WM 2018
Kolumbien im Achtelfinal, Senegal scheitert qualvoll

Kolumbien hat sich dank dem 1:0-Sieg zum Vorrunden-Abschluss gegen den Senegal als Gruppensieger für die Achtelfinals qualifiziert. Für die Afrikaner bedeutete es das bittere Out.

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Kolumbiens Spieler lassen sich von den Fans feiern. Dank dem 1:0-Sieg gegen Senegal qualifizieren sie sich als Gruppenerster für das Achtelfinal.
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Enttäuschung vorne bei Senegals Salif Sane und Freude hinten links bei den Kolumbianern.
Die beiden Superstars im Luftkampf: Sadio Mane (links) und Radamel Falcao (rechts).
Grosse Enttäuschung bei den Senegalesen: Wegen der Fairplay-Wertung qualifiziert sich Japan für den Achtelfinal.
Kampf um alles oder nichts zwischen Kolumbien (links) und Senegal (rechts).
RUSSIA SOCCER FIFA WORLD CUP 2018 epa06847789 Sadio Mane (L) of Senegal and Santiago Arias of Colombia in action during the FIFA World Cup 2018 group H preliminary round soccer match between Senegal and Colombia in Samara, Russia, 28 June 2018. (RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup) EPA/TATYANA ZENKOVICH EDITORIAL USE ONLY
WM 2018: Impressionen vom Spiel Senegal - Kolumbien
Kolumbiens Torhüter, David Ospina, freut sich ebenfalls.
Dieser kolumbianische Fan hofft auf einen Sieg der Kolumbianer.
Die Fans der Senegalesen machen vor Anpfiff schon gehörig Stimmung.
Und die Senegalesen zeigen, dass sie dieses Spiel gewinnen wollen.
Der grosse Star der Senegalesen: Sadio Mane.
Und hier der kolumbianische Hoffnungsträger: James Rodriguez.
Carlos Sanchez (vorne) und Kalidou Koulibaly haben den Ball in Sichtweite.
Kolumbiens Radamel Falcao steigt am höchsten, bringt den Ball aber anschliessend nicht gefährlich aufs Tor.
Hier fällt Sadio Mané (links) im Strafraum der Kolumbianer. Nach Intervention des Videoschiedsrichters wird der Penaltypfiff zurückgezogen.
Santiago Arias (unten) wird von Sadio Mane in den Rücken gestossen.
Bitteres Out: Nach dreissig Minuten muss James Rodriguez verletzt vom Spielfeld.
Yerry Mina (oben) lässt in diesem Zweikampf Mbaye Niang keine Chance.
Juan Cuadrado kontrolliert den Ball gekonnt.
Innenverteidiger Yerry Mina macht es Juan Cuadrado nach.
Radamel Falcao (links) im Luftkampf mit Senegals Keita Balde.

Kolumbiens Spieler lassen sich von den Fans feiern. Dank dem 1:0-Sieg gegen Senegal qualifizieren sie sich als Gruppenerster für das Achtelfinal.

Gregorio Borgia

Zwei Verwarnungen, die die Senegalesen mehr kassiert haben als die Japaner, gaben den Ausschlag für die Asiaten, verwiesen Senegal auf den 3. Platz. Sowohl die Afrikaner als auch Japan, das im anderen Match den bereits gescheiterten Polen mit 0:1 unterlag, hatten zum Abschluss der Gruppe H vier Punkte, ein Torverhältnis von 4:4 und eine ausgeglichene Direktbegegnung (2:2) vorzuweisen. So entschied erstmals überhaupt die Fairplay-Wertung über das Weiterkommen und diese sprach mit 4:6 Gelben Karten für die Japaner.

Senegal erlebte ein unglückliches Out, muss sich aber auch an der eigenen Nase nehmen. Der Viertelfinalist von 2002 machte gegen Kolumbien lange Zeit zu wenig und fühlte sich etwas zu sicher, als es noch 0:0 stand, ein Resultat, das den Westafrikanern auf jeden Fall zum Weiterkommen gereicht hätte. In der 74. Minute sorgte Kolumbiens Verteidiger Yerry Mina mit einem der wenigen gefährlichen Aktionen der Südamerikaner nach einem Eckball für das 1:0. Der wuchtige Kopfball war ein Stich ins Herz der Senegalesen.

In der Schlussviertelstunde erspielte sich Senegal noch die eine oder andere Torchance, etwa durch Sadio Mané - sein Schuss parierte Kolumbiens Goalie David Ospina stark - und Ismaila Sarr, der aus guter Position das Ziel verfehlte. Kolumbien, das schon nach einer halben Stunde Spielmacher James Rodriguez verletzungsbedingt verloren hatte, wurde für eine mittelmässige Leistung fürstlich belohnt. An das Kolumbien, das wenige Tage zuvor Polen deklassiert hatte, erinnert in Samara wenig.

Matchtelegramm

Senegal - Kolumbien 0:1 (0:0)

Samara. - 41'970 Zuschauer. - SR Mazic (SRB). - Tor: 74. Mina 0:1.

Senegal: Khadim N'Diaye; Gassama, Sané, Koulibaly, Sabaly (74. Wagué); Sarr, Kouyaté, Gueye, Mané; Baldé (80. Konaté), Niang (86. Sakho).

Kolumbien: Ospina; Arias, Davinson Sanchez, Mina, Mojica; Uribe (83. Lerma), Carlos Sanchez; Cuadrado, Quintero, James (31. Muriel); Falcao (89. Borja).

Bemerkungen: Senegal komplett. Kolumbien ohne Aguilar (verletzt). Verwarnungen: 45. Mojica (Foul). 51. Niang (Foul).