Schweiz
Sensation: Die Schweiz ringt Europameister Spanien mit 1:0 nieder

Einfach Fantastisch. Die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld schafft das Unmögliche und besiegt Europameister Spanien mit 1:0. Einziger Torschütze für die Schweiz war Gelson Fernandes. Klicken Sie sich durch die schönsten Bilder der Partie und der jubelnden Fans in Aarau und Baden.

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Eren Derdiyok
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Eren Derdiyok

Keystone

Vasilije Mustur

Ottmar Hitzfeld

«Vom Sieg träumen darf man immer, auch gegen Spanien. Ich habe ja immer wieder betont, dass in einem Spiel alles möglich ist. Allerdings durfte man den Sieg nicht erwarten. Ich habe gespürt, dass die Mannschaft sehr konzentriert war, deshalb hatte ich ein gutes Gefühl. Es war wichtig, nicht zu offen zu spielen. Ab der Mittellinie wollten wir kompakt sein. Eren Derdiyok war sehr diszipliniert, er hat viel Laufarbeit verrichten müssen. In ein Turnier positiv zu steigen, ist natürlich sehr wichtig. Senderos hat den Fuss übertreten. Es sieht nicht gut aus. Wir hoffen aber, dass er im Verlaufe des Turniers wieder einsteigen kann.»

Das gibt es nicht. Der Schiedsrichter verhängt eine Nachspielzeit von fünf Minuten!

Die Schweiz wird stärker. Die Konter der Schweizer Mannschaft werden zwingender. Aber Achtung: Es gibt nach dem Gegenangriff der Spanier einen Eckball - ohne Ergebnis.

Die Schweiz wechselt. Derdiyok geht, Hakan Yakin kommt.

Aus dem Nichts setzt Derdiyok den Ball an den Pfosten. Inzwischen hätte die Schweiz anhand ihrer Kämpferherzen das 2:0 mehr als verdient.

Das Powerplay der Spanier geht weiter. Alonso schiesst einen wunderschönen Distanzschuss an die Latte. Nächste Chance für Spanien. Der Schlenzer von David Villa streicht am Posten vorbei. Und noch eine Chance. Diesmal hält Benaglio einen Schuss der Spanier erneut.

Die Schweiz steht viel zu tief

Trotz der Führung: Die Schweiz steht viel zu tief. Die Mannschaft muss einen Weg finden, sich aus der Umklammerung zu lösen. Ein Mittel dafür wäre die Einwechslung eines zusätzlichen Mittelfeldspielers. Da drängt sich Schwegler als defensiver Abräumer auf. Und wieder kommen die Spanier zu einer Grosschance - und erneut wehrt Benaglio den Schuss in Weltklassemanier ab.

JA!!! Die Schweiz schiesst aus dem Nichts das 1:0. Torschütze ist Gelson Fernandes. Jetzt heisst hinten dicht machen! Aber bei diesem Treffer war mehr Zufall als Können dabei. Nach einem Konter verstolpert zunächst Nkufo erst danach stochert Fernandes den Ball aus dem Gefühl heraus in den Kasten des spanischen Golies Casillas.

Vicente Del Bosque

Vicente Del Bosque (Coach Spanien): «Das war eine Überraschung. Es war nicht unser Tag. Uns hat auf den letzten Metern die Präzision gefehlt, obwohl wir dominiert haben. Aber wir haben die WM noch nicht aufgegeben. Jetzt ist es unsere Aufgabe, die nächsten beiden Spiele zu gewinnen und damit noch in die nächste Runde einzuziehen.»

Spanien hält den Druck auch nach der Pause den Druck auf das Schweizer Tor aufrecht. Das Problem ist augenfällig. Die Schweiz steht zu nahe am eigenen Strafraum und überlässt dem Europameister das Mittelfeld faktisch kampflos. Auf die Dauer wird es sehr schwierig diesem Druck der Spanier zu widerstehen.

Wieder spielen die Spanier die Schweizer schwindlig und kommen zu einer weiteren Grosschance. Allerdings vergibt Iniesta kläglich!

Dass kann nicht so weiter gehen. Die Schweizer leistet sich zu viele unnötige Ballverluste. Aber es wird etwas besser. Barnetta tankt sich nach dem Doppelpass mit Nkufo durch und holt den zweiten Eckball heraus - doch ohne Erfolg.

Senderos muss vom Feld - er ist verletzt

Endlich! Hitzfeld nimmt den verletzten Senderos aus dem Spiel. Von Bergen kommt. Derweil erhitzt die Frage, warum Hitzfeld Senderos nicht schon früher ausgewechselt hat, die Gemüter.

Spanien kommt zu einem Freistoss gefährlich nahe an der Schweizer Strafraumgrenze. Der Schuss wird abgelenkt. Eckball für den Europameister. Gefahr gebannt - vorerst.

Das war sehr knapp. Iniesta scheitert aus bester Position am Schweizer Torwart Benaglio. Doch der Schweiz droht weiterer Ärger. Senderos muss wegen einer Verletzung wahrscheinlich vom Feld. Für ihn wird Steve Von Bergen kommen. Damit muss sich die Innenverteidigung neu organisieren. Die Frage ist, wann wechselt Hitzfeld endlich aus.

Ramos verzieht seinen Schuss

Der Druck der Spanier nimmt etwas zu. Doch Ramos schiesst weit am Kasten von Benaglio vorbei. Ausserdem zieht der Europameister ein Pressing auf und macht den Schweizer Verteidigern das Leben schwer.

Eckball für die Schweiz. Doch nach dem miserabel getretenen Corner von Barnetta lancieren die Spanier blitzschnell ihren Gegenangriff und kommen gefährlich vor das Schweizer Tor. Doch Benaglio hält den Ball und das Unentschieden fest.

Das war zu erwarten. Die Spanier lassen von Beginn an Ball und Gegner laufen. Die Schweizer Mannschaft steht in der Defensive aber bisher kompakt. Zudem beschränkt sich die Schweizer Nationalmannschaft vorerst nur auf das Verteidigen und schrecken auch vor Befreiungsschlägen nicht zurück.

Schweiz spielt mit Derdiyok

Es ist soweit: Die Schweiz bestreitet ihre erste Vorrundenpartie an der Weltmeisterschaft in Südafrika gegen den amtierenden Europameister Spanien.

Die Schweiz beginnt in folgender Formation:Benaglio; Lichtsteiner, Senderos, Grichting, Ziegler; Fernandes, Inler, Huggel, Barnetta; Derdiyok, Nkufo.

Spanien geht seinerseit mit folgender Startelf in die Partie gegen die Schweiz: Cassillas, Pique, Puyol, Ramos; Iniesta, Xavi, Capdevila, Alonso, Silva; Villa.

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