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Bei Borussia Dortmund läuft nichts mehr

Nur noch froh, dass das Jahr 2014 bald vorüber ist: Jürgen Klopp.

Nur noch froh, dass das Jahr 2014 bald vorüber ist: Jürgen Klopp.

Für Dortmund endete die Bundesliga-Hinrunde mit einem weiteren Schock. Der Champions-League-Finalist des letzten Jahres bezog in Bremen die zehnte Niederlage und überwintert auf einem Abstiegsplatz.

Nichts geht mehr bei der Mannschaft von Jürgen Klopp, die die letzten vier Saisons jeweils entweder auf dem ersten oder zweiten Platz beendet hat, sie könnte sich heute als Tabellenletzter in die Winterpause verabschieden. Nämlich dann, wenn Freiburg daheim gegen Hannover mindestens einen Punkt holt.

Ein Abstieg der Dortmunder, die immerhin in der Champions League in die Achtelfinals vorgestossen sind, scheint unvorstellbar. Doch beim Drittletzten Bremen erreichte das spielerische Niveau der Mannschaft einen neuen Tiefpunkt. Die Niederlage fiel mit 1:2 eher zu knapp aus. Die Gastgeber liessen zahlreich Chancen zu weiteren Treffern ungenutzt.

«Jegliche Kritik ist gerechtfertigt»

Dortmund war nach dem frühen 0:1 in der 3. Minute völlig verunsichert und nur noch ein Schatten besserer Zeiten. Die Bremer trafen nach einer guten Stunde zum 2:0 und waren auch in der Folge die offensiv gefährlichere Mannschaft, selbst wenn Mats Hummels in der 69. Minute noch der Anschlusstreffer gelang.

Klopp sprach Klartext: «Jegliche Kritik, die man über uns ablässt, ist gerechtfertigt. Alles ist in Ordnung, das müssen wir uns gefallen lassen. Die einzige gute Nachricht ist, 2014 ist rum, die Vorrunde ist rum. Ich würde uns nicht abschreiben, aber dass wir jetzt dastehen wie die Vollidioten, das geschieht uns recht.»

Doch die Hoffnung, dass es besser wird, gibt er nicht auf: «Wir haben jetzt drei Wochen Vorbereitung, die werden wir intensiv nutzen und dann ganz anders wiederkommen. Dann werden wir zurückschlagen, weil wir zurückschlagen müssen. Aber weil es dann auch einfach Zeit ist. Wir haben zu viele Fehler gemacht, wir haben viele Schwächen gezeigt in der Vorrunde. Aber so schwach sind wir nicht, dementsprechend werden wir da jetzt rangehen. Wir werden das wieder gutmachen, was wir da jetzt verbockt haben. Wir werden ein erbitterter Jäger sein. Das kann ich jetzt schon versprechen.»

Rückschläge für Leverkusen, Schalke und Mönchengladbach

Während der Abstiegskampf viel Spannung verspricht, ist das Meisterrennen langweilig. Der Zweite Wolfsburg schlug Köln 2:1, liegt aber auch schon elf Punkte zurück. Leverkusen, Mönchengladbach und Schalke blieben sieglos und liessen den Rückstand auf Bayern München weiter anwachsen. Leverkusen liegt als Drittplatzierter 17 Punkte, Mönchengladbach und Schalke liegen sogar 18 Zähler zurück.

Leverkusen kam gegen Eintracht Frankfurt glücklich um die erste Heimniederlage herum. Der deutsche Internationale Karim Bellarabi glich in der 83. Minute zum 1:1-Endstand aus. Zuvor hatte Alexander Meier die Gäste mit seinem 13. Saisontor in Führung geschossen. Schalke biss sich beim torlosen Remis gegen Hamburg die Zähne an der Abwehr der Norddeutschen um den Schweizer Captain Johan Djourou aus.

Und Mönchengladbach bezog beim Überraschungsteam Augsburg eine 1:2-Niederlage. Augsburg, das gleich viele Punkte hat wie Schalke und Gladbach, geriet gegen die Mannschaft von Lucien Favre nach drei Minuten in Rückstand. Max Kruse verwehrte einen Handspenalty souverän. Augsburg wirkte danach aber frischer als die Gäste, die in dieser Saison schon 27 Partien bestritten haben. Trotz den starken Schweizern, Granit Xhaka und Yann Sommer, schlugen die Schwaben zweimal zu, zuletzt durch Raul Bobadilla, den ehemaligen Basler Teamkollegen von Sommer. 

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