger Leganés. 

Ein Weiterkommen in der Champions League bildet für Leicester die einzige Möglichkeit, die verkorkste Saison zu retten. Der FC Barcelona hat letzte Woche einen 0:4-Rückstand aufholen können. Warum also sollte Leicester dieses Kunststück nicht auch vollführen können?