GLADBACH AUCH WEITER
Auf den Spuren einer Legende: Karim Benzema führt Real Madrid ins Achtelfinal der Königsklasse

Wenn es zählt, dann liefert Madrid: Real sichert sich mit einem 2:0-Sieg gegen Gladbach souverän das Weiterkommen. Dank Karim Benzema.

Raphael Gutzwiller
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Mann des Abends in Madrid: Karim Benzema.

Mann des Abends in Madrid: Karim Benzema.

Bernat Armangue / AP

Wie hatte es Luka Modric formuliert? «Real hat immer bewiesen, dass es zur Stelle ist, wenn es gewinnen muss.» Der Weltfussballer von 2018 sollte recht behalten.

Die Anhänger von Underdogs-Teams hatten im Vorfeld dieses entscheidenden Duells im Kampf um das Achtelfinal-Ticket der Champions League darauf gehofft, dass das kleine Borussia Mönchengladbach den erfolgreichsten Fussballklub Europas aus dem Konzert der Grossen spediert. Eine Niederlage von Real Madrid hätte das erstmalige Ausscheiden aus der Gruppenphase bedeutet.

Stattdessen folgt in diesem zum Final erklärten Spiel ein Auftritt, in dem Real Madrid zwar nicht zaubert, aber so dominant auftritt, wie dies von den Königlichen in ihrem Lieblingswettbewerb erwartet wird. Am Ende siegt Real mit 2:0. Gladbach wiederum präsentiert sich eingeschüchtert, obwohl Real seine Gäste derzeit nicht im Estadio Santiago Bernabéu empfängt – sondern im kleinen Estadio Alfredo di Stéfano. Benannt ist die Spielstätte nach der Real-Legende, welche die Madrilenen mit seinen Toren Ende der 1950er-Jahre zu fünf Titeln im Vorgängerwettbewerb der Champions League geführt hat.

Um diese Legende einzuholen fehlt Karim Benzema noch ein Titel. Schon viermal hat der Franzose mit den Madrilenen die Champions League gewonnen. Und mit seinem Torriecher sorgt der 32-Jährige dafür, dass die Real-Fans von einem weiteren Triumph in der Champions League träumen dürfen.

Zweimal schraubt sich der bullige Stürmer im Gladbacher Strafraum hoch und köpfelt den Ball in die Maschen. Die Tore sind fast identisch. Erster Streich: Lucas Vázquez flankt von der linken Seite, Benzema köpfelt ein. Zweiter Streich: Rodrygo flankt von der linken Seite, Benzema köpfelt ein.

Danach ist die Sache gegessen, auch wenn Real noch einige Chancen vergibt. Die Königlichen bringen den Sieg souverän nach Hause. Krise hin oder her. Für die Borussia bleibt die Erkenntnis, dass man in diesem Final nicht mit Real Madrid mithalten konnte. Weil Inter Mailand gegen Schachtjor Donetsk remisiert, qualifiziert sich Gladbach dennoch erstmals seit 1977 für die Achtelfinals.

PSG mit Zeichen gegen Rassismus und klarem Sieg

Niederknien gegen Rassismus: Kylian Mbappé.

Niederknien gegen Rassismus: Kylian Mbappé.

Ian Langsdon / EPA

Fussballgeschichte wurde schon am frühen Abend geschrieben, als die Spieler von Paris St. Germain und Basaksehir Istanbul sich während der Hymne der Champions League niederknien. Es ist ein klares Zeichen gegen Rassismus. Die Spieler der Mannschaften von Paris St. Germain und Basaksehir Istanbul knien sich während der Hymne der Champions League nieder. «No to racism» prangt auf der Tribüne des Prinzenparks in Paris. Später startet die Partie nicht wie gewöhnlich mit einem Anspiel auf dem Mittelpunkt, sondern mit einem Freistoss für Basaksehir in deren Platzhälfte. Und auf der Anzeigetafel läuft schon die 13. Spielminute.

Der Start dieses wiederaufgenommenen Spiels zwischen Paris und Basaksehir zeigt auf, wie speziell die Affiche ist. Am Dienstag noch war die Begegnung wegen eines Rassismusskandals abgebrochen worden. Diesmal zeigt sich PSG, dass nach der Niederlage von Manchester United bei Leipzig schon für die Achtelfinals qualifiziert ist, in absoluter Spiellaune. Allen voran die beiden Superstars Neymar und Kylian Mbappé. Neymar erzielt drei Treffer und Mbappé deren zwei zu einem deutlichen und ungefährdeten 5:1-Sieg. Damit schnappen sich die Pariser noch den Gruppensieg vor RB Leipzig.