Coronavirus - Brasilien

Rio verlegt Patienten aus provisorischer Corona-Klinik im Maracanã

In Brasilien ist ein Streit um die Unterbringung von Coronavirus-Patienten in Sportstätten, wie das berühmte Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro entbrannt. (Archivbild)

In Brasilien ist ein Streit um die Unterbringung von Coronavirus-Patienten in Sportstätten, wie das berühmte Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro entbrannt. (Archivbild)

Trotz einer Gerichtsentscheidung, die den Verbleib der Patienten angeordnet hatte, hat das Gesundheitssekretariat von Rio de Janeiro alle Patienten aus dem provisorischen Krankenhaus für Corona-Patienten im legendären Maracanã-Stadion verlegt.

Dies berichteten brasilianische Medien am Samstag (Ortszeit). Der Vertrag endete an diesem Tag.

Die Justiz hatte sowohl die Schliessung der Spitäler im Maracanã-Stadion und in São Gonçalo als auch die Verlegung der Patienten verboten. Die Gesundheitsbehörde bestritt, dass es mit der Verlegung der Patienten aus dem Krankenhaus im Maracanã dieses auch schliesst. Das Portal "G1" zitierte jedoch Mitarbeiter, die berichteten, dass die Geräte entfernt worden seien und sie zur Schicht am Samstagmorgen keine Arbeitsbedingungen vorgefunden hätten.

Die provisorische Klinik im Maracanã war im Mai inmitten der Coronavirus-Pandemie eröffnet worden. Die Betten und medizinischen Geräte standen nicht auf dem Spielfeld, sondern im Leichtathletik-Stadion nebenan. Die Clubs Flamengo und Fluminense, die das Stadion derzeit verwalten, hatten ihre Zustimmung zur Nutzung gegeben. Der Rasen sollte für den Fussball geschont werden, der mit der Regionalmeisterschaft im Juni zurückkehrte.

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