Eishockey-WM 2017
Hockey-Präsident Fasel nimmt Schlittschuh-Kicker in Schutz: «Ich unterstelle Jeglic keine Absicht»

Die erstaunliche Sichtweise von IIHF-Präsident René Fasel zum Fall Rüfenacht. Er verteidigt den Entscheid der Disziplinar-Kommission und erachtet zwei Spiele Sperre als korrekt.

Marcel Kuchta
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René Fasel zu Rüfenacht

René Fasel zu Rüfenacht

Keystone (Bearbeitung: az)

Einen Tag nach dem skandalös milden Urteil gegen den slowenischen «Schlittschuh-Kicker» Ziga Jeglic äusserte sich nun auch noch der Präsident des Internationalen Eishockeyverbands (IIHF), René Fasel, zum Fall. «Unsere Disziplinar-Kommission besteht aus früheren Olympia- und NHL-Champions. Die verstehen, wie Eishockey funktioniert. Die können solche Szenen richtig einschätzen. Deshalb sind die zwei Spiele Sperre für mich okay. Die Aktion des slowenischen Spielers war rücksichtlos, aber ich unterstelle ihm keine Absicht.»

Dass der IIHF-Präsident seiner obersten Disziplinar-Instanz nicht öffentlich in den Rücken fällt, ist logisch. Aber vielleicht wäre es in diesem Fall besser gewesen, der Schweizer hätte sich nicht konkret zum Fall geäussert, sondern sich einfach auf die Entscheidung der Kommission berufen. Dass er die erstaunliche Sichtweise angesichts der Konsequenzen, die ein «Treffer» an Thomas Rüfenachts Hals hätte haben können, öffentlich stützt und Ziga Jeglic trotz der eindeutigen Videobilder keine Absicht unterstellt, ist mehr als erstaunlich. Oder anders ausgedrückt: unverständlich.