Challenge League
FCA-Präsident Schmid: «Die neue Saison wird kein Zuckerschlecken»

Der FC Aarau ist bereit für die am Montag mit dem Derby gegen Wohlen beginnende Saison 2015/16. Dies bekräftigten Präsident Alfred Schmid, Sportchef Urs Bachmann und Trainer Livio Bordoli am Freitagmorgen unisono.

Dean Fuss
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Der FC Aarau blickt mit Zuversicht auf die neue Saison: Sportchef Urs Bachmann, Cheftrainer Livio Bordoli und FCA-Präsident Alfred Schmid (v.l.)

Der FC Aarau blickt mit Zuversicht auf die neue Saison: Sportchef Urs Bachmann, Cheftrainer Livio Bordoli und FCA-Präsident Alfred Schmid (v.l.)

ZVG

Die schlechte Stimmung rund um den Abstieg des FC Aarau aus der Super League von Ende Mai scheint wie weggeblasen, als sich Präsident Alfred Schmid, Sportchef Urs Bachmann und der neue Cheftrainer Livio Bordoli am Freitagmorgen den Medien stellen. Die Zuversicht für die kommende Saison dominiert. Man ist beim Klub zufrieden mit den getätigten Transfers und der Ausgangslage.

«Der FC Aarau ist weiterhin das Aushängeschild des Spitzensports im Kanton Aargau», sagt Präsident Schmid. Auch deshalb strebe man den sofortigen Wiederaufstieg in die Super League an. «Wir wissen, dass das nicht einfach wird. Aber wir konnten das Gerüst der Mannschaft zusammen behalten. Einzelne Abgänge haben wir in Kauf genommen, aber es sind keine dabei, die uns gross schmerzen.» Damit spricht der FCA-Präsident von Spielern wie Stephan Andrist, Daniel Gygax, Dusan Djuric oder auch Ognjen Mudrinski, die die vergangene Saison im Brügglifeld bestritten, aber nie richtig ins Gefüge passen wollten.

Zuversichtlich stimmen Schmid die getätigten Zuzüge: «Diese sollten unsere sportliche Situation verbessern. Wir sind guten Mutes für die kommende Saison.» Das offizielle Gesamtbudget des FC Aarau liegt zwischen vier und fünf Millionen Franken, wobei nur ein Teil davon auf die erste Mannschaft entfällt. «Budgetmässig sind wir in der Challenge League sicher vorne mit dabei», sagt Schmid.

Er geht davon aus, dass die Sicherheitskosten in der Challenge League von rund einer halben Million Franken in der vergangenen Saison auf etwa einen Fünftel davon heruntergefahren werden können. Allerdings sind natürlich auch die Einnahmen aus TV-Rechten und Rangprämien von der Liga massiv tiefer als in der Super League.

Die Lehren aus dem letzten Abstieg

Nach dem letzten Abstieg des FC Aarau im Sommer 2010 bekundete der Klub in seiner ersten Challenge-League-Saison enorme Mühe und musste zwischenzeitlich gar um den Ligaerhalt fürchten. Das soll diesmal nicht passieren, weil man in der sportlichen Führung die nötigen Lehren gezogen hat. «Damals haben wir die Challenge League sportlich unterschätzt. Zudem hatten wir von der Super League her eine leere Kasse und konnten so die nötigen Verpflichtungen nicht machen.»

Die Saison 2010/11 in der Challenge League schloss der FCA auf dem 11. Platz und damit sogar hinter dem Kantonsrivalen FC Wohlen ab. «Mit einer zur Hälfte aus U21-Spielern bestehenden Mannschaft in der Challenge League zu bestehen, hat damals nicht funktioniert. Jetzt wissen wir das und haben entsprechend reagiert», sagt Schmid.

Wer wird neuer Hauptsponsor?

Eine offene Frage abseits des Kaders gibt es beim FCA aber noch: Diejenige des neuen Hauptsponsors. Vor einigen Monaten war bekannt geworden, dass sich der aktuelle Hauptsponsor Zehnder Group Schweiz AG per Ende Jahr 2015 zurückziehen wird. Auf seiner Suche nach einem Nachfolger ist der Klub bisher noch nicht fündig geworden. «Wir haben einige Kontakte. Gespräche laufen, aber es ist noch nichts definitiv», sagt der Klubpräsident.

Er hofft darauf, dass sich die Ausgangslage verbessert, wenn die Aussicht in Sachen neues Stadion im Torfeld Süd besser wird. «Wir rechnen damit, dass die Baubewilligung im Lauf des nächsten Jahres rechtskräftig wird», sagt Schmid.

Was Trainer Livio Bordoli und Sportchef Urs Bachmann zum neuen Kader sagen, lesen Sie am Samstag in der «Aargauer Zeitung».