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Ein Zwicken und die fast unsichtbare Angst: Wie fit ist Shaqiri wirklich?

Fit oder nicht fit? Xherdan Shaqiiri.

Fit oder nicht fit? Xherdan Shaqiiri.

Auch wenn alle das Gegenteil behaupten – die Sorge um Shaqiris Gesundheit bleibt. Aber auch andere Spieler sind noch nicht zu hundert Prozent einsatzfähig. Barnetta kämpft mit seinem Muskelfaserriss und Gavranovic zog sich eine Bänderverletzung zu.

Der Griff dauerte nur einige Sekunden. Aber das grimmige Gesicht dazu lässt besorgniserregende Gefühle zurück. Am Ende der dritten Schweizer Trainingseinheit signalisierte Xherdan Shaqiri den Betreuern am Rand des Spielfelds, dass er irgendetwas an seinem hinteren rechten Oberschenkel spürt.

Bereits dreimal war Shaqiri an jenem rechten Bein verletzt in dieser Saison. Selbst behauptet er weiterhin: «Ich bin topfit, es gibt keinen Grund, weshalb man sich um mich sorgen sollte.» Und auch Teamarzt Roland Grossen beschwichtigt: «Es ist nichts Schlimmes - alles okay bei Shaqiri!» Das ist gut und recht. Das Gefühl des Trainingsbetrachters sagt trotzdem etwas anderes.

Shaqiri ist einer der Schweizer Schlüsselspieler an der WM in Brasilien. Seine Form wird ein Schlüssel zum Gelingen. Am 15. Juni, also in 18 Tagen, bestreitet die Schweiz gegen Ecuador ihr erstes WM-Spiel. Es ist mit einem physischen, aggressiven Gegner zu rechnen - Bedingungen, die Shaqiri nicht gerade präferiert. Umso wichtiger ist es also, dass der 22-Jährige vollumfänglich fit ist. Die zwei Testspiele vom Freitag (gegen Jamaika) und kommenden Dienstag (gegen Peru) werden erste Aufschlüsse geben.

Gavranovics überdehntes Band

Nicht dabei im gestrigen Training war Mario Gavranovic. Der FCZStürmer zog sich im ersten Training am Montag bei einem Misstritt eine Bänderdehnung am linken Sprunggelenk zu. Gemäss Teamarzt Grossen handelt es sich um eine schmerzhafte Blessur, die aber gut therapierbar sei. Trotzdem wird Gavranovic für den Test gegen Jamaika wohl ausfallen.
Für Steve von Bergen war derweil das gestrige Training früher zu Ende. Der Innenverteidiger klagte plötzlich über Schmerzen im Rücken. Gemäss Grossen war der Trainingsabbruch aber eine reine Vorsichtsmassnahme. «Ich bin überzeugt, dass Steve sehr bald wieder ganz normal trainieren kann.»

Bleibt Tranquillo Barnetta: Auch gestern trainierte der Ostschweizer für sich alleine. Der Muskelfaserriss ist noch nicht verheilt. Man fragt sich, wie viele der intensiven Einheiten Barnetta noch verpassen darf, ohne den Anschluss zu verlieren.

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