Super League

Warum die Konkurrenz nicht unschuldig an der FCB-Meisterserie ist – eine Begründung in 14 Gifs

Wie in den vergangenen sechs Saisons: Bald kann der FC Basel wieder den Titel feiern

Wie in den vergangenen sechs Saisons: Bald kann der FC Basel wieder den Titel feiern

Überall wird der FC Basel angesichts seines bevorstehenden siebten Meistertitels in Serie gelobt - und das ist sicher auch richtig. Doch welchen Anteil haben eigentlich die Young Boys, der FC Zürich, die Grasshoppers oder der FC Sion am FCB-Dauererfolg?

Der FC Basel wird sich den siebten Meistertitel in Serie mit grosser Wahrscheinlichkeit am Samstag, 30. April, sichern. Gewinnt der souveräne Leader der Super League nämlich sein Heimspiel gegen den FC Sion, dann steht die neuerliche Titelverteidigung auch rechnerisch definitiv fest.

Natürlich, der FCB macht Vieles richtig. Der Klub hat das prallste Konto, das grösste Stadion, das beste Kader und die fähigste Führungscrew der Liga. Langsam aber sicher raubt das der Super League die Spannung. Und daran ist die Konkurrenz nicht ganz unschuldig - das zeigt auch ein Blick ins Videoarchiv der vergangenen paar Saisons.

Die Young Boys «veryoungboysen» es regelmässig

Fast schon notorisch werden die Young Boys in den Saisonvorschau-Beiträgen Jahr für Jahr wieder als grösster Konkurrent des FCB angepriesen - obwohl es jedes Jahr wieder dasselbe ist: Entweder verspielen die Berner ihre Titelchancen gleich zu Beginn der Saison, oder dann eben zum Schluss. Etwas aber bleibt immer gleich: YB kann den FCB nicht stürzen.

Das hat so weit geführt, dass sich in den vergangenen Jahren ein eigenes Adjektiv für das Scheitern der Gelb-Schwarzen eingebürgert hat. Es ist der Begriff des «veryoungboysen». Es umschreibt das Scheitern auf möglichst unfähige Art und Weise.

Am besten lässt sich die Bedeutung von «veryoungboysen» so demonstrieren:

Zarate und Steffen veryoungboysen im Doppelback

Oder so: 

YB-Nuzzolo kläglich

Und wenn das eigene Unvermögen nicht reicht, dann ist YB eben hilfsbereit...

YB-Wölfli patzert

Oder trifft gleich gegen sich selbst:

YB-Nef trifft ins eigene Tor

GC ist aufstrebend, attraktiv und doch keine FCB-Bedrohung

Die junge Mannschaft von GC machte in der laufenden Saison viel Freude - und sorgte gleichzeitig für Stirnrunzeln. Die Freude galt der potenten Offensive, die Falten auf der Stirn der immer wieder sehr löchrigen Defensive. Es ist so in etwa das Abbild der Entwicklung in den vergangenen Jahren: Mal top, mal flop. Aber immer zu wenig, um die Vormachtstellung des FC Basel ernsthaft in Frage stellen zu können.

Diese Szene fasst die aktuelle GC-Saison zusammen: Offensiv stark, defensiv fehleranfällig

Eigentor von GC-Barthe

Auch bei GC sind Goalie-Flops ein Thema:

GC-Vasic floppt

Beim FC Sion zählt vor allem der Showfaktor

Im Wallis ist der Cup heilig. Die Konzentration liegt in erster Linie auf diesem Wettbewerb - und auf dem Showfaktor. Letzteres hat in erster Linie mit Präsident Christian Constantin zu tun. CC tut alles, um den Anhängern seines Klubs und der ganzen Fussballschweiz jederzeit eine gute Show zu bieten.

Sei es, indem er seine Trainer häufiger wechselt als seine Unterhosen (dabei tantz der aktuelle Trainer Didier Tholot etwas aus der Reihe, er steht nun schon überdurchschnittlich lange beim FC Sion an der Seitenlinie), indem er medienwirksam über Schiedsrichterentscheide tobt oder bei seiner alljährlichen pompösen Sponsorengala.

An der diesjährigen Gala inszenierte sich CC als Heilsbringer...

CC nimmt die Cup-Trophäe im Himmel persönlich in Empfang

... der die Cup-Trophäe aus dem Himmel nach Sion brachte:

CC bringt die Cup-Trophäe an die Sion-Gala

Selbst Superstürmer Moussa Konaté hat das verinnerlicht:

Schwalbe Konaté

Der FC Zürich verliert den Anschluss

Noch viel schlimmer als den anderen Konkurrenten erging es zuletzt dem FC Zürich. Der Stadtklub hat den Anschluss an den Schweizer Branchenprimus verloren und kämpft derzeit gar gegen den Abstieg. Zehn Jahre ist es mittlerweile her, als sich der FCZ mit einem Last-Minute-Sieg in Basel den Titel in der Saison 2005/06 sicherte. Und die Zürcher sind es auch, deren Klublogo dank des Titels 2008/09 in der Liste der Schweizer Meister vor der vollumfänglichen und bis heute andauernden Dominanz des FCB auftaucht.

Doch der FCZ war in den vergangenen Saisons nur noch ein Schatten seiner selbst und sorgte ind Meisterschaft vielmehr mit Slapstick-Einlagen als mit Erfolgen für Aufmerksamkeit. Ein paar Beispiele gefällig?

Da schenkt der Goalie Gegentore her...

FCZ-Da Costa floppt

 ... und der neue Top-Stürmer scheitert trotz bester Ausgangslage:

Kerschakow sündigt im Abschluss

Auch Etoundi tut sich dann und wann schwer:

Chancentod Etoundi

Dieser vergebene Penalty ging wegen der grossen Gegenwehr um die Welt:

Chermiti bringt und bringt ihn nicht rein

Diese auch - nur ging es da um die Arroganz des FCZ:

FCZ-Margairaz versemmelt Penalty überheblich

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