WM14
Willkommen im Spiel ohne Grenzen!

Xherdan Shaqiri schiesst die Schweiz mit drei Treffern gegen Honduras in den WM-Achtelfinal. Die Schweiz hat mit dem Sieg über Honduras erst die Pflicht erfüllt. Jetzt folgt Argentinien! Der Kommentar zur Achtelfinal-Qualifikation.

François Schmid-Bechtel
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Die Schweizer Nati erfüllt mit der Achtelfinal-Qualifikation die Pflicht.

Die Schweizer Nati erfüllt mit der Achtelfinal-Qualifikation die Pflicht.

Keystone

Danke, Xherdan Shaqiri! Die Schweizer Fussball Nationalmannschaft ist also doch nicht so unreif, leidenschafts- und emotionslos, wie man nach den ersten beiden Auftritten gegen Ecuador und Frankreich befürchten musste.

Wie von Trainer Ottmar Hitzfeld prophezeit, hat sich die Schweiz für die WM-Achtelfinals qualifiziert. Als ihr das 2006 letztmals gelang, begnügte sie sich damit.

Heute ist vieles anders. Heute hat das Nationalteam mit dem Vorstoss unter die Letzten 16 erst die Pflicht erfüllt.

Das Ziel indes bleibt undefiniert.

Ottmar Hitzfeld formulierte es einzig als «Spiel ohne Grenzen». Wohlwissend, dass die goldene Generation um Xherdan Shaqiri zu vielem fähig ist, wenn sie so auftritt, wie es ihrem Wirken und Wesen entspricht: leidenschaftlich, unbekümmert, solidarisch, mutig und stürmisch.
Natürlich wartet im Achtelfinal mit Argentinien ein Schwergewicht und Turnierfavorit auf die Schweiz.

Aber der Weltmeister von 1978 und 1986 hängt bislang einzig am Tropf von Lionel Messi. Vier der sechs Treffer hat der Superstar besorgt. Die restlichen Spieler haben indes mehrheitlich enttäuscht.
Das Rätsel «Messi» kann man entschlüsseln. Aber dafür müssen die Schweizer über die Schmerzgrenze hinaus. Physisch und mental. Dazu sind sie in der Lage.

Temporär haben sie das im gestrigen Dschungel-Kampf bewiesen. Bestes Beispiel ist Xherdan Shaqiri, der in den letzten Tagen einiges an Kritik einstecken musste.

Seine Reaktion? Eine Galavorstellung mit drei Treffern – das ist die Antwort eines Champions.

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