Europa League
Titelhattrick komplett: Der FC Sevilla holt sich den Titel dank eines 3:1-Finalsiegs über Liverpool

Der FC Sevilla gewann zum dritten Mal in Folge die Europa League. Die Spanier setzten sich im Final in Basel gegen Liverpool nach 0:1-Pausenrückstand 3:1 durch.

Dean Fuss
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So sieht Freude aus: Sevillas Torhüter Soria jubelt nach dem Titelgewinn in die Fankurve
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Die besten Fotos vom Europa-League-Final in Basel
So sieht Enttäuschung aus: Liverpools Spieler nach dem Abpfiff
Sevilla-Captain Coke feiert seinen zweiten Treffer zum 3:1 Endstand
Die Fans von Sevilla feiern iher Mannschaft
Coke (r.) und Kevin Gameiro feiern das 2:1 für Sevilla
Sevillas Spieler feiern den Ausgleichstreffer zum 1:1
Liverpools Kolo Toure kann Sevillas Kevin Gameiro auch nicht am Tor zum 1:1 hindern
Gameiro bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich
Die Spieler von Liverpool feiert den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0
Sevilla-Keeper Soria streckt sich vergebens gegen den Schuss von Liverpools Daniel Sturridge - der Ball landet zum 1:0 für Liverpool im Tor
Liverpools Daniel Sturrdige feiert seinen Treffer zur 1:0-Führung
Harter Zweikampf zwischen Dejan Lovren (l.) und Sevillas Kevin Gameiro unter den Augen von Liverpool-Trainer Jürgen Klopp
Auch Fifa-Präsident Gianni Infantino lässt sich das Finalspiel nicht entgehen
Der St. Jakob-Park erstrahlt während der Eröffnungszeremonie in seiner ganzen Pracht
Die Liverpool-Fans bei der Intonierung ihrer Hymne «You'll never walk alone»
Liverpool-Trainer Jürgen Klopp begrüsst die Zuschauer
Die Spieler von Liverpool beim Aufwärmen vor der Partie
Auch die Fans von Sevilla sind nicht weniger fanatisch im Stadion

So sieht Freude aus: Sevillas Torhüter Soria jubelt nach dem Titelgewinn in die Fankurve

Keystone

Liverpool zeigte eine überragende erste Halbzeit, führte dank einem Traumtor von Daniel Sturridge bei Halbzeit hoch verdient, verlor nach dem Blitzausgleich nach Wiederanpfiff aber den Faden und wurde von entfesselten Spaniern überrollt. Es waren zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, und die die zwei Gesichter der Liverpooler Stimmungsmannschaft eindrücklich offenbarten. Matchwinner für Sevilla war Coke, der nach Kévin Gameiros 1:1 innert sechs Minuten doppelt traf.

Mit dem fünften Sieg im fünften Final zementierten die Andalusier ihre Vormachtstellung in der Europa League. Dass der FC Sevilla vor 15 Jahren ein bankrotter Zweitligist war und auch heute mit einem bedeutend kleineren Budget als Liverpool wirtschaftet, lässt die Erfolge, die sich unter dem sportlichen Leiter Ramon Rodriguez Verdejo, kurz "Monchi", einstellten, umso beeindruckender erscheinen.

Liverpool war auf gutem Weg

Zur Pause hatte noch wenig bis nichts auf Sevillas Titel-Hattrick hingedeutet. Es war das erwartet gefühlte Heimspiel für Liverpool. Und von der Atmosphäre liess sich selbst der Europa-League-Dominator der letzten Jahre zwischenzeitlich beeindrucken. In der ersten Halbzeit gehörten nur die ersten Minuten Sevilla. Technisch sichtbar besser, kippte das Geschehen schon früh auf die Seite der Liverpooler, die auftraten, als spielten sie an der Anfield Road. Die Sevillistas wirkten zwischenzeitlich paralysiert, die Liverpooler dagegen wie im Rausch.

Ein Geniestreich von Daniel Sturridge führte in der 35. Minute zum fälligen 1:0. Der englische Nationalspieler zirkelte den Ball von der linken Seite mit dem Aussenrist mit viel Gefühl und unhaltbar für Sevillas Keeper David Soria ins lange Eck. Sevilla konnte gar froh sein, nicht mit einem höheren Rückstand in die Pause gegangen zu sein. Vor dem 0:1 hatte Abwehrchef Daniel Carriço einmal nach einem Kopfball Sturridges auf der Linie geklärt (11. Minute). Kurz darauf taxierte der Schiedsrichter eine strittige Szene im Strafraum nicht als Handspiel. Carriço war der Ball an den Arm geprallt; es war eine 50/50-Entscheidung.

Die einzige Chance für die Spanier hatte Topskorer Kévin Gameiro Minuten vor dem Gegentreffer. Sein Fallrückzieher nach einem Corner streifte nicht weit am linken Pfosten vorbei. Liverpools vermeintliches 2:0 durch Dejan Lovren zählte zu Recht nicht, weil Sturridge Soria im Abseits stehend irritiert hatte.

Die grosse Wende nach der Pause

Sevillas Coach Unai Emery, in Spanien wegen seines taktischen Gespürs und Flexibilität hoch gehandelt, nahm in der Pause ohne Zweifel die richtigen taktischen Korrekturen vor. Denn nach der Pause hatte plötzlich sein Team wieder die Oberhand - begünstigt auch durch den prompten Ausgleich durch Gameiro, der nun im Spiel angekommen war. Nur 17 Sekunden lief die Partie wieder, ehe der Treffer alles auf den Kopf stellte. Liverpool entglitt die Partie, die Fans erstarrten. Cokes Doppelschlag zwischen der 64. und der 70. Minute besiegelte Trainer Jürgen Klopps fünfte Niederlage in den letzten fünf grossen Finals.

Derweil Sevilla dank dem Finalsieg erneut direkt für die Champions League qualifiziert ist, spielt Liverpool nächste Saison nicht international - was die Niederlage umso bitterer macht. Den Engländern entgehen Einnahmen in Millionenhöhe - allein die Teilnahme an der Champions League hätte zwölf Millionen Euro garantiert -, zudem verschlechtert sich die Verhandlungsposition bei zweifelsohne nötigen Transfers merklich.

Liverpool - FC Sevilla 1:3 (1:0)

Basel. - 34'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eriksson (SWE). - Tore: 35. Sturridge 1:0. 46. Gameiro 1:1. 64. Coke 1:2. 70. Coke 1:3.

Liverpool: Mignolet; Clyne, Lovren, Touré (82. Benteke), Moreno; Milner, Can; Lallana (73. Allen), Firmino (69. Origi), Coutinho; Sturridge.

FC Sevilla: Soria; Mariano Ferreira, Rami (78. Kolodziejczak), Daniel Carriço, Escudero; Krychowiak, N'Zonzi; Coke, Banega (93. Cristoforo), Vitolo; Gameiro (89. Iborra).

Bemerkungen: Liverpool ohne Sakho (Dopingsperre), Gomez (verletzt), Sevilla ohne Reyes, Krohn-Dehli, Andreolli, Trémoulinas (alle verletzt). 39. Tor von Lovren wegen Offside-Position von Sturridge annulliert. Verwarnungen: 30. Lovren, 56. Vitolo, 57. Banega, 72. Origi (alle Foul), 77. Rami (Unsportlichkeit), 94. Clyne (Foul).

Ernüchterung nach dem Spiel
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Enttäuschte Fans beim Public Viewing
Enttäuschte Fans beim Public Viewing
Da steht einer gerne im Mittelpunkt
Wimmelbild vom Feinsten
Da braucht es auch mal eine Pause
Basel macht sich für den Europa-League-Final bereit
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Noch ein Selfie
Die Fans geniessen am Rhein das tolle Wetter.
Einge vergnügen sich auf etwas andere Art
Das Skelett vor dem Naturhistorischen Museum wurde verschönert
Die Fahnen hängen
Dieser Fan hat sich ein Bildnis des Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán, dem Stadion des FC Sevilla, auf den Rücken tätowiert
Hmm, ob da wer Hunger hat
Die Sevillanos haben ihre Fahnen auch aufgehängt
Kein Platz wird nicht mit Fahnen behangen
Überall wird gesungen und lautstark der Name der eigenen Mannschaft skandiert
Jeder stellt sich gerne vor die Kamera
Auf der Grossleinwand auf dem Barfi werden die Fans auf das Spiel eingestimmt.
Die zweite Leinwand auf dem marktplatz haben noch nicht so viele Fans gefunden.
Das viele Bier muss auch mal raus.
Der Claraplatz hat sich auch gefüllt.
Die Sevillanos haben das Schwarzwaldmädchen auf dem Clarabrunnen geschmückt.
Ein Selfie an die Daheimgebliebenen
Da sammelt sich der Abfall
Der Öffentliche Verkehr ist in Basel zum Erliegen gekommen
Alles was ein Fan braucht: Sonne, Spass und Bier
Der Pegel ist bei einigen jetzt schon hoch
Für Nachschub ist gesorgt
Ein Liverpool-Fan tanzt oben ohne.
Campino von den «Toten Hosen» und der deutsche Photograph Paul Ripke auf dem Barfi
Ein Liverpool-Fan macht mit einem Rauchtopf und viel Enthusiasmus Stimmung
In der Sonne beim Bahnhof lässt sich das Bier auch geniessen.
Die Tramstrecke zwischen Barfüsserplatz und Claraplatz ist gesperrt - zu viele Menschen sind hier unterwegs.
Scousers auf dem Barfi
Noch ein Erinnerungsfoto mit dem schönen Rhein.
Die Sevillanos haben ihre Fanzone auch gefunden.
Gemütliche Stimmung bei den Sevilla-Fans.
Die Liverpool-Fans dekorieren ihre Fanzone.
Die Fans werden am Bahnhof von ihresgleichen empfangen.
Die letzten Vorbereitungen im Stadion
Am Euro-Airport kamen mit Extraflügen die Fans aus Spanien an.
Mit Extrabussen werden sie in die Stadt transportiert.
Für Fragen der Fans, die mit dem öffentlichen Verkehr in die Stadt reisen, sind BVB-Mitarbeiter zur Stelle.
Die Liverpudlians nehmen langsam aber sicher die Stadt ein.
In Pubs, Beizen und auf den öffentlichen Plätzen fiebern sie dem Final heute Abend entgegen.
Auch dieser Liverpool-Fan macht sich warm.
Noch mit dem richtigen Schal eindecken.
Es hat genug.
Auch die Shirts des FC Liverpool sind beliebt.
Vor dem Joggeli ist alles für den heutigen Abend vorbereitet.
Die «Road to Basel» findet endlich ihr Ziel.
Anlässlich des Europa-League-Finals hat die Uefa der Stadt Basel einen Kunstrasen geschenkt
Alex Frei nahm diesen Rasen, der auf der Liesbergermatte liegt, als Ambassador des Finals offiziell entgegen.
Alex Frei enthüllt das offizielle Schild.
Frei, der unweit vom neune Kunstrasenfeld an der Güterstrasse aufgewachsen ist, war sichtlich stolz.
Bei dieser Gelegenheit unterhielt sich Frei noch mit den Kindern ...
... die als erstes auf dem neuen Feld spielen durften.
Die Teams werden auf ihr Spiel vorbereitet.
Das Spiel in vollem Gange.
Hier entsteht das offizielle Erinnerungsfoto.
Auch auf dem Münsterplatz ist nicht mehr zu übersehen, dass in Basel Ausnahmezustand herrscht.
Für die Tage vor und während dem Final wurde extra ein Fussballfeld auf dem Münsterplatz installiert ...
... auf dem Kinder um Tickets für den Final spielen konnten.
Auf dem Münsterplatz gibt es aber noch weitere Attraktionen.
Und auch auf dem Marktplatz ist dank der riesigen Pokal-Imitation nicht zu übersehen, welcher Grossanlass in Basel stattfindet.
Mit dem Pokal werden auch gerne schon mal Selfies geschossen. Ob die Liverpool-Profis heute Abend dasselbe mit dem echten Pokal tun können?

Ernüchterung nach dem Spiel

Keystone

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