WM14
Es muss nicht immer Panini sein: «Tschuttiheftli» ist ein voller Erfolg

Die Bilder des alternativen Panini-Albums «Tschuttiheftli» sind bereits vergriffen. Nun lässt das kleine Schweizer Unternehmen 100'000 nachdrucken. Auch in Deutschland erfreuen sich die gezeichneten Portraits der WM-Stars zunehmender Beliebtheit.

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Die Konterfeis der Schweizer Nati gestaltete der Zürcher Illustrator Patrick Graf.

Die Konterfeis der Schweizer Nati gestaltete der Zürcher Illustrator Patrick Graf.

Keystone

Die ersten 200'000 Bildchen sind vergriffen - das «Tschuttiheftli», eine Alternative zum Panini-Fussballalbum ist ein voller Erfolg. Jetzt lässt das kleine Schweizer Unternehmen 100'000 Sticker nachdrucken.

30 Prozent mehr Bilder wurden im Vergleich zur letzten WM von Südafrika im Jahr 2010 verkauft. Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland kommt das Heftli überaus gut an.

Projektleiter Silvan Glanzmann ist denn auch zufrieden: «Es ist super gelaufen, wir sind nochmals gewachsen und konnten neue Fans dazugewinnen.»

Das Spezielle am «Tschuttiheftli»: Die WM-Stars sind gezeichnet. Künstler aus der ganzen Welt gestalteten die Fussballer-Portraits im Comic-Stil.

So auch Patrick Graf. Der Zürcher zeichnete die Schweizer Nationalmannschaft. Er sieht sein Engagement fürs «Tschuttiheftli» auch sportlich: «Es geht nicht um die Entlöhnung – es ist viel mehr eine Herzensangelegenheit.»

Mit dem Gewinn des «Tschuttiheftli» lässt sich auch nur ein symbolischer Beitrag an die Künstler finanzieren. Der Rest wird an eine wohltätige Organisation gespendet.

Eine durch und durch idealistische Sache also und ein erfrischender Kontrapunkt zur sonst so straff organisierten WM-Geldmaschine. (rhe)

Die Schweizer Nati.
6 Bilder
Kunst zum Einkleben.
200'000 Kleber sind vergriffen - jetzt werden 100'000 nachgedruckt
Von jedem Land gestaltete ein Künstler die Portraits der Fussball-Spieler
Die spanische Nati.
Tschuttiheftli - auch in Deutschland beliebt.

Die Schweizer Nati.

Keystone