In der Squadra des neuen Trainers Zdenek Zeman hinterlässt der Südamerikaner eine beträchtliche Lücke. Als Chef der Abwehr galt er im Prinzip als unverzichtbar. Noch im Januar hatten die Bianconeri eine gut dotierte Offerte des Serie-A-Klubs Udinese ausgeschlagen, nun war der Uru indes nicht mehr zu halten.

Beim Titelhalter und Copa-Libertadores-Teilnehmer wird Malvino einem Insider zufolge künftig mindestens das Doppelte seiner bisherigen Bezüge verdienen. Der Liga-Neuling wird sich mangels interner Alternativen auf dem internationalen Markt nach einem Ersatz umsehen müssen.

Der für Lugano ungünstig späte Abgang ist aber nicht nur wirtschaftlich bedingt, sondern hängt mutmasslich mit dem ehemaligen Lugano-Teilhaber Pablo Betancur zusammen. Nach Unstimmigkeiten mit dem FCL-Präsidenten Angelo Renzetti zog sich der einflussreiche Spielervermittler und Manager Malvinos Mitte Juni zurück und dürfte den Transfer des wertvollen Innenverteidigers in den letzten Tagen forciert haben.