Weltmeisterschaft
«Wir haben Spanien geschlagen, doch das ändert die Welt nicht»

Nach dem historischen Sieg der Schweizer Nationalmannschaft gegen die spanische Selección stellten sich Goalie Diego Benaglio und Stürmer Blais Nkufo den Medien. Von Euphorie keine Spur.

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Nkufo

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Keystone

Der Reuters-Journalist konnte sich ein Schmunzeln an der heutigen Pressekonferenz nicht verkneifen, als er Blaise Nkufo fragte, ob die Schweiz nun Favorit auf den WM Titel sei. «Ja, wir haben Spanien geschlagen, doch das ändert die Welt nicht», antwortete Nkufo trocken. «Wir müssen das Spiel schnell vergessen und nach vorne blicken.» Schliesslich sei Chile ein ebenso harter Brocken wie die Spanier.

Ein Team, das gewinnen will

Euphorie? Keine Spur. Nkufo sprach von Teamgeist, von Disziplin, also von jenen Tugenden, welche die Schweizer Mannschaft gestern während 95 Minuten auszeichneten. Er strich die Leidenschaft heraus, den bedingungslosen Kampf: «Wir sind ein Team - ein Team, das gewinnen will.»
Frei oder Derdiyok? «Ja», es gebe Unterschiede im Zusammenspiel. Doch das habe weniger mit der Person Frei oder Derdiyok zu tun, vielmehr sei es abhängig von der Spielweise, die Trainer Hitzfeld fordere. «Frei ist halt verletzt. Deshalb spielte ich an der Seite von Derdiyok», sagte Nkufo nüchtern.

«Wir wollen einfach nur gewinnen»

Diego Benaglio indessen wies darauf hin, wie wichtig eine gute Regeneration sei - physisch und mental. «Es war ein hartes Stück Arbeit. Nun müssen wir darauf bedacht sein, nicht euphorisch zu werden.» Denn: Die drei Punkte würden auch nicht weiterhelfen, wenn man gegen Chile verliere und selbst gegen den vermeintlich schwächsten Gruppengegner Honduras sei eine Topleistung gefragt.

Angesprochen auf den italienischen Rekord (550 Minuten ohne Gegentor an einer WM), meinte Benaglio lediglich: «Wenn man davon spricht, gibt es ohnehin keinen Rekord und: Das alles interessiert mich eigentlich gar nicht. Wir wollen einfach gewinnen.»

Die Gratulation von Pascal Zuberbühler hat Benaglio jedenfalls schon bekommen - per SMS. Schliesslich sind die beiden Goalis schon länger befreundet. (sza)

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