Nationalmannschaft

Gute Gefühle bei Naticoach Petkovic

Die Anweisungen fast perfekt umgesetzt: Naticoach Vladimir Petkovic ist nach dem 6:0 der Schweiz gegen Panama rundum zufrieden

Die Anweisungen fast perfekt umgesetzt: Naticoach Vladimir Petkovic ist nach dem 6:0 der Schweiz gegen Panama rundum zufrieden

Die WM-Form stimmt, die Schweiz ist für höhere Aufgaben bereit. Das 6:0 gegen Panama ist kein verlässlicher Gradmesser, aber eine Momentaufnahme, die bei Vladimir Petkovic ein gutes Gefühl auslöst.

"Tolle Leistung, tolle Moral." Petkovics Einleitung beim obligaten Debriefing mit den Journalisten sagte viel über die Gemütslage des Tessiners. Das 6:0 in Luzern tat ihm gut, das Ergebnis tat dem Team gut. Sie hätten früh "hoch angegriffen" und selbstbewusst gespielt, fasste er den 90-minütigen Kürlauf zum höchsten Testspielsieg seit 1991 zusammen.

Das vorzügliche Ergebnis an sich mochte er nicht allzu sehr einordnen oder gewichten. Als erheblicher taxierte Petkovic die Signale, welche seine Elf sendete, mit welcher Leidenschaft sie an einem trüben Abend die knapp 8000 Zuschauer unterhielten. "Wie gut wir funktionierten, wie gut alle waren im Team", war dem Selektionär wichtig.

Sie hätten die richtige Formel gefunden, so Petkovic. "Und die Resultate halfen uns, die Erkenntnisse zu festigen." Die Mannschaft hat seine Prinzipien und Systeme verstanden, in den vergangenen zehn Tagen akzentuierte sich das Bild einer breiter bestückten Equipe. "Ich sah verschiedene Spieler auf verschiedenen Positionen - und sie überzeugten mich."

Mario Gavranovic beispielsweise, nach einem erfolgreichen Engagement beim kroatischen Double-Gewinner Rijeka inzwischen Stürmer des Rekordmeisters Dinamo Zagreb, empfahl sich für weitere Aufgebote und Offerten. "Seine Bilanz ist positiv. Er ist gefährlich im Sechzehner, das kann nützlich sein."

Auch andere aus der zweiten Reihe ergriffen ihre Chance "mit beiden Händen", wie es Petkovic formulierte. Er habe einige positive Antworten erhalten in den beiden Tests gegen Griechenland (1:0) und Panama (6:0). Das Casting für die 25 bis 30 seriösen Kandidaten geht weiter. "Die Türen sind für alle weiterhin offen. Ich habe die Schlüssel weggeworfen."

Und dann schob er lächelnd nach: "Ich bin sicher, dass einige anklopfen, um eine weitere Chance zu erhalten." Sie müssten in den nächsten Monaten ihre Fahrt fortsetzen und mit den Erfolgen so gut umgehen wie mit weniger guten Kritiken, gab Petkovic die Richtung vor. "Immer schön weiterarbeiten, mit grosser Liebe für den Fussball."

Blossstellung durch die Schweiz

Weniger rosig sind die WM-Perspektiven Panamas. Hernan Dario Gomez beschönigte den schwersten Fehltritt seiner über dreijährigen Amtszeit mit keinem Wort: "So dürfen und wollen wir in Russland nicht auftreten. Der Gegner gewann fast jeden Zweikampf, die Schweiz hat uns heute Abend ausgezogen." Sie hätten alle Defizite aufgezeigt bekommen, gestand Gomez ein.

Der erfahrene Coach führte drei Nationalteams an eine Endrunde, er kann das Niveau einschätzen: "Wir müssen uns Gedanken machen und hart arbeiten, dass uns so etwas nicht noch einmal passiert." Am 18. Juni steht den Mittelamerikanern beim Debüt auf WM-Ebene mit Belgien eine der besten Offensiv-Mannschaften Europas gegenüber. "Ich hoffe, es gibt kein Fiasko."

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