Fussball
Fabrizio Miccoli erzielt aus 45 Metern das Tor seines Lebens

In der Tabelle ist Palermo weit hinten. Am Wochenende zeigte der Club nun, dass er es kann. Vor allem einer brillierte: Fabrizio Miccoli. Der Stürmer drosch in der Spielfeldmitte volley auf den Ball ab - und traf. Es war sein Tor Nummer 3.

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Fabrizio Miccoli jubelt nach seinem Treffer.

Fabrizio Miccoli jubelt nach seinem Treffer.

Keystone

Bis am Sonntag sass Stürmer Fabrizio Miccoli bei der US Palermo jeweils auf der Bank. Am Wochende liess in Trainer Gian Piero Gasparini gegen Chievo Verona erstmals spielen. Gasparini sollte den Entscheid nicht bereuen. Denn der 33-jährige Miccoli schoss Tor um Tor.

Erst verwandelte Miccoli einen Freistoss direkt, nach 60 Minuten reüssierte Palermos Nummer 10 dann mit einer feinen Einzelaktion. Dann, acht Minuten vor Schluss beim Spielstand von 3:1 für Palermo war Miccoli nochmals zur Stelle - mit einem Traumgoal. In der Mitte des Spielfeldes drischt er auf den Ball, dieser fliegt Volley über den düpierten Verona-Hüter ins Tor.

«Das war einer meiner besten Tage», sagt der Dreifach-Torschütze nach der Partie. Es sei nun seine sechste Saison bei Palermo und er habe noch immer das Gefühl, dass er jeden Tag von vorne anfangen müsse. Und zeigen, «dass ich nicht alt bin oder nur für eine Halbzeit tauge», so Miccoli weiter.

Der neue Stürmerstar hat auch ein Vorbild, es ist kein geringerer als Diego Maradona. Er hat vor Jahren 25000 Dollar auf den Tisch geblättert, um einen Ohrring des Argentiniers zu ersteigern.

Mit dem Sieg hat Palermo sein Punktekonto auf vier Zähler erhöht. Das Team liegt damit erstmals in der Saison über dem Strich, knapp vor dem sonntäglichen Gegner.

Der Schweizer Steve von Bergen hat Miccolis Traumtor übrigens von der Tribüne aus mitangesehen. Er ist wegen einer roten Karte, die er sich vor einer Woche eingehandelt hat, gesperrt. (rsn)