Skandalspiel

Nach Spielabbruch in Sion: GC kündigt harte Strafen für die eigenen Fans an

GC will rigoros gegen die eigenen Fans, die gestern Abend in Sion mit mehrfachem Zünden von Feuerwerkskörpern einen Spielabbruch verursachten, vorgehen.

An einer ausserordentlichen Sitzung am Sonntagmorgen sprach sich der Verwaltungsrat des Super-League-Schlusslichts für «harte Sanktionen und Massnahmen» gegen die Urheber der Krawalle von Sion aus.

In enger Zusammenarbeit mit der Schweizer Fussball-Liga SFL, der Polizei und gegebenenfalls mit der Staatsanwaltschaft soll der Vorfall «genau untersucht» werden. «Nach einer solchen Eskalation und einer Gefährdung des Publikums und der Spieler, müssen wir auch strafrechtliche Massnahmen genau prüfen», erklärt GC-Vizepräsident András Gurovits, der vom Verein mit der Leitung und Koordination aller notwendigen internen und externen Untersuchungen beauftragt wurde. Offenbar prüft GC eine Strafanzeige gegen Unbekannt.

GC-Präsident Stephan Anliker nimmt am Tag nach dem Spielabbruch wie folgt Stellung:

Gestern sagte er unmittelbar nach dem Spielabbruch über die Chaoten im eigenen Fanblock: «Es war absolut sinnlos, mit ihnen zu reden. Die sind bekokst, die sind betrunken. Sie haben hinter den Gittern getan wie wilde Tiere.»

Der Verwaltungsrat appelliert auch an die Selbstregulierung innerhalb der GC-Fankurve. Die hat in Sion komplett versagt. «Wir vertrauen den Fan-Gruppen, dass sie dieses Problem bei ihren Mitgliedern aktiv adressieren und so zur Lösung beitragen. Die Randalierer haben dem Grasshopper Club Zürich auch in sportlicher Hinsicht geschadet. Spieler, Trainer und das Personal waren geschockt ob der rohen Gewalt einzelner GC-Fans in Sion», lässt sich der Verwaltungsrat zitieren. (pre)

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