Formel 1

Die zweite Premiere der Formel-1-Saison

Portimão bietet dem Formel-1-Tross eine abwechslungsreiche Strecke

Portimão bietet dem Formel-1-Tross eine abwechslungsreiche Strecke

Zum zweiten Mal betritt die Formel 1 in dieser von der Corona-Pandemie geprägten Saison Neuland. Die Premium-Klasse ist an diesem Wochenende in Portimão in Portugal zu Gast.

Nach der Premiere Mitte September in Mugello in der Toskana nun also der erste Auftritt in der West-Algarve im Süden Portugals. Die Premiere in Portimão ist auch eine Rückkehr ins Land nach 24 Jahren Absenz.

Von 1984 bis 1996 hatte der Grand Prix von Portugal in Estoril stattgefunden. Die erste Veranstaltung im westlich der Hauptstadt Lissabon gelegenen Badeort beendete ebenfalls einen 24 Jahre dauernden Unterbruch. 1958 und 1960 war auf dem Circuito da Boavista in Porto gefahren worden, dazwischen auf dem Circuito de Monsanto in der Nähe von Lissabon.

Buemis erste offizielle Testfahrten

Die Rennstrecke im Autodromo Internacional do Algarve in Portimão wurde Anfang November 2008 eingeweiht. Formel-1-Teams nutzten sie wenig später zu Testzwecken. Den Reigen eröffneten Ferrari und McLaren, im Januar 2009 setzte McLaren die Saisonvorbereitungen an der Seite von Renault, Williams, Toyota und Toro Rosso fort. Für die zweite Equipe von Red Bull drehte Sébastien Buemi damals seine ersten offiziellen Runden. Der Waadtländer hatte wenige Tage zuvor einen Vertrag als Stammfahrer unterzeichnet. Buemi, heutzutage in der Formel E und in der Langstrecken-Weltmeisterschaft engagiert, bestritt in drei Saisons 55 Grands Prix für Toro Rosso.

Am letzten der drei bei misslichsten Bedingungen abgehaltenen Testtage war auch Lewis Hamilton für seinen damaligen Arbeitgeber McLaren im Einsatz. Der Engländer, zweieinhalb Monate zuvor erstmals Weltmeister geworden, ist der einzige der aktuellen Fahrer, der den Kurs in Portimão in einem Formel-1-Auto umrundet hat. Daniel Ricciardo, Sergio Perez, Alexander Albon, Charles Leclerc, George Russell und Lance Stroll haben Rennen in anderen Serien bestritten.

Fast wie Eau Rouge

Die gut 4,6 Kilometer lange Strecke ist in hügeliges Gelände eingebettet. Die Höhenunterschiede in den einzelnen Sektoren sind entsprechend. Die "Berg- und Talfahrt" beinhaltet Steigungen von bis zu sechs Prozent und ein maximales Gefälle von zwölf Prozent. Die charakteristischste, spektakulärste Senke erinnert an die Passage Eau Rouge auf dem Rundkurs in Francorchamps in Belgien. Das Rennen beginnt und endet auf dem längsten Vollgas-Abschnitt. Die Start-/Ziel-Gerade ist einen knappen Kilometer lang.

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