Weltcup St. Moritz

Gut-Behrami mit Selbstvertrauen, eine Debütantin aus Nidwalden und eine gewichtige Absenz

«Ich war schon an verschiedenen Orten schnell»: Lara Gut-Behrami.

«Ich war schon an verschiedenen Orten schnell»: Lara Gut-Behrami.

Dieses Wochenende beginnt die Speedsaison der Frauen in St. Moritz. Diese Akteurinnen stehen dabei im Fokus. Das Rennen heute wurde wegen der Wetterverhältnisse bereits abgesagt, morgen dürfen sie hoffentlich starten.

Lara Gut-Behrami (29)

«Ich war schon an verschiedenen Orten schnell»: Lara Gut-Behrami.

«Ich war schon an verschiedenen Orten schnell»: Lara Gut-Behrami.

Je länger die letzte Saison dauerte, desto mehr drehte Gut-Behrami auf. Im Februar gewann sie in Crans-Montana zwei Abfahrten. Im Sommer hat sie an der Basisdisziplin Riesenslalom gearbeitet. Das gebe ihr eine «gewisse Lockerheit» in allen anderen Disziplinen. St. Moritz ist ein erfolgreiches Kapitel im Leben der 29-Jährigen. Hier raste sie als 16-Jährige schon aufs Podest, hier gewann sie den Gesamtweltcup und WM-Bronze. Mit Blick aufs Wochenende sagt sie: «Nicht nur St. Moritz ist ein guter Hang für mich. Ich war schon an verschiedenen Orten schnell.» Das Selbstwertgefühl scheint intakt zu sein.

Corinne Suter (26)

Gewann letztes Jahr zwei Kristallkugeln: Corinne Suter.

Gewann letztes Jahr zwei Kristallkugeln: Corinne Suter.

Corinne Suter Die 26-jährige Speedspezialistin aus Schwyz steigt zum ersten Mal als Favoritin in eine Saison. Im vergangenen Winter war sie in den schnellen Disziplinen tonangebend und gewann Abfahrts- sowie Super-G-Wertung. Vor dem Heimweltcup gibt es kaum Gründe, die auf ein Ende dieses Höhenflugs hindeuten könnten. Suter sagt, in der Vorbereitung sei alles so gelaufen, wie sie sich das vorgestellt habe. «Wenn mir eine gute Fahrt gelingt, bin ich vorne dabei.» In St. Moritz stand sie noch nie auf dem Podest. Gut möglich, dass dieser Satz nach dem Wochenende redigiert werden muss.

Wendy Holdener (27)

Hat nochmals physisch zugelegt: Wendy Holdener.

Hat nochmals physisch zugelegt: Wendy Holdener.

Wendy Holdener In den letzten Jahren wurde die Transformation von der Technikerin zur Allrounderin immer deutlicher. Vorläufiger Höhepunkt in den Speed-Disziplinen war der dritte Platz im Super-G von Garmisch, im Februar. Die 27-Jährige hat in der Vorbereitung an ihrer Physis gearbeitet und Muskelmasse zugelegt. Ihr Steckenpferd bleibt nach wie vor der Slalom. In den beiden ersten Slaloms des Winters landete sie einmal knapp und einmal weniger knapp neben dem Podest. Als am Freitagabend der Schneefall nicht aufhörte, mutmasste sie: «Es kann ja auch sein, dass alles normal durchgeführt wird. Man muss flexibel sein.»

Delia Durrer (18)

Delia Durrer, hier im Einsatz bei den Jugend-Winterspielen Anfang März.

Delia Durrer, hier im Einsatz bei den Jugend-Winterspielen Anfang März.

Sie ist 18 Jahre alt, stammt aus Oberdorf im Kanton Nidwalden und gehört zum Skiclub Beckenried-Klewenalp: Delia Durrer. Am Wochenende wird sie in St. Moritz – vorausgesetzt die Rennen finden statt – ihr Weltcup-Debüt geben. Die Trainings mit der Schweizer Ski-Prominenz haben es der C-Kader-Athletin angetan. «Wenn man mit einer Corinne Suter oder einer Lara Gut-Behrami trainiert, vergleicht man sich mit extremen Massstäben. Aber man merkt eben auch, was möglich wäre, wenn man ihnen mal zeitlich näher kommt.» Sie wolle vor allem das zeigen, was sie im Training gezeigt habe.

Mikaela Shiffrin (25)

Sie wartet noch mit Speed-Einsätzen: Mikaela Shiffrin.

Sie wartet noch mit Speed-Einsätzen: Mikaela Shiffrin.

Mikaela Shiffrin Die dreifache Gesamtweltcup-Siegerin ist nicht nach St. Moritz gereist. Laut US-Skiverband will sich Shiffrin vorerst auf die technischen Disziplinen beschränken und nächste Woche in Courchevel wieder ins Geschehen eingreifen. Mit Trainingsrückstand reichte es ihr in Levi bei zwei Slaloms zu einem Podestplatz. Trotz ihrer Absenz wird es an internationaler Konkurrenz nicht mangeln. Die Italienerinnen Goggia und Brignone, letztes Jahr Erste und Zweite in St. Moritz, werden am Start stehen. Ebenso die Österreicherinnen Schmidhofer und Venier sowie die Slowakin Petra Vlhova.

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