In der Vorrunde produzierte Belgien die meisten Torschüsse und Goals aller WM-Teilnehmer. Damit wurde die Mannschaft des spanischen Trainers Roberto Martinez vorerst den Einschätzungen gerecht, wonach sie zu den Mitfavoriten auf den Titel eingestuft werden muss. Gegner Japan dagegen, der es noch nie in die Viertelfinals einer WM geschafft hat, dürfte der überraschendste aller Achtelfinalisten sein. Nur die Tatsache, weniger Gelbe Karten erhalten zu haben als der Senegal, hatte die Asiaten in die K.o.-Phase gebracht. Mit dem peinlichen Ballgeschiebe in den letzten 10 Minuten gegen Polen, als sie nur noch das Resultat hielten, machten sich die Japaner aber keine Freunde.

Können die Japaner dem Favoriten aus Belgien ein Bein stellen?

  

Belgien ist trotz seiner Favoritenstellung gewarnt. Schon vor vier Jahren an der WM in Brasilien hatte die Equipe die Gruppenphase ohne Verlustpunkt überstanden. Dann folgten ein knapper Sieg nach Verlängerung gegen die USA - und gegen Argentinien im Viertelfinal das Aus. Noch schlimmer traf es Belgien 2016 an der EM in Frankreich, wo es in den Viertelfinals eine 1:3-Niederlage gegen Wales absetzte. Napoli-Stürmer Dries Mertens erinnert sich nur ungern: «Vor dem Viertelfinal sagten alle, da kämen wir locker durch - prompt schieden wir aus.»