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Der FCB überzeugt kämpferisch und spielt gegen YB 1:1

Nach turbulenten Tagen holt der FC Basel gegen Ligadominator YB ein respektables Unentschieden. Vor allem in der zweiten Hälfte weiss der FCB auch spielerisch zu überzeugen. Darian Males gelingt ein wunderbarer Premierentreffer.

Simon Leser
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Das Spiel: Die Vorzeichen vor dem Spiel zwischen dem FC Basel und den Berner Young Boys könnten unterschiedlicher nicht sein . Hier der taumelnde FCB, dort der überzeugende Schweizermeister. Doch im direkten Aufeinandertreffen gehört dem Heimteam vom Rheinknie die erste Chance. Pajtim Kasami setzt seinen Schuss in der 8. Minute aber drüber. Es ist der Weckruf für die Gäste, die fortan mit mehr Druck und Geschwindigkeit spielen, und damit die FCB-Abwehr vor Probleme stellen. Nach 19 Minuten schiesst der Leader bereits sieben Mal, insbesondere bei den Aktionen von Mohamed Camara und Christian Fassnacht wird es brandgefährlich.

Die Führung fällt dann auch, doch sie fällt auf der anderen Seite. Darian Males bekommt an der Strafraumgrenze den Ball und schlenzt diesen mit viel Präzision in die hohe Torecke der Berner. Doch YB zeigt sich dadurch nur wenig beeindruckt, drückt weiter - und belohnt sich nur sechs Zeigerumdrehungen später für den betriebenen Aufwand. Meschak Elia bedient Sandro Lauper, der mit einem gefühlvollen Lupfer FCB-Torhüter Heinz Lindner keine Chance lässt. Dass es mit 1:1 auch in die Pause geht, verdankt das Heimteam einer regelrechten Abwehrschlacht. Schüsse werden geblockt, Tacklings ausgepackt, zu elft verteidigt. Und dennoch ist das Unentschieden zu einem guten Teil auch dem Glück zuzuschreiben.

Nach der Pause steigert sich das Heimteam, auch wenn zuerst die Berner gefährlich werden. Jean-Pierre Nsame und Elia vergeben jedoch. Auf der anderen Seite ist es Cabral, der gleich zwei Mal die Chance hat, den FCB wieder unerwartet in Führung zu bringen. Doch weil der Brasilianer bei seiner ersten Gelegenheit den freistehenden Pajtim Kasami nicht bedienen will, wird daraus nichts. Danach ist das Spiel ausgeglichen, kein Vergleich zu der ersten Halbzeit, in der sich der FCB eine wahre Abwehrschlacht liefert.

Mit dem 1:1 kann der FCB angesichts der turbulenten letzten Tagen wohl gut leben. Vor alle, weil die wenigsten ihm ein Unentschieden gegen den überlegenen Leader zugetraut hätten. Und dennoch bleibt der FCB auch im sechsten Spiel hintereinander ohne Sieg. Der letzte Heimerfolg datiert noch immer von Anfang Dezember.

Der Beste: Timm Klose wurde seit seinem Transfer viel und oftmals zurecht kritisiert. Doch gegen YB ist er derjenige, der in der Abwehrschlacht goldwert ist. Er blockt die Schüsse, grätscht erfolgreich und dirigiert seine Abwehr.

Das gab zu reden: In einer Woche, in welcher der FCB ins endgültige Chaos schlitterte, läuft das Spiel richtiggehend geordnet ab. Als Benrhard Burgener dem SRF nach Spielende sagt, dass der Tag der Abrechnung noch kommen werde, merkt man aber sogleich wieder: das Chaos ist noch da.