Kommentar
Der FC Sion holt Murat Yakin – wie lange geht das gut?

Christian Constantin hat wieder einmal alle verblüfft. Auch jene, denen bekannt war, dass der Präsident des FC Sion ein Faible für Murat Yakin hat, sind gestern Abend von der Mitteilung aus dem Wallis überrascht worden, dass der 44-Jährige ab sofort mit einem Vertrag bis Ende Saison Trainer im Tourbillon wird. Der Kommentar.

Markus Brütsch
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Neues Glück im Wallis: Murat Yakin ist neuer Trainer beim FC Sion.

Neues Glück im Wallis: Murat Yakin ist neuer Trainer beim FC Sion.

Sandra Ardizzone

Seit der Trennung von GC im letzten Frühling ist es nämlich ruhig um den Fussballlehrer geworden, war er ein seltener Gast in der Gerüchteküche gewesen, wenn es um bevorstehende Trainerwechsel ging. Was damit zusammenhing, dass er sich kaum in den Stadien blicken liess. Yakin schien nach dem Abgang bei GC nicht besonders scharf darauf, möglichst schnell ins Geschäft zurückzukehren. Vielleicht hatte er aber auch nur auf den Moment gewartet, bis Constantin seinen ungeliebten Trainer Maurizio Jacobacci weggemobbt hatte. Was am Wochenende geschah.

Doch das interessiert, ausser Jacobacci, schon heute niemanden mehr. Wenn der Schillerfalter Yakin das erste Training leitet und die Vorbereitung auf das Super-League-Spiel in Thun aufnimmt. Die Ausgangslage für Yakin ist nicht schlecht: Mit nur sechs Punkten in sechs Spielen ist der FC Sion enttäuschend in die Saison gestartet, beim unglücklich verlorenen Spiel in Basel aber ist gut zu erkennen gewesen, welches Potenzial in diesem Kader steckt.

Yakin hat bei seinen beiden letzten Stationen, dem FC Schaffhausen und GC, bewiesen, dass er nicht viel Zeit braucht, um einen stotternden Motor zum Laufen zu bringen. Gut möglich, dass der FC Sion in den nächsten Wochen unter ihm aufblüht.

Wie aber verhalten sich die Alphatiere Constantin und Yakin, wenn es mal nicht so läuft? Hat Yakin aus seiner Zeit bei GC gelernt, als er selbstherrlich allein die Geschicke bestimmen wollte und auf die Schnauze fiel? Wenn nicht, ist er schneller weg, als er gekommen ist. Ob man will oder nicht: Am Horizont sieht man, symbolhaft, bereits den Kampf zweier Eringer Kühe.

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